Denkmal

Innenstadt-West

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): H. Ulmer

Heinrich-Schmitz-Preis 2022 - "Das andere Dortmund"

Das Stadtbezirksmarketing Innenstadt-West verleiht in 2022 zum 11. Mal den Heinrich-Schmitz-Preis. Den "Heinrich-Schmitz-Preis" erhalten Schülerinnen / Schüler, Schulen oder Jugendliche, die sich in besonderem Maße im Stadtbezirk Dortmund Innenstadt-West ehrenamtlich engagiert haben.

Als Preisträger in Betracht kommen Schülerinnen / Schüler (ohne Altersbeschränkung) oder Jugendliche, die zwischen 14 und 25 Jahre alt sind.

Gerade junge Menschen wenden sich zu Recht wieder dem Ehrenamt zu, das können Arbeitsgruppen zu den verschiedensten Themen sein, deren Ergebnis dann in ehrenamtliches Engagement fließt; das kann auch eine ganz besondere Leistung eines einzelnen Jugendlichen sein.

Für das Jahr 2022 hat die Bezirksvertretung Innenstadt-West in Zusammenarbeit mit dem Stadtbezirksmarketing beschlossen, dass das Thema des diesjährigen Heinrich-Schmitz-Preises heißen soll: „Das andere Dortmund!“

Eingereicht werden sollen 12 Fotos oder Bilder (gezeichnet, gemalt, …), die das andere Dortmund repräsentieren. Jedes Foto/Bild ist mit fünf Sätzen zu beschreiben, zu kommentieren. Es gibt keine weiteren Vorgaben, was unter dem Thema zu verstehen ist.

Heinrich-Schmitz-Preis 2021

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): J. Albanico

PREISE

Der Heinrich-Schmitz-Preis ist mit der Gesamtsumme von 4.000,- € dotiert und die Ergebnisse werden später veröffentlicht. Drei Preise mit Preisgeldern werden vergeben werden.

Einsendeschluss (per Post oder E Mail) ist am 23. Juni 2022.

Bewerbung

Die Bewerbung ist in einem aussagekräftigen Expose bis zum 23.06.22 einzureichen.

Die Preisträger*innen werden am 23.09.22 in einer Festveranstaltung geehrt und dort mit ihren Projekten vorgestellt.

Kontakt
Bezirksverwaltung Innenstadt-West Birgit BuchholzGeschäftsführerin der Bezirksvertretung

Preisträger 2021:

  • Leon Rumpel + Jan Sichelschmidt
  • Lars Teubener + Batuhan Candan
  • Karl-Schiller-Berufskolleg
  • Martin-Luther-King Gesamtschule

Batuhan Candan und Lars Teubener (waren Mitglieder der Jugendfeuerwehr der Innenstadt West, haben aktiv an der politischen Willensbildung des Stadtbezirks teilgenommen; haben einen Entwurf für ein Mahnmal für jüdische Frauen eingereicht, der nun realisiert wird; die jüdischen Frauen, die damals auf dem Stahlwerk arbeiteten, werden hier ebenfalls als Figuren aus Stahl aufgestellt)

Jan Sichelschmidt und Leon Rumpel (die beiden haben als Entwurf für das Mahnmal einen stilisierten Davidstern genommen, an den jeweiligen Spitzen ist ein angerosteter Stahl-Doppel-T-Träger fundamentiert; oben auf befindet sich ein gedrucktes Stahlband mit Industriebildern sowie Bildern von Arbeitern, die damals zwangsweise dort tätig waren)

Martin-Luther-King Gesamtschule (die Schülerinnen und Schüler der GS haben gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer ein Relief aus Kupfer entworfen, auf welchem drei verzerrte Gesichter dargestellt sind, die drei leidende jüdische Frauen aus der Vergangenheit symbolisieren; unterhalb des Bildes sollten die 750 Namen der dort internierten Frauen auf Silberplättchen angebracht werden)

Karl-Schiller-Berufskolleg (die Schülerinnen und Schüler der Klasse GVMU1 haben Ideen für die Umsetzung des Mahnmals eingereicht; hierbei wurde viel Wert darauf gelegt, dass bei allen 5 Entwürfen die Opfer, die damals nur als Nummern deklariert wurden, hier mit Namen genannt werden, um ihrer zu gedenken)

Preisträger 2020:

  • Frau Nolte (Schulleiterin FFG)
  • Frau Büscher (Vertrauenslehrerin Westfalenkolleg)
  • Fine Frau Grundschule - Umweltschutzaktionen an der Schule
  • Westfalenkolleg Dortmund - AG Geschichte erinnern – Gegenwart begreifen – Zukunft gestalten (Zu dem in 2019 prämierten Anti-Rassismus Film kommt nun ein "Making Of")

Preisträger 2019:

  • U25 – Online-Suizidprävention
  • Käthe-Kollwitz-Gymnasium – Anti-Rassismus AG
  • Jugendfeuerwehr Deusen (Jugendarbeit)

Preisträger 2018:

  • Stadtgymnasium (Durchführung Typisierungsaktion und Sensibilisierung für das Thema Blutkrebs)
  • Westfalenkolleg (Produktion eines Kurz-Films (30 min) zum Thema Diskriminierung, Verfolgung und Rassismus)

Preisträger 2017:

  • U25 – Online-Suizidprävention
  • Robert-Schumann-Berufskolleg (Schülerinnen der AO3 organisierten eine Spendensammelaktion für Hygieneartikel, die den Gästen des GASTHAUS statt BANK e.V. in der Rheinischen Straße zugute kamen)
  • Stadtgymnasium (beteiligte Schüler veranstalten regelmäßig einen Spendenlauf, um Spenden für soziale Projekte und haben bis jetzt über 16.000 € eingenommen - unter anderem für die Neven Subotic Stiftung)

Preisträger 2016:

  • Stadtgymnasium (Nachhilfe in der internationalen Klasse)
  • Leibnizgymnasium (ehrenamtliches Engagement als Schülersprecherin)
  • Westfalenkolleg (Projekte zum Thema NS-Zeit)

Zu Heinrich Schmitz

Denkmal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): H. Ulmer

* 3.7.1812 (wohl am Niederrhein), + Dortmund 11.7.1865. Ev. Verheiratet.

Heinrich Schmitz gehört zu den wenigen Dortmundern, die ein öffentliches Grab von Seiten der Stadt erhalten haben. Er war Mitglied des Constitutionellen Clubs und war einer der 31 Unterzeichner einer Adresse an das preußische Kultusministerium wegen Mängeln im Schulwesen. 1864 gehörte er zu den Führenden unter den 3000 Männern, die eine Petition an den Preußischen Landtag wegen des Erlasses eines Unterrichtsgesetzes richteten.

Die Stadt Dortmund schenkte die Begräbnisplätze für ihn und seine Frau auf dem Westfriedhof, heute Westpark; durch eine Sammlung wurde ein von Herrn Genzmer entworfenes Denkmal finanziert, aus dem Rest die Schmitz-Stiftung für wohltätige Zwecke bereitgestellt.

Ihm zu Ehren benannte die Bezirksvertretung Innenstadt-West 2014 einen Teil der ehemaligen Adlerstraße in Heinrich-Schmitz-Platz um. 2016 wurde die ehemalige Hauptschule Innenstadt-West (am Westpark) durch Beschluss des Rates der Stadt Dortmund in Heinrich-Schmitz-Bildungszentrum umbenannt.