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Umwelt

Stadt Dortmund verstärkt die Überflutungs- und Hochwasservorsorge

Nachricht vom 22.03.2022

Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit Wasserwirtschaftsverbänden, Politik, Unternehmen, Bürger*innen, Initiativen und den Aufsichtsbehörden schon viel erreicht, um die Überflutungs- und Hochwasservorsorge im Stadtgebiet zu verbessern. Doch es bleibt noch einiges zu tun.

Regen

Starkregen ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Unsplash / Max Rovensky

Besondere Ereignisse wie die Regenflut im Sommer 2021 in Dortmund und insbesondere in anderen NRW-Gemeinden zeigen, wie wichtig es ist, eine Kommune noch widerstandsfähiger gegenüber Überflutung und Hochwasser zu gestalten. Die Aktivitäten der Stadtverwaltung zu dem Thema sind daher kontinuierlich zu reflektieren und bei Bedarf zu optimieren.

Daher hat der Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung am Dienstag, 22. März, beschlossen, dass ein Handlungskonzept mit geeigneten Vorgehensweisen und notwendigen Maßnahmen aufgestellt wird. Das Konzept soll aufbauen auf vorhandenen Grundlagen wie die online verfügbare Starkregengefahrenkarte und auf den bereits in der Stadt etablierten Maßnahmen zur Überflutungs- und Hochwasservorsorge.

Baudezernent Arnulf Rybicki erläuterte am Dienstag: "Es gibt schon zahlreiche Bausteine, die zur Vorsorge aufgestellt wurden, zum Beispiel das systematische Anlegen von Regenrückhaltebecken in Neubaugebieten." Dennoch sei wichtig, hier jetzt weiterzumachen. "Wenn eine Anlage bei Starkregen voll ist, bildet sich ein Rückstau etwa auch auf private Grundstücke. Ein Hochwasserereignis wie wir es 2021 hatten, wird nicht vollständig unter die Erde zu bringen sein. Systematische Vorsorge ist also wichtig."

Arbeitsgruppe setzt sich mit Szenarien auseinander

Neue Handlungsfelder gibt es in der Informationsvorsorge, der kommunalen Flächenvorsorge, der Konzeption kommunaler baulicher Maßnahmen, bei den Verwaltungsverfahren zu externen Baumaßnahmen sowie in Sachen Krisenmanagement bei Starkregen.

Eine Arbeitsgruppe Hochwasser/Überflutung, die nach dem Regenflut-Ereignis im Sommer 2021 gebildet wurde, hat sich bereits intensiv mit dem Thema befasst und Szenarien und Schutzziele erarbeitet, die Grundlage des Konzeptes werden sollen, dessen Details nun erarbeitet werden müssen. Beteiligt waren Stadtentwässerung, Umweltamt, Feuerwehr, Liegenschaftsamt, Tiefbauamt, Grünflächenamt, Stadtplanungs- und Baurordnungsamt sowie externe Partner*innen von Donetz, Emschergenossenschaft & Lippeverband und der Ruhrverband.

Grundsätzlich soll unterschieden werden zwischen der Überflutungs- und der Hochwasservorsorge: Zur Überflutungsvorsorge zählen bauliche, betriebliche und/oder organisatorische Maßnahmen, um bei Starkregen das Risiko durch Oberflächenabfluss zu senken. Die Hochwasservorsorge bezieht sich auf Maßnahmen, um das Risiko durch Hochwasser aus Fließgewässern zu senken.

Beratung für Bürger*innen geplant

Bei der kommunalen Flächenvorsorge soll diese Vorsorge noch stärker berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für neue Bebauungspläne, Baugenehmigungsverfahren, Stadtumbaumaßnahmen oder Integrierte Stadtentwicklungskonzepte. Auch die Ermittlung von Flächenpotentialen für Retentionsräume, Notwasserwege, Notentlastungen aus Gewässern und Festlegung von Tabuflächen für Bebauung soll noch stärker in den Blick genommen werden.

Das Handlungskonzept, das der Verwaltungsvorstand jetzt auf den Weg gebracht hat, soll auch eine Informations- und Beratungsoffensive vorbereiten, um die Bevölkerung nicht nur aufzuklären, sondern auch konkret zu unterstützen. Oberbürgermeister Thomas Westphal betonte am Dienstag, 22. März, dass der Hochwasserschutz die Stadt in den nächsten Jahren begleiten werde. "Wir wollen die Auswirkungen auf die Bevölkerung so minimal wie möglich halten." Rybicki ergänzte: "Wir stehen nicht am Anfang, sondern weiten aus: Wenn die Emscher-Umbauten nicht so stattgefunden hätten wie sie es haben, dann wäre die Hochwasserkatastrophe 2021 in Dortmund völlig anders ausgegangen."

Zum Thema

Die Stadtentwässerung ist zentrale Ansprechpartnerin, wenn es zu Problemen mit Niederschlags- oder Abwasser kommt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.