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Eving

Bild: Dagny E. Klemm

Projekte StadtbezirksMarketing Eving 2016

Das StadtbezirksMarketing Eving hat 2016 sechs Projekte in Eigenregie durchgeführt. Darüber hinaus beteiligte es sich finanziell an zwei Projekten.

Nachfolgend werden die bedeutendsten Aktionen ausführlich beschrieben:

Standortanalyse Bergstraße

Mannigfaltige Einflüsse haben das Erscheinungsbild der Bergstraße verändert. Zu den Betriebszeiten der Zechen Minister Stein und Fürst Hardenberg bildete die Bergstraße eine verkehrsreiche Verbindungsachse innerhalb des Stadtbezirks. Einzelhandel und Gewerbebetriebe waren zahlreich vorhanden. Durch die Schließung der Zechen und die Veränderung des Kaufverhaltens erlitt die Straße einen Funktionsverlust mit den verschiedensten Auswirkungen unter anderem auf das äußere Erscheinungsbild und den Handel.

Innerhalb des Projektes Wertschöpfung in den Stadtteilen nimmt die Wirtschaftsförderung in Kooperation mit dem Stadtbezirksmarketing die Bergstraße in den Fokus. Im Zuge dieses Projektes wurde die Fachhochschule Niederrhein, Prof. Beucker, mit einer Standortanalyse der Bergstraße beauftragt. Gemeinsam mit dem Stadtbezirksmarketing wurde ein Beteiligungsworkshop zur Ergebnispräsentation der Untersuchung durchgeführt. Thematisiert wurden die Situation des Einzelhandels und der Gastronomie, die Qualität der Wohnbebauung, Bevölkerungsstruktur und öffentliche Angebote durch Vereine, Träger und Religionseinrichtungen. In weiteren Schritten sind Beteiligungs- und Informationsveranstaltungen für die Anwohner/innen und interessierte Bürgerinnen und Bürger geplant.

Gemeinsam mit den Anwohnern soll erarbeitet werden, welche Bedeutung und Schwerpunkte die Bergstraße haben könnte. Des Weiteren sind konstruktive Ideen gefragt, die das äußere Erscheinungsbild positiv verändern und Orte der Begegnung schaffen könnten.

Das Projekt hat das Ziel Lösungsansätze und Zukunftsszenarien für die Bergstraße zu entwickeln.

Mahnmal Kirdorfsiedlung

In Abstimmung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Kirdorfsiedlung beschloss die Bezirksvertretung Eving die Anfertigung und Aufstellung einer Mahntafel, die über die Gesinnung und Kontakte Emil Kirdorfs, Namensgeber der Kirdorfsiedlung, informiert.

Die Kolonie Kirdorf ist eine Bergbausiedlung. Erbaut wurde sie 1912-1913 von der Gelsenkirchener Bergwerks AG und benannt nach ihrem Generaldirektor Emil Kirdorf. Kirdorf war politisch ein Reaktionär und ein entschiedener Gegner der Weimarer Republik. Kirdorf betätigte sich früh und aktiv als Förderer des Aufstiegs Adolf Hitlers. Er war seit 1927 bis zu seinem Tode mit Unterbrechungen Mitglied der NSDAP.

Das Stadtbezirksmarketing beteiligte sich finanziell an diesem Mahnmal und initiierte und begleitete die Umsetzung des Beschlusses der Bezirksvertretung. Es erfolgte die künstlerische Gestaltung und Redaktion des Textes, welcher über die Gesinnung Kirdorfs Auskunft gibt. In diesem Zusammenhang gilt dem Stadtarchiv, der Service-Agentur und dem Tiefbauamt ein besonderer Dank für ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes. Die Einweihung innerhalb einer öffentlichen Veranstaltung erfolgt nach Aufstellung des Mahnmals circa Ende des 1. Quartals 2017.

Das Mahnmal in der Kirdorfsiedlung ist ein Zeichen für die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus und eine Mahnung an die Gegenwart und Zukunft.