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Bezirksverwaltungsstelle Hombruch mit Brunnen "Glückquelle"

Hörde

Bild: Dagny E. Klemm

Projekte StadtbezirksMarketing Hörde 2016

Der Stadtbezirk Hörde hat 2016 insgesamt 17 Projekte aufgelegt, für 12 von ihnen konnten Drittmittel eingeworben werden.

Als herausragende Beispiele sind zu nennen:

"Erntemarkt 2016"

Das Familienfest im Herbst entstand vor vielen Jahren in Kooperation mit der evangelischen Kirche in Hörde. Rund um die Lutherkirche feierte man dort einen Erntedankmarkt und die Gewerbetreibenden in Hörde erweiterten diesen zu einem gemeinschaftlichen Fest in der gesamten Altstadt und der Fußgängerzone.

Rund 10.000 Besucherinnen und Besucher erfreuten sich am dargebotenen mittelalterlichen Handwerk eines Schmiedes und der Seilmacher und die Kinder hatten Spaß im wahrscheinlich kleinsten Riesenrad der Welt, das von Hand betrieben wird.

Eine historische Kutsche beförderte alle Mitfahrenden von der Lutherkirche ins Hörder Zentrum an der Schlanken Mathilde.

Man konnte Wollschweine, Hühner und Gänse in ihren Gattern, mitten in der Fußgängerzone, bestaunen und die Hörder Stadtgründer Konrad von der Mark und Elisabeth von Kleve wurden im Rahmen eines Schauspiels wieder lebendig und verlasen die Stadtrechte auf dem Platz an der Schlanken Mathilde.

Traditionell ist der Erntemarkt das größte und beliebteste Familienfest in Hörde, das Gewerbe beteiligt sich jedes Jahr mit einem verkaufsoffenen Sonntag daran und das Stadtbezirksmarketing Hörde unterstützt diese Veranstaltung ebenfalls regelmäßig.

"Wir-am-Hörder-Neumarkt"

Vor über 10 Jahren schlossen sich Anwohnerinnen und Anwohner des Hörder Neumarkts zusammen, um die Lebensqualität und das Image des Quartiers aufzuwerten. Mit Hilfe der Bezirksvertretung und Teilen der städtischen Verwaltung gelang es der „IG Hörder Neumarkt“, den Platz mit Spielgeräten, gepflegten Baumscheiben und Sitzgelegenheiten zu verbessern.

Aus der Interessengemeinschaft ging der Verein "Wir-am-Hörder-Neumarkt" hervor.

Zuletzt wurde vom Verein eine nicht genutzte ehemalige Kneipe (Haus Rode) zu einem Treff und kleinem Kulturhaus umgebaut, in dem aktuell regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.

Livemusik, Lesungen und Vorträge gehören zum Repertoire des Haus Rode.

Zudem wird jährlich wiederkehrend das Hörder Neumarktfest durchgeführt und erstmalig wurde der Platz im September mit einem "mittelalterlichen Spektakel" belebt. Das Stadtbezirksmarketing Hörde förderte auch in 2016 das Fest und verschiedene Veranstaltungen, um das vorhandene bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen.

Inzwischen kann man von einem Erfolgsmodell in Sachen Quartiersaufwertung durch Bürgerinnen und Bürger sprechen.

Skulpturenpfad am PHOENIX See

Auch die Kunst im öffentlichen Raum wurde gefördert.

Der Verein "Schlanke Mathilde e.V." hatte die Idee entwickelt, im östlichen Bereich des Sees, am Kaiserberg, drei Kunstwerke aufzustellen.

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbes beteiligten sich namhafte Künstlerinnen und Künstler an der Ausschreibung. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte anschließend die Gewinnerentwürfe aus.

Am 04. September 2016 übergab Oberbürgermeister Ullrich Sierau diese Skulpturen im Rahmen eines offiziellen Festaktes der Dortmunder Öffentlichkeit.

