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Bildung

Für Dortmunder Kinder soll Schulbesuch in Holzwickede erleichtert werden

Nachricht vom 16.11.2021

Die Gemeinde Holzwickede und die Stadt Dortmund haben gemeinsam eine Beschulungsvereinbarung entworfen, die nun im Dezember beiden Räten vorgelegt werden soll. Somit haben Dortmunder Grundschüler*innen im Anmeldeverfahren den gleichen Status wie die Schüler*innen aus Holzwickede.

Die Verwaltungsspitze befasste sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 16. November, mit dem Entwurf zum Abschluss einer Beschulungsvereinbarung mit der Gemeinde Holzwickede. Die Beschlussvorlage wurde danach weitergeleitet an die politischen Gremien.

Parallel zur politischen Diskussion und möglichen Beschlussfassung im Rat der Stadt Dortmund wird sich am selben Tag, 16. Dezember, auch der Rat der Gemeinde Holzwickede mit dem Abschluss der Beschulungsvereinbarung befassen.

Schüler*innen haben den gleichen Status

"Der Entwurf der Beschulungsvereinbarung sieht für die Schüler*innen der Emschertal- und der Lichtendorfer-Grundschule ab dem Schuljahr 2022/23 die Möglichkeit vor, am Clara-Schumann-Gymnasium in Holzwickede aufgenommen zu werden. Im Anmeldeverfahren haben diese Dortmunder Schüler*innen dann den gleichen Status wie die Schüler*innen aus Holzwickede", erläutert Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Da eine weitere Ausnahmegenehmigung zur Mehrklassenbildung nicht erteilt werden kann, strebt Holzwickede eine dauerhafte Zügigkeitserweiterung des Clara-Schumann-Gymnasiums auf vier Schulzüge an. Um die geforderte Mindestgröße eines vierzügigen Gymnasiums zu erreichen, ist die Gemeinde auf die Aufnahme von Schüler*innen aus Dortmund angewiesen.

Das dreizügige Clara-Schumann-Gymnasium in Holzwickede ist mit den Kindern aus der eigenen Gemeinde voll ausgelastet. Durch Ausnahmegenehmigungen der Bezirksregierung Arnsberg wurden in den letzten Jahren häufig vier Eingangsklassen gebildet.

Circa 20 Dortmunder Schulkinder gehen nach Holzwickede

Im Durchschnitt gehen rund 20 Schulkinder aus Dortmund zum Clara-Schumann-Gymnasium. Wegen der voraussichtlichen Entwicklung der Schulkinderzahlen an den Gymnasien der Stadt Dortmund ist davon auszugehen, dass die Anzahl der nach Holzwickede pendelnden Schüler*innen künftig steigen wird.

Durch die angestrebte Zügigkeitserweiterung und eine durch die Beschulungsvereinbarung geregelte Gleichstellung Dortmunder Schüler*innen und Holzwickeder Schüler*innen im Anmeldeverfahren kann sichergestellt werden, dass Dortmunder Kindern nicht allein wegen ihres Wohnortes die Aufnahme am Clara-Schumann-Gymnasium verweigert wird.

Freies Wahlrecht bei Auswahl der Schule

Grundsätzlich besitzen alle Eltern in NRW das freie Wahlrecht bei der Auswahl der Schule für ihre Kinder. An den Stadtgrenzen von Städten kommt es in den räumlich nahe gelegenen Schulen häufiger zur Aufnahme von Kindern aus der Naschbarstadt. Die Eltern bevorzugen diese Schulen oft, weil sie beispielsweise bessere Verkehrsverbindungen haben. "Damit das auch künftig weiterhin möglich sein wird, haben wir eine Beschulungsvereinbarung enworfen, die beiden Räten vorgelegt wird", so Schneckenburger.

Mit einer Beschulungsvereinbarung zwischen den Schulträger*innen kann geregelt werden, dass die Schulkinder der Vereinbarungsstädte den gleichen Status haben und somit nicht allein aufgrund des Wohnortes abgelehnt werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.