PHOENIX Halle

Hörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Michael Odenwaeller

Verkehrsversuch in Hörde

Stadt Dortmund unterbindet die Durchfahrt der Phoenixseestraße für Autos

Nachricht vom 12.04.2022

Um den Verkehr zu beruhigen, plant die Stadt Dortmund die Durchfahrt der Phoenixseestraße für den Autoverkehr zu unterbinden und zwei Wendeanlagen zu bauen. So soll der Fußverkehr profitieren. Für den Radverkehr bleibt die Durchfahrt frei.

Grafik zeigt die Lage der Betonblöcke

Grafik zeigt die Lage der Betonblöcke
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Das Tiefbauamt plant zur Verkehrsberuhigung die Unterbindung der Durchfahrt der Phoenixseestraße für den Autoverkehr und den Bau von zwei Wendeanlagen in Höhe der Gebäude 6 und 8. Zunächst muss aber eine politische Beschlussfassung der zuständigen Bezirksvertretung Dortmund Hörde erfolgen. Im Anschluss ist eine straßenrechtliche Teileinziehung für die dauerhafte Umsetzung der Maßnahme erforderlich.

Vorab soll als "Testlauf" ein Provisorium installiert werden – und das noch in dieser Woche. Der Testlauf, eine Art Verkehrsversuch, wird dazu führen, dass die Anwohner*innen noch vor den anstehenden Ostertagen mit Entlastung rechnen können.

Ausgangslage

Die parallel zum Phoenix See verlaufende Phoenixseestraße weist – vor allem bei schönem Wetter – eine sehr hohe Attraktivität für die Raser- und Poserszene auf. Der gerade Straßenverlauf lädt nicht nur zum schnelleren Fahren ein, sondern offenbar auch zum zur Schau stellen des eigenen Pkws.

Die Polizei versuchte in den vergangenen Jahren durch mehr Präsenz und wiederkehrende Einsätze an Wochenenden die Aktivitäten der Szene zu unterbinden. Dies hatte jedoch nur zu einer Verlagerung der Szene vom Phoenix See zum Wall bzw. andersherum geführt.

Bauliche Lösung nochmal optimiert

Nun wird eine bauliche Lösung für die Phoenixseestraße angestrebt, die den Durchgangsverkehr auf der Phoenixseestraße zukünftig unterbinden soll.

Diese Lösung wurde erstmalig bei dem Bürger*innen-Dialog am 19. August 2021vorgestellt. Die dort präsentierte Idee sah zunächst vor, die Wendeanlagen in Höhe der Gebäude Phoenixseestraße Nr. 5 und 6 zu bauen. Nach weitergehenden Abstimmungen und der Konkretisierung der Planung wurde die Lage etwas in Richtung Osten verschoben, da ansonsten die bedarfsgerechte und gebäudeübergreifende Nutzung der beiden direkt angrenzenden Wohnkomplexe eingeschränkt worden wäre.

Die neue Planung sieht vor, dass zwischen den Gebäuden 6 und 8 die Fahrbahn auf Gehwegniveau angehoben und durch zwei Pflanzbeete eingerahmt werden soll. Dadurch wird die durchgängige Befahrbarkeit der Phoenixseestraße unterbunden. Um das Wenden von Kraftfahrzeugen (PKW, Müllfahrzeug etc.) sicherzustellen, soll jeweils westlich und östlich des neuen durchgängigen Gehwegs eine Wendeanlage gebaut werden. Für die endgültige Lösung müssen auch die vorhandenen Baumscheiben versetzt werden.

Testfahrten mit einem Fahrzeug der EDG haben gezeigt, dass auch die Lösung des Verkehrsversuchs bereits umsetzbar ist. Die Planung wurde mit der Feuerwehr und der Polizei vorab abgestimmt. Der Bezirksvertretung Hörde wurde die Planung ebenfalls vorab zur Kenntnis gegeben.

Fußverkehr wird profitieren

Die gewählte bauliche Lösung sorgt nicht nur für die Unterbindung des Durchgangsverkehrs, sie schafft auch Vorteile für den Fußverkehr. Denn der heutige Gehweg von der Herrmannstraße in Richtung Phoenix See wird derzeit durch die Phoenixseestraße unterbrochen. Mit dem Umbau und der Anhebung der Fahrbahn wird eine durchgängige sowie höhengleiche Verbindung sichergestellt.

Durchfahrt frei für den Radverkehr

Radfahrende sollen durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt werden – sie werden mit Hilfe von Rampen über das Plateau geführt und werden so die Phoenixseestraße auch weiterhin durchgängig befahren können.

Auch die Parkhäuser werden weiterhin gut erreichbar sein.

Vorbereitungen für den Verkehrsversuch laufen schon

Die ersten Hinweisschilder werden bereits Anfang dieser Woche aufgestellt. Die Anliegenden werden seit heute über Hauswurfsendungen informiert.

Am Donnerstag, 14. April, wird der Bereich provisorisch mit Betonblöcken abgesperrt, der Verkehrsversuch geht damit an den Start. Sollten sich aus dem Versuch weitere oder neue Erkenntnisse ergeben, können diese noch einfließen in die weitere Planung der baulichen Lösung.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.