Die Übergabe der Kunstwerke stieß auf breites Interesse und mehrere hundert Menschen hörten danach den inhaltlichen Erklärungen zur Kunst von Herrn Wolfgang Weick zu.

Projekt Onlinehandel "der die do"

In Kooperation mit und unter Federführung der Wirtschaftsförderung Dortmund ging am 1. Mai 2016 der Online Marktplatz für Dortmund, "der die do – Der Handel. Die Produkte. Dortmund hat´s", an den Start.

Ziel ist es, den Händlerinnen und Händlern in Dortmund eine Online Plattform zu bieten, um die eigenen Produkte im Netz platzieren und vermarkten zu können.

Dieses stadtweite Projekt richtet sich an alle interessierten Händler, die nicht nur über die Konkurrenz im Netz schimpfen, sondern die sich auch aktiv selbst einbringen wollen. Durch gemeinsame Qualifizierung-Workshops wurden die Händler für den Onlinehandel fit gemacht sowie der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung miteinander gefördert.

Dortmunder Geschäftsleute wurden und werden auch weiterhin von einem beauftragten Büro angesprochen und über die Details zur Teilnahme am Online Marktplatz informiert.

Es wäre wünschenswert, wenn weitere Gewerbetreibende sich überzeugen lassen würden, daran teilzunehmen und ihr Angebot in der digitalen Welt zu präsentieren.

Baumpflanzung Amnesty International

Es wurden die fehlenden Kosten für die Pflanzung eines Korbinian-Apfelbaumes übernommen.

Amnesty International ist es zu verdanken, dass Dortmund ein weiteres Zeichen für seine Haltung für Frieden und gegen Rassismus setzt: ein Menschenrechtsdenkmal, bestehend aus einem frisch gepflanzten Apfelbaum und einem Stein, in den eine Tafel eingelassen ist.

Anlass ist die Gründung der ersten Schülergruppe in Dortmund vor 50 Jahren. Im Mai 1966 initiierte der 2008 verstorbene Religionslehrer Dr. Gerhard Niemöller eine solche Gruppe an seiner Schule, dem Helmholtz-Gymnasium, und war damit ein Vorreiter. Heute gibt es mehr als 80 Schülergruppen quer durch Deutschland. Der Baum und die Gedenktafel sollen jedes Jahr der Standort für eine Aktion mit einer anderen Dortmunder Schule sein.

Weitere Projekte im Stadtbezirk

Das sehr erfolgreiche Projekt der "Nette Toilette" wurde weitergeführt. Acht Kundentoiletten stehen den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin unentgeltlich zur Verfügung.

Der Verein "Ankommen e.V." wurde in seiner Integrationsarbeit mit Flüchtlingen, die eine eigene Wohnung beziehen und schon bezogen haben, unterstützt. Es wurden Werkzeugkoffer finanziert, um beispielsweise gespendete Möbel abzubauen und in den bezogenen Wohnungen wieder aufzubauen.

Unterstützt wurde auch das Projekt, möglichst alle jüdischen Grabstätten im Stadtgebiet (hier: jüdischer Friedhof Benninghofen) zu erfassen, die Inschriften auf den Grabsteinen zu übersetzen und eine entsprechende Dokumentation im Internet durch das Steinheim Institut für die Bürger zugänglich zu machen.

Die Gedenkstunde zur Pogromnacht im Bürgersaal wurde gefördert, das Clarenbergfest unterstützt und auch der Antrag des Heimatvereins fand Gehör, die Verlegung der Brammen an den See noch einmal positiv zu begleiten.

Durch ein kleines eigenes Kunstprojekt von zwei Künstlerinnen in einem leerstehenden Ladenlokal im Hörder Kern wurde die grandiose und international beachtete Emscherkunst der Emschergenossenschaft, die 2016 auch in Hörde beheimatet war, begleitend unterstützt.