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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Michael Odenwaeller

Freizeit

Studierende unterstützen Planungen für einen neuen Steg im Botanischen Garten Rombergpark

Nachricht vom 29.07.2022

Im Botanischen Garten Rombergpark soll zukünftig ein zirka 100 Meter langer Steg den Bereich der Moorkate mit dem Amphitheater barrierefrei erschließen. Ausgangspunkt für die geplante nachhaltige Konstruktion wird die Dünenlandschaft sein. Vier Studierende der TU Dortmund haben dazu Ideen entwickelt, die sie am Mittwoch, 27. Juli, vorgestellt haben.

Neuer Steg Botanischer Garten Rombergpark

Studierende der TU Dortmund präsentierten ihre Planungen direkt im Botanischen Garten an der Moorkate.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Die Studierenden der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund haben ihre Ideen und Planungen für eine Stegkonstruktion in der Moor-Heidelandschaft im Botanischen Garten Rombergpark öffentlich vorgestellt. Nicht nur der neue Steg soll barrierefrei sein. Geplant ist außerdem, dass alle Wege durch die Dünenlandschaft barrierefrei befestigt werden.

Nachhaltigkeit fließt in Planungen ein

Die Studierenden der Fakultät waren eingeladen, im Rahmen einer Semesterarbeit in Zweierteams Ideen zu entwickeln und auch Modelle anzufertigen. Bei der Aufgabenstellung stand die Nachhaltigkeit der Konstruktion im Vordergrund. Vorhandene natürliche Materialien, die Geländeformation und der Baumbestand sollten integriert werden. Begleitet wurden die Studierenden von ihren Dozenten Jun.-Prof. Anne Hangebruch vom Institut für Massive Baukonstruktion und Prof. Dr. Ingo Münch vom Institut für Baumechanik, Statik und Dynamik.

Neuer Steg Botanischer Garten Rombergpark

Der neue Steg hat seinen Ausgangspunkt an der Dünenlandschaft.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Sehr dynamisch und abwechslungsreich gestaltete sich auch das öffentliche Kolloquium der Abschlussarbeiten: die angehenden Architekt*innen und Bauingenieur*innen präsentieren spannende, hochkreative und innovative Ideen.

Um den Aspekten des nachhaltigen Bauens und der Minimierung des Bodeneingriffs gerecht zu werden, lag ein Fokus auf modernen Konstruktionsweisen und der Vermeidung bzw. Reduzierung von Fundamenten und Ständerwerken aus Stahl.

Dazu könnten die lebenden Bäume wie zum Beispiel die Waldkiefern genutzt werden - ohne dabei geschädigt zu werden. Hochmoderne Edelstahlanker können in die Holzkörper implantiert werden und leiten die Traglasten damit über die Stämme ab. Auch Stroh mit Lehmverputz als Fundament diskutierte die Runde der Studierenden und der Zuhörer*innen angeregt.

Geldpreise für Entwürfe

Die Entwürfe und Ideen wurden zur Überraschung der Studierenden anschließend mit Geldpreisen honoriert. Dabei gab es keine Verlierer, weil aus allen vier Entwürfen Gestaltungs- und Konstruktionsideen in die weiteren Planungen einfließen sollen. Geht es nach den Wünschen des Botanischen Gartens und seiner Besucher*innen, dann werden die Ideen bereits Ende 2023 realisiert und nutzbar sein.

Das freut dann insbesondere die Besucher*innen mit Kinderwagen, Rollstühlen und Rollatoren. Die natürlichen Sandwege in der Moorheidelandschaft sind für diese Zielgruppe bisher oft ein Hindernis. Somit dient der Steg auch der Inklusion und Teilhabe.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.