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Haus Rodenberg

Aplerbeck

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Anneke Wardenbach

Kultur

Tag des offenen Denkmals fragt nach Sein und Schein

Nachricht vom 07.09.2021

Opulente Fassaden mit vielen Schnörkeln. Nüchterne Architektur im Bauhaus-Stil. Fachwerk als Hinweis auf die Funktion im Haus – historische Dortmunder Gebäude haben am Tag des offenen Denkmals (12. September) viel zu erzählen.

Tag des offenen Denkmals 2021 Quelle: YouTube

Beim 28.Tag des offenen Denkmals wird dieses Mal nach dem Sein und Schein des einzelnen Denkmals gefragt. Es wird wieder eine spannende Zeitreise durch die Geschichte unserer Stadt. Rund 60 Gebäude machen mit. Verteilt über das gesamte Stadtgebiet.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass sich wieder viele Denkmalenthusiasten an der Gestaltung dieses besonderen Tags beteiligen, der deutschlandweit von Millionen von Kultur- und Denkmalinteressierten wahrgenommen wird", so Ralf Herbrich, Leiter der Dortmunder Denkmalbehörde. "In enger Zusammenarbeit mit Denkmaleigentümer*innen, Vereinen, Stiftungen, Archiven und Museen haben wir ein tolles Programm zusammenstellen können, das am 12. September zu einem spannenden Streifzug durch die Dortmunder Denkmallandschaft einlädt."

Viele Denkmäler zum ersten Mal geöffnet

Über den gesamten Tag hinweg können Gebäude, die zwischen dem 12. Jahrhundert und 1971 gebaut wurden, besichtigt werden. Einige Denkmäler sind zum ersten Mal dabei und wie die Dortmunder Synagoge, der ehemalige Wasserturm des Südbahnhofs, die Spielbank Hohensyburg oder der Bauernhof Eickhoff im Stadtteil Sölde.

Anmeldung für Führungen erforderlich

Für viele Angebote am Tag des offenen Denkmals ist eine Anmeldung erforderlich. Die genaue Liste sowie die Anmeldung gibt es auf dortmund.de/denkmaltag. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Die meisten Besichtigungstermine oder Führungen sind aber noch bis Freitag, 10. September, buchbar.

"Ich freue mich besonders, dass wir zwei Führungen in den Vororten haben, die nicht von Profis, sondern von den Bewohner*innen selbst geleitet werden. Die eine führt durch die Gartenstadt, die andere durch die Werkssiedlung Oberdorstfeld", berichtet Ralf Herbrich. "Die Bewohner*innen werden zusätzlich ganz persönliche Geschichten zu den Denkmälern, zum Teil ja aus ihrer Kindheit, erzählen können." Aber eigentlich möchte der Leiter der Dortmunder Denkmalbehörde keine besonderen Programmpunkte hervorheben. Es komme beim Tag des offenen Denkmals auf die einzelnen Vorlieben an.

Umfangreiches Programm

Wer es besonders ruhig mag, kann zahlreiche historische Kirchen, wie zum Beispiel die evangelische Lutherkirche in Barop mit ihrer imposanten Innenraumgestaltung besichtigen. Wer mehr am Mittelalter interessiert ist, kann zum Beispiel an Führungen im Wasserschloss Haus Rodenberg oder Schloss Bodelschwingh teilnehmen.

Für Menschen, die sich besonders für Grünanlagen interessieren, bieten sich der Rombergpark und Westfalenpark mit dem Florianturm und dem ehemaligem Parkcafé (heute Parkakademie) an. Das 1959 vom Architekten Will Schwarz erbaute Gebäude im Westfalenpark hat für die Besucher*innen viele Informationen und zeigt zusätzlich mehrmals am Tag einen historischen Film über die Bundesgartenschau in Dortmund Ende der 50er Jahre.

Mehrere Menschen stehen vor dem Gebäude der Parkakademie im Dortmunder Westfalenpark.

Peter Orth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Dortmund (3. v.r.), überreichte Stefan Thabe, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamts der Stadt Dortmund (4.v.l.), im Beisein von allen Beteiligten einen Scheck über 10.000 Euro für den Tag des offenen Denkmals.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Neben den vielen verschiedenen Führungen gibt es auch eine Radtour, die im Kaiserviertel beginnt und bis zum Nordmarkt führt. Hightlight für Familien mit Kindern ist eine Archäologie-Aktion am ehemaligen Schloss Brünninghausen im Rombergpark. Hier können Kinder mit Kelle, Pinsel und Neugier herausfinden, was Archäologie ist.

Tag des offenen Denkmals - digital und analog

Auch digitale Angebote gibt es bei dem diesjährigen Tag des offenen Denkmals – Das Dortmunder U, das selbst unter Denkmalschutz steht und natürlich auch besichtigt werden kann, bietet zum Beispiel im Laufe des Tages einen virtuellen Rundgang durch das alte Stadttheater an. Weitere digitale Angebote sowie mögliche tagesaktuelle Änderungen gibt es unter dortmund.de/denkmaltag.

Diskussionsrunde zum Abschluss

Wer nach den Führungen und Denkmal-Erlebnissen noch mehr über Sein und Schein in Architektur und Denkmalpflege erfahren und darüber mitdiskutieren möchte, ist bei der Abschluss-Veranstaltung um 17:30 Uhr im Museum für Kunst und Kulturgeschichte eingeladen. Auf dem Podium erwarten die Besucher*innen Architektur- und Kunsthistorikerin Prof. Dr. Alexandra Apfelbaum, Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner Richard Schmalöer sowie Architekt Philipp Valente und Planungsdezernent Ludger Wilde.

Mehr zum Tag des offenen Denkmals gibt es in der Info-Broschüre. Sie liegt im Rathaus, in der Tourist-Information in der Kampstraße, in den Bezirksverwaltungsstellen, in den DSW21-KundenCentern, in Bibliotheken, im Stadtarchiv, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, bei der Denkmalbehörde im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt am Burgwall und an vielen anderen Stellen aus.

Text: Karin Niemeyer

Bilderstrecke: Tag des offenen Denkmals 2021

Historische Fassaden 7 Bilder
Wer sich am Tag des offenen Denkmals aufs Rad schwingen will, dem ist die Fahrradtour vom Kaiserviertel bis zum Nordmarkt zu empfehlen. Angemeldete Teilnehmende können dann auf Entdeckungstour gehen und historische Fassaden begutachten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Ina Fassbender

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.