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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Michael Odenwaeller

Sommertour

"Dortmund schafft Umweltqualität und Arbeit durch Klimaschutz" – OB Westphal setzt auf Grün und Beschäftigung

Nachricht vom 06.08.2021

Der zweite Sommertour-Tag hatte das Thema "Dortmund schafft Umweltqualität und Arbeit durch Klimaschutz". Er führte OB Westphal zum Flughafen, zum Käthe-Kollwitz-Gymnasium und zur Grundsteinlegung des Amprion-Projekthauses auf Phoenix-West. Bei DEW21 gab es Gespräche zum Thema Wasserstoff.

Tag zwei der Sommertour 2021 stand unter dem Motto: "Dortmund schafft Umweltqualität und Arbeit durch Klimaschutz". Quelle: YouTube

Klimaschutz ist DAS Thema der Zeit – wie aber lassen sich Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden? Anhand verschiedener zukunftsweisender Dortmunder Beispiele, die Oberbürgermeister Thomas Westphal besuchte, zeigen sich innovative Wege zur Vereinbarung der Themen.

Energie-Strategie auf dem Dortmund Airport

Der Dortmund Airport ist ein Überflieger, der eine hohe Auslastung der Passagier*innenzahlen verzeichnen kann. "Dortmund als Standort zeigt seine Qualität", erklärte Geschäftsführer Ludger van Bebber. Die Qualität zeigt sich nicht nur in der Auslastung, sondern auch im Bereich der Nachhaltigkeit wie bei der E-Mobiliät: ganz handfest umgesetzt etwa bei der E-Treppe, betrieben durch Solarpanels. Menschen wollten mobil sein, so van Bebber: "Unser Job ist es, diesen Wunsch mit der Umwelt zu vereinen." Westphal ergänzte: "Ein Flughafen hat ungenutzte Dachflächen. Sie können für regenerative Energien, also Photovoltaik, genutzt werden." Es gibt z. B. Unterstellhallen, deren Dächer sich für Solarpanels eignen würden. Die darüber gewonnene Energie soll vor Ort genutzt werden. Darüber hinaus gehende Energie soll ins allgemeine System eingespeist werden. "Wir überprüfen die Flächen der Stadt und aller Töchter, in wie weit sie für regenerative Energie genutzt werden können", beschrieb der Oberbürgermeister den nächsten Schritt.

Projekthaus ergänzt das Hauptgebäude Amprion

Auf Phoenix-West entsteht gegenüber der Zentrale derzeit ein Projekthaus des Strombetreibers Amprion für 680 Beschäftigte. Anfang 2023 soll es bezugsfertig sein. Nachhaltigkeit ist der Schwerpunkt der Planungs- und Bauphase: Die Dachfläche und die Innenhöfe werden begrünt, Energie kommt überwiegend über Erdwärme und eine Photovoltaikanlage. Es wird Ladestationen für Autos und E-Räder geben. Oberbürgermeister Westphal legte mit CEO Dr. Hans-Jürgen Brick den Grundstein. Brick sprach davon, in Deutschland den Weg zur Klimaneutralität durch nachhaltigen Strom möglich zu machen: "Entwickelt, geplant und umgesetzt durch ein junges, motiviertes Team im Projekthaus. Die Energiewende ist gewissermaßen auch 'Made in Dortmund'. Darauf sind wir stolz." Oberbürgermeister Westphal in seinem Grußwort: "Wer Klimapolitik betreiben will, muss verstehen, dass das gesamte System der bisherigen Energiepolitik geändert werden muss. Es müssen Netze gebaut werden, die den geänderten Anforderungen an dezentraler Infrastruktur, an Flexibilität im Netz Stand halten. Mit den Ausstiegsbeschlüssen geht es erst richtig los." Klimapolitik müsse, davon ist Westphal überzeugt, Innovations- und Technologiepolitik sein: "Dann entstehen auch Arbeitsplätze und Perspektiven für die Menschen."

