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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Doris Tews

Sommertour

OB Westphal nimmt Digitalisierung in den Blick: "Dortmund wird einfacher"

Nachricht vom 20.08.2021

Am sechsten Tag der Sommertour von Oberbürgermeister Thomas Westphal stand alles im Zeichen von Digitalisierung, Vernetzung und Zukunftstechnologien. Der OB besuchte u.a. Unternehmer*innen in Dortmund, die innovative Lösungen für Themen des Alltags und Herausforderungen der Zukunft suchen.

Vernetzung und Digitalisierung - das Thema des sechsten Sommertour-Tages Quelle: YouTube

Dortmund soll einfacher werden, darauf zielt auch das Vorhaben Smart City. Oberbürgermeister Thomas Westphal bringt es auf den Punkt: "Bei der Digitalisierung dürfen wir eines nicht aus den Augen verlieren: Wofür machen wir das Ganze überhaupt? Städte sind dafür da, damit sich die Menschen wohlfühlen. Smart City bedeutet in diesem Zuge, dass das tägliche Umgehen mit ihrer Infrastruktur nicht komplizierter, sondern einfacher wird, Ressourcen geschont und das Klima geschützt wird."

Smarte Stadtbetriebe - moderne Technologie bei der EDG

Erster Stopp des Tages bei der Sommertour: die DOdata GmbH. Daten gewinnen im Zuge der Digitalisierung weiter an Bedeutung. Sie müssen gesammelt, ausgewertet, verknüpft und geschützt werden. Genau dafür hat die DEW21 DOdata als Tochterunternehmen gegründet.

Das Unternehmen versteht sich als DataHub und Dienstleister für die zukünftige Smart City Dortmund. Dabei verbindet das Unternehmen Sensorik, Datenerhebungen und -auswertungen und schafft so Lösungen, die das digitale Wirtschaften und Leben in Dortmund einfacher machen.

Dr. Fritz Rettberg, CIIO Stadt Dortmund und Sven Baumgarte, Geschäftsführer von DOdata, konkretisierten dieses Vorhaben anhand eines Beispiels: Sie arbeiten derzeit mit der Entsorgung Dortmund (EDG) daran, Altglascontainer mit Sensoren auszustatten. Diese Sensoren geben den Füllstand an, gleichzeitig werden diese Daten mit Wetterdaten abgeglichen. So können Abfuhrtouren anders geplant werden: Es finden keine unnötigen Abholungen mehr statt, wenn der Container nur halb gefüllt ist, außerdem wird eine Überfüllung vermieden. "Das spart Kosten, CO²-Emissionen und schont die Nerven der Bürger*innen, die nicht durch unnötigen Lärm gestört werden", erklärt Sven Baumgarte.

Smarter Verkehr: Elektrisch und emissionsfrei

Der nächste Stopp war in der Elisabeth-Straße beim Südwall: Dort besuchte OB Westphal einen NOX-Block-Laternenladepunkt. In Dortmund können schon an einigen solcher intelligenten Laternen E-Autos geladen werden. 320 sollen es bis September 2022 werden. Das passt genau in das Infrastrukturkonzept der Stadt: nachhaltig und emissionsarm.

Dieses Ziel kann nur durch Anreize und Angebote für Bürger*innen geschaffen werden, ist sich Thomas Westphal sicher: "Das Aufladen des E-Autos muss so einfach gehen wie an der Zapfsäule." Genau das bieten die intelligenten LaternenLadepunkte: Hier können E-Fahrzeuge mit bis zu elf Kilowatt geladen werden. Alles, was es dafür braucht, ist ein Standardladekabel mit Typ-II-Stecker. Zur Authentifizierung und Bezahlung kann eine Ladekarte mit RFID-Chip, eine App auf dem Smartphone oder Direct Payment verwendet werden.

Auch beim nächsten Stopp drehte sich alles um Ladestationen: Bei einem Gang durch die Produktionshalle der Compleo Charging Solutions AG, informierte sich Westphal über die Möglichkeiten der Ladetechnologien. Checrallah Kachouh, Gründer und Co-CEO sowie Jens Stolze, COO, führten durch die Produktionsstätte. Kachouh: "E-Mobilität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Bis 2040 gehen wir von einem jährlichen Bedarfszuwachs bei Ladesäulen von 35 Prozent aus." Compleo zeichnet sich dadurch aus, dass Wechsel- und Gleichstrom-Ladelösungen (AC/DC) angeboten werden. Während AC-Ladestationen bis zu 22 Kilowattstunden Leistung erbringen, können DC-Stationen mit über 22 Kilowatt laden. Das hängt damit zusammen, dass Wechselstrom für das Laden von E-Autos in Gleichstrom umgewandelt werden muss.

Smarte Technik: Dienstleistung Drohnenflug

Beim nächsten Treffen ging es für den Oberbürgermeister hoch hinaus: Die Unternehmer Matthias Hartmann und Oliver Weimann von der ImmoTech Plattform GmbH gaben mithilfe einer VR-Brille Einblick in ihre Arbeit. Das ImmoTech-Team inspiziert mithilfe von Scannern und Drohnen Immobilien für Eigentümer*innen, Grundstücks- und Gebäudeverwaltungen. Aus tausenden Fotos von Bauwerken generieren sie 3D-Modelle der Bauwerke – auch thermografische Aufnahmen sind möglich –, die per Virtual-Reality-Brille begangen werden können.

Genau das probierte Westphal aus: Mithilfe der VR-Brille inspizierte er das alte Hafenamt am Sunderweg aus allen Ecken und flog sogar auf das Dach: "Ganz schön hoch hier!", gab er lachend zu. Matthias Hartmann erklärte die Vorzüge ihrer Arbeit: "Diese Technik spart wahnsinnig viele Wege und ist risikoarm." Der Grund liegt auf der Hand: Immobilienexpert*innen müssen nicht mehr auf ein Dach steigen, um es etwa auf Schäden zu prüfen.

Smartes Netzwerk: Stadtgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung

Der letzte Stopp des Tages war das Smart Grid Technology Lab der TU Dortmund. In der Laborhalle Elektromobilität trafen Vertreter*innen aus Wirtschaft, Bürgerschaft, Wissenschaft und Verwaltung aufeinander und sprachen über die Herausforderungen der Smart City Dortmund. Eine lebhafte Diskussion entstand etwa dazu, wie Wirtschaft und Verwaltung besser verzahnt werden können, um den Komfort für Bürger*innen zu erhöhen. Den Abschluss des Tages machte der anschließende, informelle Austausch der Beteiligten bei Currywurst, Pommes und Getränken.

Text: Katharina Kavermann

Bilderstrecke: Sommertour 2021 - "Dortmund wird einfacher"

OB Westphal an einer Ladesäule von NOX-Block in der Dortmunder Innenstadt. 7 Bilder
Laden leicht gemacht? Eine NOX-Block-Ladelaterne wird von OB Thomas Westphal getestet.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Hintergrund

Oberbürgermeister Thomas Westphal nutzt im Sommer 2021 die Zeit ohne Gremiensitzungen, um mit möglichst vielen Bürger*innen in den zwölf Dortmunder Stadtbezirken ins Gespräch zu kommen. Er spricht mit Kindern und Jugendlichen, mit Unternehmer*innen, Vertreter*innen des Einzelhandels in den Vororten oder auch mit Lehrer*innen und Auszubildenden. Westphal besucht in Dortmund - der Großstadt der Nachbarn - Sport- und Kleingarten-Vereine und lässt sich innovative unternehmerische Ideen vorstellen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.