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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Anneke Wardenbach

Coronavirus

Impfungen sorgen für sinkende Inzidenzen in Dortmund - vierte Welle gebrochen

Nachricht vom 14.09.2021

Die vierte Corona-Welle in Dortmund ist gebrochen - die Inzidenz sinkt langsam wieder unter einen Wert von 100. Es wird immer deutlicher: Nur in den Stadtbezirken, in denen ein Großteil der Einwohner*innen geimpft ist, sinken die Infektionszahlen.

In Dortmund liegt die aktuelle Inzidenz mit Stand von Montag, 13. September, bei 102,1. "Es ist zu erwarten, dass wir noch diese Woche unter einen Wert von 100 kommen, somit können wir die vierte Corona-Welle als gebrochen ansehen", so Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken. Krisenstabsleiterin Birgit Zoerner stimmte dieser Einschätzung in der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstands am Dienstag, 14. September, zu: "Der Inzidenzwert sinkt immer weiter nach unten, nur noch die Delta-Virusvariante herrscht in Dortmund vor, die Anzahl an infizierten Reiserückkehrer*innen geht ebenfalls zurück - das sind positive Entwicklungen für unsere Stadt."

Inzidenzen in Stadtbezirken abhängig von Impfquote

Der positive Trend für ganz Dortmund zeichnet sich auch in den meisten Stadtbezirken ab. In fast allen liegt der Inzidenzwert unter 100. Lediglich in der Nordstadt liegt die Inzidenz bei 280. "Wir sehen, dass in den Bezirken, in denen die Inzidenz unter 100 liegt, etwa 75 bis 80 Prozent der Einwohner*innen geimpft sind", so Dr. Frank Renken, "in den Bezirken, die über 100 liegen, sind nur 40 bis 50 Prozent der Menschen geimpft". Die Zahlen zeigen: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Impfquote und Inzidenzwert.

Auch die Krankenhauszahlen sprechen eine deutliche Sprache - Geimpfte haben bei einer Infektion mit dem Coronavirus einen weniger schweren Verlauf. Etwa 95 Prozent der Corona-Patient*innen auf den Intensivstationen in Dortmund sind nicht geimpft. Auf den anderen Stationen sind 85 Prozent der Patient*innen ohne Impfschutz.

Insgesamt müssen derzeit nur wenige Menschen wegen Corona stationär aufgenommen werden. Aktuell werden in Dortmund 55 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 16 Patient*innen intensivmedizinisch, elf davon mit Beatmung. (Stand 13. September)

Impfzentrum schließt - Impfungen gehen weiter

Noch bis Donnerstag, 30. September, können Bürger*innen ohne Termin von 14:00 bis 19:00 Uhr ins Impfzentrum Phoenix-West kommen. Die zweite Impfung können Dortmunder*innen sich danach bei dem*der Hausarzt*ärztin geben lassen. Ab dem 1. Oktober erfolgen die Impfungen dann nur noch über lokale Impfaktionen wie dem Impfbus der Stadt Dortmund und bei den Hausärzt*innen direkt. Laut Erlass des Landes NRW wird den Kommunen pro 100.000 Einwohner*innen je ein*e Impfarzt*ärztin pro Tag für Impfaktionen zur Verfügung gestellt. Welche Aktionen genau ab Oktober geplant seien, wolle man noch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe besprechen, so Birgit Zoerner.

Erfolg bei PCR-Pooltestungen an Schulen und Kitas

Die PCR-Pooltestungen in Schulen und Kindertagesstätten sieht das Gesundheitsamt bereits als großen Erfolg. Durch die Pool-Tests, "Lolli-Tests", konnten mehr Infektionen erkannt werden. Immer noch sei bei den jungen Dortmunder*innen eine höhere Inzidenz erkennbar, als bei den älteren. Der Trend sei jedoch rückläufig, berichtet Dr. Renken.

Ab Montag, 20. September, werden in den weiterführenden Schulen drei statt zwei Schnelltestungen innerhalb einer Woche verpflichtend, sodass auch hier die Wahrscheinlich steigt, Corona-positive Kinder und Jugendliche schnell auszumachen. An allen Schulen und Kitas auf die PCR-Testmethode umzusteigen, sei aus Materialbeschaffungsgründen leider nicht möglich, so Dr. Renken. "Die PCR-Abstrich-Sets können wir nur in geringer Zahl bekommen - selbst auf dem Weltmarkt gibt es nicht genug Abstrichmaterial für alle Schüler*innen in NRW."

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Text: Kira Hibbeln

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.