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Innenstadt-Nord

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Freizeit

Grünflächenamt gestaltet Spielplätze in Holzen, Huckarde und der Nordstadt neu

Nachricht vom 22.12.2020

Das Grünflächenamt hat verschiedene Kinderspielplätze neu gestaltet. Eine der Anlagen ist komplett neu und umfasst auch noch einen Park. Planung, Ausschreibung und Bauleitung lagen beim Fachbereich "Grün und Freiraum" im Grünflächenamt.

Frisch gestaltete Spielplätze in Holzen, Huckarde und der Nordstadt - Spielplatz am Habichtweg

Spielplatz am Habichtweg
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Neues Konzept und neue Ausstattung für Kinderspielplatz Habichtweg

Der Spielplatz Habichtweg in Dortmund-Holzen war deutlich "in die Jahre gekommen". Seine Ausstattung war nicht mehr zeitgemäß, er hatte stark an Attraktivität verloren. Das Grünflächenamt bekam daher vom Jugendamt (Büro für Kinder- und Jugendinteressen) den Auftrag zur Planung und Umsetzung einer Neugestaltung.

Ursprünglich war vorgesehen, die vorhandenen Sandflächen lediglich mit neuen Spielgeräten auszustatten. Während der Planung stellte sich heraus, dass weitere Arbeiten nötig wurden. Die maroden, teerhaltigen Asphaltflächen sollten durch Pflaster ersetzt und die Klinkereinfassung der kleineren Sandfläche barrierefrei gestaltet werden. Eine kleine, schwer zu pflegende Rasenfläche sollte in ein Spielgebüsch mit zwei Bäumen zur Schatten- und Raumbildung umfunktioniert werden.

Rund 70.000 Euro wurden investiert, um die nötigen Arbeiten vom Fachbereich "Grün und Freiraum" des Grünflächenamtes zu planen und umsetzen zu lassen. Die Bezirksvertretung Hörde beteiligte sich mit 30.000 Euro am Budget.

Die Arbeiten am Kinderspielplatz Habichtweg fanden zwischen Ende August 2020 und Ende September 2020 statt und wurden von einer Fachfirma ausgeführt. Kleinere Mängel wurden Anfang Dezember noch an den Spielgeräten beseitigt, so dass sie nun vom TÜV abgenommen werden konnten und für die Kinder sicher bespielbar sind.

Motorische Fähigkeiten entdecken

Die vorhandenen Sandflächen wurden nun nach der Neugestaltung mit einem Sandspielhäuschen für die kleineren Kinder, einer Schaukel und einem größeren Spielgerät ausgestattet, welches vorrangig die Altersgruppe der sechs bis 14 Jährigen anspricht. Entsprechend stehen Klettern, Balancieren aber auch Treffen funktional im Vordergrund. Zentraler Bereich der Anlage ist der aus mehreren Dreiecksnetzen bestehende, Nest-artige Abschnitt der Anlage. Auf luftiger Höhe von bis zu 2,70m, können hier die größeren Kinder ihre motorischen Fähigkeiten austesten oder auch einfach nur "abhängen". Verschiedenste Aufstiegselemente wie eine Strickleiter, ein schräger Netzaufgang, zwei Klettertaue und eine Kletternetzwand animieren die Kinder zur Klettertour. Ein niedriger Balancierabschnitt bietet neben diversen Balancierbalken einen Balanciersteg, ein Balanciertau, schwebende Hölzer, Poller, Stelzen und auch ein Kletterlabyrinth. In diesem Bereich können besonders die jüngeren ihre motorischen Fähigkeiten spielerisch entdecken und erweitern.

Die Anlage an sich vermittelt durch ihre bis zu 4,20 Meter hohen Pfosten einen Wald-ähnlichen Charakter. Die vier über die Anlage verteilten Skulpturen nehmen Bezug auf die Straßennamen der Umgebung. Ein Bussard, ein Turmfalke, ein Adler und natürlich ein Habicht auf den Pfosten der Anlage schauen den Kindern beim Spielen über die Schulter.

Zusätzlich zur vorhandenen Bank, die nun am Sandspielbereich steht, wird eine seniorengerechte mit Armlehnen in den kommenden Wochen eingebaut. So ausgestattet, hat der umgestaltete Spielplatz wieder für alle großen und kleinen Besucher an Attraktivität und Aufenthaltsqualität gewonnen.

