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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Doris Tews

Sommertour

"Dortmund vertraut sich" - Dortmunder*innen schreiben Zusammenhalt groß

Nachricht vom 16.08.2021

Zur Halbzeit der Sommertour von OB Westphal ging es um die Dortmunder*innen persönlich, ihre Verbindung zueinander und das Leben in der Stadt. Der Weg führte von S-Bahn-Stationen weiter zu einer Kleingartenanlage - Westphal führte Thekengespräche und verlieh das Bundesverdienstkreuz.

Wie die Dortmunder*innen sich vertrauen, erlebte Thomas Westphal am vierten Tag seiner Sommertour Quelle: YouTube

Offen sein für Bürger*innen und ihre Sorgen, Problemlösungen und die Wünsche der Dortmunder*innen - das hat sich Oberbürgermeister Thomas Westphal auf die Fahnen geschrieben.

Nächster Halt S-Bahn-Station

Sicherheit und Sauberkeit machen Dortmund als Großstadt der Nachbarn lebenswert. Das gilt genauso für den Netzverkehr, den täglich tausende von Reisende nutzen: Sein erster Weg führte Westphal zu Jörg Seelmeyer, Bahnhofsmanager DB AG Bereich Dortmund.

Trotz des Streiks am Donnerstag, 12. August, konnten die beiden einige S-Bahn-Stationen auf ihre "Gästetauglichkeit" hin abklopfen. Eine der Stationen war die an der Universität, die täglich 15.000 Pendler*innen zählt.

Schilder zur Orientierung leiten ober- und unterirdisch weiter, auch auf die gesamte Pflege und Ordnung legt Seelmeyer viel Wert. Aufzüge sowie präparierte Handläufe sorgen für barrierefreie Zugänge - längst noch kein Standard bei allen DB-Stationen.

Westphal sah Nachbesserungsbedarf bei Licht und Farbe. An der Haltestation Dorstfeld Süd ist es darum zwar nicht schlecht bestellt, aber auch hier gibt es dunkle Ecken. OB Westphal sagte zu, über Licht und Farbe mit dem VRR zu sprechen.

Auszeichnung von drei Lebenswerken

Im Anschluss verlieh der Oberbürgermeister im Auftrag des Bundespräsidenten dem Dortmunder Wissenschaftler Prof. Dr. Rolf Kinne das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Engagement im wissenschaftlichen Bereich.

Wilhelm Hoffmeister, der sich gewerkschaftlich und gesellschaftspolitisch engagierte, erhielt posthum ebenfalls das Bundesverdienstkreuz am Bande. Er verstarb am 3. August.

Ingeborg Milde erhielt die Verdienstmedaille für ihre Leistungen im sportlichen und im kommunalpolitischen Bereich. Westphal hob hervor: "Alle drei engagieren und engagierten sich auf unterschiedlichen Feldern, trotzdem haben sie eines gemeinsam: Sie haben sich für das Gedeihen dieser Stadt eingesetzt!"

Zu Besuch im Gartenverein Löttringhausen

Nachmittags ging es zur Kleingartenanlage Löttringhausen, die vor genau 45 Jahren gegründet wurde. 107 Einzelgärten liegen idyllisch zwischen Feldern und Koppeln. Westphal nahm sich Zeit für Gespräch "über'n Zaun". Getränke und einen Beutel Saatgut gab es für die Vereinsmitglieder dazu.

13 Gärten gehören noch den Erstbesitzer*innen, gut 30 Menschen stehen auf der Warteliste für einen Garten in Löttringhausen – ein sehr gutes Zeichen für die hervorragende Atmosphäre und innige Verbundenheit der Vereinsmitglieder.

Das schätzen alle, mit denen der Oberbürgermeister sprach. Alle packen überall an: "Das ist doch selbstverständlich", bestätigte eine Dame, die mit ihrem Mann gerade die Hecke für den Nachbarn im Rollstuhl schnitt.

Abendrunde im Bürgerkrug

Zum Abend hin wurde es im Asselner Bürgerkrug gemütlich. Menschen vor Ort nutzten die Gelegenheit, bei einem Getränk mit dem Oberbürgermeister über ihre Anliegen zu sprechen.

Die Runde war bunt gemischt, unter anderem dabei war eine Friseurmeisterin, die ihren Salon inmitten von Asseln betreibt, eine Sonderpädagogin, die vor zwei Jahren mit ihrem Mann ihr Haus hier gebaut hat, eine Dortmunderin, die schon seit 81 Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Asseln gefunden hat.

Auch eine Dortmunderin mit marokkanischen Bezügen war darunter, deren Kinder wie Enkel für eine (Brackeler) Nachbarin sind.

So bunt wie die Runde, waren auch die Gespräche. Natürlich war das Hochwasser ein großes Thema – ein Unglück, das viele Bürger*innen traf, aber, wie ein Dortmunder in der Runde anmerkte, es ergab sich auch Positives daraus: "Durch die gegenseitige Hilfe grüßen sich heute Menschen, die sich vorher nicht kannten."

Text: Gaye Suse Kromer

Bilderstrecke: Sommertour 2021 - "Dortmund vertraut sich"

Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer zeigte Oberbürgermeister Thomas Westphal die derzeitige Situation an den S-Bahn-Haltestellen Dortmunds auf. Die großen Themen für die Zukunft: Sauberkeit, Sicherheit, Gestaltung. 6 Bilder
Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer zeigte Oberbürgermeister Thomas Westphal die derzeitige Situation an den S-Bahn-Haltestellen Dortmunds auf. Die großen Themen für die Zukunft: Sauberkeit, Sicherheit, Gestaltung.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Kira Hibbeln

Hintergrund

Oberbürgermeister Thomas Westphal nutzt im Sommer 2021 die Zeit ohne Gremiensitzungen, um mit möglichst vielen Bürger*innen in den zwölf Dortmunder Stadtbezirken ins Gespräch zu kommen. Er spricht mit Kindern und Jugendlichen, mit Unternehmer*innen, Vertreter*innen des Einzelhandels in den Vororten oder auch mit Lehrer*innen und Auszubildenden. Westphal besucht in Dortmund - der Großstadt der Nachbarn - Sport- und Kleingarten-Vereine und lässt sich innovative unternehmerische Ideen vorstellen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.