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Verkehr

Beuthstraße heißt künftig Zur Vielfalt

Nachricht vom 11.01.2022

Die Bezirksvertetung Innenstadt-West hat entschieden, dass die Beuthstraße, eine Parallelstraße der Rheinischen Straße, einen neuen Namen bekommt. Ab dem 11. Januar wird sie Zur Vielfalt heißen. Hintergrund ist, dass der Namensgeber Christian Peter Beuth als Antisemit identifiziert worden ist.

Das Dortmunder Stadtarchiv hat sich eingehend mit der Person Christian Peter Beuth beschäftigt und nach einer sorgfältigen Prüfung festgestellt, dass Beuth einer der bedeutensten Antisemiten der deutschen Romantik war. Er hat zwischen 1781 und 1853 gelebt und führte damals einen rhetorisch äußerst aggressiven Kampf gegen die "Judenemanzipation", wie er es nannte. Er wollte als organisierter Antisemit die öffentliche Meinung sowie den politischen Prozess unmittelbar beeinflussen.

Vor der Stadt Dortmund hat bereits Berlin reagiert: Die Berliner-Hochschule für Technik, die früher Beuth-Hochschule für Technik hieß, veranlasste ebenfalls eine Umbenennung, um nicht länger in Verbindung mit dem Antisemiten Beuth gebracht zu werden.

Grundlegend für die Einscheidung der Bezirksvertretung war außerdem der Gedanke, dass sich in der Straße mit dem neuen Namen Zur Vielfalt der Hauptsitz des VMDO, Verbund der sozial-kulturellen Migrationsvereine in Dortmund e.V., befindet. Das Haus der Vielfalt des VMDO versteht sich als Ort aller Generationen und Kulturen, die dort zusammentreffen und ihre Kompetenzen und Potentiale bündeln. Hier wird das Verständnis "Wir sind Dortmunder" entwickelt und gemeinsam daran gearbeitet.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.