Rahmer Wald: Ausgleichsflächen, Parkanlage und Spielplatz

In dem Neubaugebiet Rahmer Wald in Huckarde ging es nicht nur darum, den kleinen Bewohner*innen das Angebot eines Spielplatzes zu machen. Hier sollten als Übergang zum benachbarten Rahmer Wald eine Parkanlage und sogenannte Ausgleichsflächen für das neue Wohngebiet entstehen. 400.000 Euro haben alle Maßnahmen zusammen gekostet.

Der Spielplatz, der rund 500 Quadratmeter groß ist, ist als integrativer Mittelpunkt gedacht für alle jungen Familien, die sich mittlerweile in diesem Neubaugebiet angesiedelt haben. Kletterkombinationen bieten vielfältige Spielmöglichkeiten für die Kleinen. Und auch mit dem Rollstuhl können verschiedene Aufenthalts- und Erlebnisbereiche erkundet werden.

Innerhalb des Plangebietes gibt es eine größere zusammenhängende und jetzt abschließend gestaltete öffentliche Grünfläche. Sie dient der Aufenthaltsqualität innerhalb des Quartiers, aber auch der Vernetzung mit dem Freiraum. Diese Parkanlage (ca. 2.400 Quadratmeter) ist naturnah angelegt und soll extensiv gepflegt werden. Die Wege sind mit einer wassergebundenen Decke hergestellt. Einheimische Laubbäume und Sträucher strukturieren und beleben die Flächen. Die Grünflächen sollen damit eine Funktion als "Trittsteinbiotop" bekommen und dafür sorgen, dass sich die Siedlung behutsam in die Landschaft einfügt. Diese Grünfläche beginnt in der Mitte des Plangebietes.

An den Siedlungsrändern gehen die öffentlichen Grünflächen in sogenannte Ausgleichsflächen über. Diese dienen der Kompensation der Eingriffe in Natur und Landschaft, die durch die Bebauung verursacht werden.

Im Rahmen der "Eingriffs- und Ausgleichsbilanz" wurde ermittelt, dass durch landschaftspflegerische Maßnahmen die Funktionen des Naturhaushaltes vollständig wiederhergestellt werden kann. Auf den Ausgleichsflächen werden extensive Wiesenbereiche, Gehölzgruppen, Lesesteinhaufen und ein Waldsaum entlang des Rahmer Waldes angelegt. Die östlichen Ausgleichsflächen werden von einem Fußweg in Nord-Süd-Richtung durchzogen.

Da der Ausgleich innerhalb des Plangebietes mit seiner Fläche von 11.600 Quadratmetern nicht vollständig erreicht werden kann, wurde zusätzlich eine externe Ausgleichsfläche (4.400 Quadratmeter) erforderlich. Diese Fläche befindet sich im Stadtbezirk Hombruch und ist als eine geschlossene Gehölzpflanzung innerhalb einer Gesamtausgleichsmaßnahme des Umweltamtes realisiert worden.

Frisch gestaltete Spielplätze in Holzen, Huckarde und der Nordstadt - Spielplatz in der Brunnenstraße

Spielplatz in der Brunnenstraße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Neugestaltungen auf dem Spielplatz Brunnenstraße

Der kleine, aber stark frequentierte Teilbereich des Kinderspielplatzes Brunnenstraße, der zur Flensburger Straße hin liegt, wurde im Auftrag der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord und des Jugendamtes (Büros für Kinder- und Jugendinteressen) mit neuem Gerät ausgestattet. Die Planung wurde zuvor mit den Einrichtungen in der Nachbarschaft (Familienbüro Innenstadt, TEK Bornstraße, Grundschule kleine Kielstraße, Jugendhilfe St. Elisabeth) abgestimmt. Hierbei stellte sich heraus, dass der vorhandene Sand an dieser Stelle nicht das geeignete Spielangebot war.

Insgesamt wurden rund 65.000 Euro an dieser Stelle investiert, um eine neue Spielfläche mit einem fugenlosen, gegossenen Fallschutz samt einem neuen vielseitigen, inklusiven Spielgerät zum Klettern und Chillen anzulegen. Außerdem wurde auch der Zugangsbereich neu ausgestattet. Die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord beteiligte sich mit 15.000 Euro an den Kosten.

Auch dieser Spielplatz hat seinen TÜV-Termin inzwischen hinter sich und kann von den Kindern und den Einrichtungen in der Nordstadt wieder rege genutzt werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.