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Hörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Michael Odenwaeller

Stadtentwässerung

Heisterbach in Hörde wird zugunsten von Fröschen und Co. naturnah umgebaut

Nachricht vom 16.02.2022

Die Stadtentwässerung Dortmund begann Mitte Februar damit, den Heisterbach im Stadtbezirk Hörde naturnah umzugestalten. Wenn alles nach Plan läuft, kann das Projekt noch im Dezember baulich abgeschlossen werden.

Die Stadtentwässerung Dortmund will den Heisterbach in Dortmund Wichlinghofen / Niederhofen zwischen dem Zufluss des Vinklöther Baches im Süden und der Ausmündung in den Marksbach auf einer Länge von circa 1.600 m nach ökologischen Gesichtspunkten naturnah umgestalten.
Hintergrund für dieses Vorhaben sind die bundesweite Rahmengesetzgebung im Wasserrecht und die Europäischen Wasserrahmenrichtlinien - sie geben Eigentümer*innen von Gewässern auf, nicht ausgebaute Gewässer soweit wie möglich wieder in einen naturnahen Zustand zurückzuführen.

Hilfe für den Bach

Zurzeit stellt sich der Heisterbach in Hörde als ein technisch ausgebautes offenes Gerinne mit mehreren Sohlabstürzen dar. Durch ungedrosselte Regenwassereinleitungen aus dem Kanalnetz können hier stoßartige Belastungen für den Bach auftreten.

Neben umfangreichen Bodenbewegungen ist vorgesehen, Einbauten im Gewässerbett zu entnehmen und insgesamt drei Durchlassbauwerke für den Heisterbach und Ellerberggraben zu bauen. Der Schwerpunkt liegt hier auf einer natürlichen Entwicklung des Gewässerquerschnittes und des Uferrandstreifens. Das Aktivieren natürlicher Rückhalteräume, die Herstellung einer 120 m langen kaskadenförmigen Rückhaltemulde entlang der Straße "Am Heisterbach" sowie der künftige leicht schlingenförmige Verlauf (mäandrierender Fluß) werden den Hochwasserschutz verbessern.

Lebensraum für Frösche und Co.

Dr. Christian Falk, technischer Eigenbetriebsleiter der Stadtentwässerung, unterstreicht die Bedeutung der Maßnahme für die wasserbewusste Stadtentwicklung: "Gerade die Maßnahme an kleineren Gewässern Dortmunds und deren naturnaher Umgestaltung liefern eine bedeutenden Beitrag für das Kleinklima, für den Hochwasserschutz und damit für die Klimaresilienz der Stadt".

Das gesamte Projekt wird auf Grundlage der landschaftspflegerischen Begleitplanung mit entsprechend standortgerechten heimischen Bäumen und Sträuchern bepflanzt, die den natürlichen Entwicklungsprozess unterstützen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.