Bilderstrecke: Sommertour 2021 - "Dortmund schafft Umweltqualität und Arbeit durch Klimaschutz"

Oberbürgermeister Westphal und andere auf einer mobilen Treppe am Airport. 5 Bilder
Die E-Treppe kann mobil auf dem Rollfeld bewegt werden. OB Westphal drehte eine Runde.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Photovoltaik auf dem Dach des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums

Im Anschluss besuchte Westphal das Käthe-Kollwitz-Gymnasium mit seiner Photovoltaikanlage. Im Jahr 2000 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft gesetzt. Es besagt, dass bis spätestens 2050 der komplette Strombedarf in Deutschland aus treibhausgasneutralen Energiequellen gedeckt wird. Der damals gegründete Solarfonds Dortmund e.V. investierte in regenerative Energien. Dafür sammelte der Verein Gelder von Dortmunder*innen, um etwa die Photovoltaikanlage des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums zu bauen. Sie wurde ebenfalls 2000 gebaut und ist eine der ersten in Dortmund. Die Anlage hat rund 100 Quadratmeter Fläche und produziert rund neuneinhalbtausend Kilowattstunden – das entspricht dem Stromverbrauch eines Einfamilienhauses. Nun läuft sie aus der EEG-Förderung aus. Die Überlegung ist, den weiterhin produzierten Strom für das Gymnasium zu nutzen, der zurzeit an den Netzbetreiber abgegeben wird. Westphal dazu: "Die Idee mit privaten Investoren zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen auf Dortmunds Dächern wollen wir mit der Sparkasse und dem gemeinsamen Dortmundfonds wieder aufgreifen. Von Dortmund für Dortmund, für unser Klima." Heike Heim, Geschäftsführerin DEW21 bestätigt: "Photovoltaik lohnt insbesondere auf kommunalen Dächern. Kitas und Schulen stehen dabei ganz weit vorne. Wir schauen zum einen auf die Anlagen, die gerade aus der EEG-Förderung auslaufen und wie sie weiterhin wirtschaftlich zu betreiben sind, zum anderen schauen wir auf neu zu erschließende Anlagen im Rahmen des Dortmundfonds."

Im Gespräch bei der DEW21

Am Abend traf sich Oberbürgermeister Westphal zu einer Diskussionsrunde in den Räumen der DEW21 zum Thema "Wasserstoff als Baustein der kommunalen Energiezukunft". Mit dabei waren, neben Gastgeberin Heike Heim, Expert*innen aus Energiewirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, die die Potentiale von Wasserstoff in der kommunalen Anwendung und mit besonderem Fokus auf den Innovationsstandort Dortmund beleuchteten. Die wesentlichen Fragestellungen drehten sich um ein mögliches Alleinstellungsmerkmal einer Dortmunder Wasserstoffstrategie genauso wie um Fragen nach regionalen Wertschöpfungsketten und Marktrollen in der Wasserstoffwirtschaft sowie um die Potentiale, die in Dortmund und der umliegenden Region in diesem Technologiefeld existieren. Die Diskussion diente der ersten inhaltlichen Vorbereitung einer für das vierte Quartal geplanten kommunalen Wasserstoffkonferenz in Dortmund.

Text: Gaye Suse Kromer, Dr. Jan Fritz Rettberg ("Im Gespräch bei der DEW")

Hintergrund

Oberbürgermeister Thomas Westphal nutzt im Sommer 2021 die Zeit ohne Gremiensitzungen, um mit möglichst vielen Bürger*innen in den zwölf Dortmunder Stadtbezirken ins Gespräch zu kommen. Er spricht mit Kindern und Jugendlichen, mit Unternehmer*innen, Vertreter*innen des Einzelhandels in den Vororten oder auch mit Lehrer*innen und Auszubildenden. Westphal besucht in Dortmund - der Großstadt der Nachbarn - Sport- und Kleingarten-Vereine und lässt sich innovative unternehmerische Ideen vorstellen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.