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Huckarde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): RTG/Ulf Philipowski

"nordwaerts"

Projekt plant App, die Bürger*innen an heißen Tagen helfen soll

Nachricht vom 21.04.2021

Das Projekt "iResilience" nimmt die lokale Klimavorsorge in den Blick und möchte eine Smartphone-App entwickeln, die Bürger*innen an besonders heißen Tagen "kühlere" Wege durch das Quartier zeigt. "iResilience" lädt zu einem ersten Brainstorming dazu am Donnerstag, 22. April, ein.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte und bei der Koordinierungsstelle "nordwärts" angesiedelte Projekt "iResilience" nimmt die lokale Klimavorsorge in den Blick. Konkret wurden im Hafenquartier mehrere Temperatursensoren installiert. Mit Hilfe der aus den Sensoren gewonnenen Messdaten wollen die Projektverantwortlichen eine Smartphone-App entwickeln, die Bürger*innen an besonders heißen Tagen "kühlere" Wege durch das Quartier zeigt. "iResilience" lädt nun zu einem ersten Brainstorming-Workshop zur Entwicklung der App sowie zur Information über die installierten Hitzesensoren ein.

Eigenes Verhalten anpassen

Flimmern auf dem Asphalt, stehende Luft in Straßenschluchten, drückende Hitze in Dachgeschosswohnungen - das sind keine Szenarien aus dem südlichen Raum Europas. Die Frühlings- und Sommermonate erreichen auch in Dortmund phasenweise extreme Zustände. Dies ist, neben den Konsequenzen für Ökologie und die gebaute Umwelt, vor allem ein Problem für die menschliche Gesundheit. Daher gilt es, im Anpassungsprozess an den Klimawandel nicht nur die Quartiere fit zu machen, sondern auch die Menschen dafür zu sensibilisieren, das eigene Verhalten in Hitzeperioden anzupassen.

Eine Möglichkeit der Verhaltensanpassung ist etwa das Meiden von Bereichen, die besonders stark von Hitze getroffen sind. Um in Echtzeit herauszufinden, welche Orte im Hafenquartier das genau sind, wurden auf Bestrebungen des Projektes mehrere Temperatursensoren an unterschiedlichen Orten angebracht. Durch die Sensorik möchte "iResilience" einen Beitrag zur Verknüpfung der gemessenen und der subjektiv gefühlten Temperatur leisten und aufzeigen, wie wichtig es ist, das eigene Verhalten im Umgang mit starker Hitze zu verbessern.

Um an heißen Tagen stark hitzebelastete Bereiche im Hafenquartier zu meiden, entwickelt das Projekt in Kooperation mit Akteur*innen aus dem Quartier eine App für das Smartphone, die es ermöglichen soll einen kühleren Weg durch das Hafenquartier zu nutzen. Dafür sind das Wissen und die Erfahrung von den Bürger*innen vor Ort gefragt und von großer Bedeutung.

Einladung zur ersten digitalen Veranstaltung

Das Projektteam lädt Interessierte zum Thema "Sensorik" und Entwicklung einer Hitze-App zu einer ersten digitalen Veranstaltung ein. Ziel soll es sein, über die Temperatursensoren und deren Messstandorte zu informieren und gemeinsam erste Ideen für die App zu entwickeln. Wie können die gemessenen Daten verständlich dargestellt werden? Welche Funktionen muss die Anwendung haben? Wie soll sie übersichtlich gestaltet werden?

Das Online-Treffen findet am Donnerstag, 22. April, von 15:30 bis 17:00 Uhr, über die Plattform Zoom statt. Alternativ kann sich auch per Telefon dazu geschaltet werden. Interessierte können sich per Mail unter dortmund@iresilience-klima.de zum Mitmachen anmelden und bekommen die Einwahldaten zugeschickt.

Zum Thema

Rückfragen beantwortet Ihnen Ann-Cathrin Welling, F.: (0231) 50-28 610 oder weitere Ansprechpersonen des Projektteams auf iresilience-klima.de.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.