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Hörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Michael Odenwaeller

Umwelt

Weltwassertag stellt die kostbare Ressource Wasser ins Rampenlicht

Nachricht vom 22.03.2022

Manchmal werden Dinge für selbstverständlich gehalten, obwohl sie unverzichtbar sind. So ist es auch mit der Ressource Wasser, an die am alljährlichen Weltwassertag besonders gedacht wird. Auch in Dortmund bekommt die Ressource Wasser viel Aufmerksamkeit.

Sperling am Brunnen

Leben ohne Wasser wäre unmöglich
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): www.stock.adobe.com / C. Schüßler

Die Stadt Dortmund ist Teil der Zukunftsinitiative Klima.Werk, die 2014 als Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen" gegründet wurde. Das gemeinsame Ziel des Netzwerks der 16 Emscher-Kommunen und der Emschergenossenschaft: Die städtischen Infrastrukturen klimarobust umzubauen, für mehr Grün zu sorgen und Wasser mehr Raum zu geben. Das ist eine Antwort auf Folgen des Klimawandels, die sich in Form von Hitze- und Dürreperioden oder Starkregen bemerkbar machen und die die Lebensqualität von Bürger*innen im dicht besiedelten Ruhrgebiet beeinträchtigen.

Regenwasser besser speichern

Wie wichtig Vorsorge ist, hat nicht zuletzt das verheerende Hochwasser im Juli 2021 in NRW und Rheinland-Pfalz gezeigt. Das Klima.Werk treibt den blau-grünen Umbau mit Maßnahmen voran, die dem Prinzip der Schwammstadt und einer wasserbewussten Stadtentwicklung folgen: Regenwasser soll zurückgehalten und gespeichert werden, versickern, verdunsten und nicht in der Kanalisation landen. Das entlastet das Abwassersystem und hat gleichzeitig positive Effekte auf das Mikroklima in Stadtvierteln.

Wenn sauberes Regenwasser nicht durch den Gully und die Kanalisation in die Kläranlage abfließt, sondern vor Ort gespeichert wird, kann es den natürlichen Wasserkreislauf stärken, kann der Bewässerung von Pflanzen und Straßenbäumen dienen, Gewässerflächen speisen, so über Verdunstung für Kühlung sorgen oder ins Grundwasser gehen.

Um diese positiven Effekte zu erreichen, steht der Zukunftsinitiative Klima.Werk ein Bündel an Maßnahmen zur Verfügung: Dächer und Fassaden begrünen, Flächen entsiegeln (zum Beispiel Parkplätze), Versickerungs- und Rückhalteflächen für Regenwasser schaffen, unterirdische Speicher bauen (Rigolen), Gebäudeentwässerung (z.B. Dachflächen) von der Kanalisation abkoppeln, Gewässerläufe renaturieren.

Heisterbach in Hörde ist tolles Beispiel

Ein Beispiel der nachhaltigen Wasserwirtschaft in Dortmund ist die derzeit laufende naturnahe Umgestaltung des Heisterbachs südlich von Dortmund-Hörde. Ein ehemals begradigtes und technisch ausgebautes Gewässer wird jetzt naturnah. Auf einer Länge von rund 1.600 Metern mit Baukosten von etwa 1,5 Millionen Euro wird ein mäanderndes Gewässer geschaffen, das durch ein breiteres Profil und kaskadenartige Sohlsprünge den Abfluss vergleichmäßigt und Hochwasserabflussspitzen reduziert. Der natürliche Wasserkreislauf wird signifikant gestärkt.

Ein anderes Beispiel ist die Abkopplung der Topasstraße: Das auf der Straßenfläche anfallende Niederschlagswasser wird über oberirdisch im Straßenraum geführte Rinnen in ein Regenrückhaltebecken geleitet, bevor es in den angrenzenden Lohbach eingeleitet wird. Damit gelangt das saubere Regenwasser nicht mehr in die Mischwasserkanalisation.

Ressource Wasser muss geschützt werden

Insgesamt 16 Emscher-Kommunen sowie die Emschergenossenschaft engagieren sich seit 2014 in der Zukunftsinitiative für einen bewussten Umgang mit der wichtigen Ressource Regenwasser. Der Erfolg des Netzwerks basiert auf langjähriger Kooperation, dem Wissensaustausch und der gemeinsamen Umsetzung vielfältiger Projekte und Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.

Zum Thema

Dortmund ist als eine von 16 Städten Teil der Zukunftsinitiative Klima.Werk. Zusammen mit der Emschergenossenschaft arbeiten sie daran, die Region stark im Kampf gegen den Klimawandel aufzustellen.

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Kooperationsprojekt unter Beteiligung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.