Dortmund überrascht. Dich.
Haus Rodenberg

Aplerbeck

Bild: Anneke Wardenbach

Sprachcafés

Raum für Begegnung und Integration

Nachricht vom 04.04.2017

Das Pilotprojekt "lokal willkommen" der Stadt in Kooperation mit dem Caritasverband für die Stadtbezirke Brackel und Aplerbeck weitet sein Angebot zur Begegnung und zum Austausch deutlich aus.

Im April werden drei Sprachcafés ihre Pforten öffnen. Den Beginn machte das Sprachcafé im Stephanus Gemeindehaus, Meylantstraße 85, in Wickede. Die neue Einrichtung für Kontakte ist immer montags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. An der Eröffnungsfeier des Kooperationsprojektes mit der Ev. Kirchengemeinde Dortmund-Wickede, dem Ev. Bildungswerk und dem Projekt Ankommen e.V., am 4. April 2017, nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner teil. Die Begrüßung übernahm der Leiter des Sozialamtes Jörg Süshardt.

Die weiteren Sprachcafés in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst e.V., dem Projekt Ankommen e.V., der Flüchtlingshilfe Aplerbeck e.V., dem Ev. Bildungswerk und der Kath.Gemeinde St. Clemens eröffnen am 9. April, 15:30 Uhr, im Gemeindehaus St. Ewaldi, Egbertstraße 12, in Aplerbeck und am 30. April, 15 Uhr, im Gemeindehaus St. Clemens, Flughafenstraße 50, in Brackel.

Die Sprachcafés schaffen Raum für Begegnung und Integration, sollen Orte für interkulturelle Verständigung und Austausch sein. "Aber auch geflüchteten Menschen die Möglichkeit geben, ihre erworbenen Deutschkenntnisse anzuwenden und zu erweitern, denn das Anwenden der deutschen Sprache ist genauso wichtig wie das Erlernen der Sprache", so Jörg Süshardt., Leiter des Sozialamtes.

Bei Kaffee und Tee kann man sich in lockerer Atmosphäre kennenlernen, unterhalten, lachen und einfach Zeit miteinander verbringen.

Pilotprojekt "lokal willkommen"

Am 1. Oktober 2016 ging das Pilotprojekt der Stadt Dortmund "lokal willkommen" in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Dortmund e.V. für die Stadtbezirke Brackel und Aplerbeck an den Start. Seitdem konnten die Fachkräfte des Integrationsteams vor Ort mehr als 120 geflüchteten Familien in unterschiedlichen Angelegenheiten helfen und somit bessere Voraussetzungen für eine gelingende Integration schaffen.

In Brackel und Aplerbeck leben mehr als 200 Familien mit einem Fluchthintergrund in eigenen Wohnungen. Nach dem Auszug aus einer Übergangseinrichtung fehlt es ihnen oft an Unterstützung, die in den Einrichtungen durch die Sozialhelferinnen und -helfer gewährleistet war.

Diesen Bedarf erkannte die Stadt Dortmund und entwickelte "lokal willkommen". "Integration findet vor Ort in den Wohngebieten statt. Der Übergang in die eigene Wohnung ist ein Meilenstein auf dem Weg der Integration - aber Integration ist kein Selbstläufer. Sie muss organisiert und begleitet werden", so Sozialdezernentin Birgit Zoerner.

Das Integrationsteam berät die Flüchtlinge bei Hausbesuchen und in den offenen Sprechstunden in allen Lebensbereichen und organisiert passgenaue Integrationshilfen. So wird die Integration in die Stadtgesellschaft gefördert.

Dies gelingt nur durch die Anbindung von haupt- und ehrenamtlichem Engagement. Die Vernetzung und Verzahnung sowie die bedarfsgerechte Anpassung der Angebote aller Akteure isind die wichtigsten Aufgaben. "lokal willkommen" kooperiert mit Verbänden, Flüchtlingshilfe-Vereinen, Sportvereinen, Kirchengemeinden, Familienbüros, dem Sozialamt und vielen weiteren, aber vor allem mit ehrenamtlich Tätigen. Bei Bedarf werden Kooperationen und Integrationsangebote mit neuen Partnern initiiert.

Ehrenamtliche Unterstützung

Sprachcafés sind ohne ehrenamtliche Unterstützung undenkbar. Ein Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe ist vielseitig. Viele Flüchtlinge, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, wünschen sich mehr Kontakt zu Einheimischen. Diese Nachfragen häufen sich im Büro "lokal willkommen". Dabei fällt auf, dass der Bedarf nicht immer gedeckt werden kann.

Vor allem in den Bereichen Erwerb der deutschen Sprache, Nachhilfeunterricht, Kinderbetreuung, Freizeitgestaltung und Patenschaften wird noch Unterstützung benötigt. Von dem Zusammenwirken profitieren alle: es entstehen Bekanntschaften, gute Nachbarschaften und wertvolle Freundschaften. So wird Integration keine Einbahnstraße, sondern ein Weg, den die neuen und alteingesessenen Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Stadtbezirken gemeinsam beschreiten.

Zum Thema

Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, meldet sich bei Rebecca Dettling und Ella Mönch im Büro "lokal willkommen", Brackeler Hellweg 146, (Montag, Dienstag, Freitag von 9 bis 12 Uhr, Donnerstag von 14 bis 17 Uhr), Tel. 50-28705/06, E-Mail: