Außenansicht des Dietrich-Keuning-Hauses

Innenstadt-Nord

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Gedenken

Stadt Dortmund erinnert an Mehmet Kubaşık und verurteilt rechte Gewalt

Nachricht vom 05.04.2022

Zum 16. Mal hat sich der Todestag von Mehmet Kubaşık gejährt. Der Dortmunder wurde am 4. April 2006 durch die rechtsextremistische Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) in seinem Kiosk in der Dortmunder Nordstadt ermordet. Oberbürgermeister Thomas Westphal kam für ein stilles Gedenken mit Witwe Elif Kubaşık und Tochter Gamze Kubaşık vor dem ehemaligen Kiosk in der Mallinckrodtstraße zusammen.

Stilles Gedenken an Mehmet Kubasik

Elif Kubaşık, die Witwe von Mehmet Kubaşık, und Tochter Gamze Kubaşık legten gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Westphal Blumen nieder.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Am Montag, 4. April, war das Gedenken an den Dortmunder zugleich ein klares Statement gegen rechte Gewalt, Rassismus und Hetze. Das machte Oberbürgermeister Thomas Westphal deutlich: "Wir Dortmunderinnen und Dortmunder gedenken heute Mehmet Kubaşık und auch den anderen Opfern des NSU. Wir sind weiterhin aufgefordert, geschlossen und entschlossen rechter Gewalt, Rassismus und Hetze entschieden entgegenzutreten. Die Erinnerung an den Mord von Mehmet Kubaşık ist deshalb nicht nur als unsere Pflicht gegenüber den Hinterbliebenen zu verstehen, sondern auch als Verantwortung für Respekt und Anerkennung und gegen Gewalt und Hass in unserer Mitte. Der Einsatz der Familie von Mehmet Kubaşık gegen Rechtsextremismus und -terrorismus ist ein besonders wichtiger Beitrag dazu. Dafür danken wir ihr sehr."

Kubaşıks loben den Zusammenhalt

An dem stillen Gedenken nahmen außerdem Generalkonsul Sezai Tolga Şimşir und Semiya Şimşek teil, Tochter von Enver Şimşek, der im September 2000 von der Terrororganisation NSU in Nürnberg getötet wurde. Zude, Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum, die stellvertretende Integrationsratsvorsitzende Irina Bürstinghaus, Polizeipräsident Gregor Lange sowie der OB-Sonderbeauftragte für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, Manfred Kossack.

Die Trauer der Hinterbliebenen Elif und Gamze Kubaşık ist immer noch groß. Es vergeht kaum ein Tag, an dem der Verlust von Ehemann und Vater nicht spürbar wäre. "Auch 16 Jahre danach ist unser Ehemann und Vater in unserem Alltag sehr präsent. Unsere Familie ist in den 16 Jahren gewachsen, aber der Verlust ist immer noch spürbar. Wir sind froh darüber, dass wir neben unserem Oberbürgermeister ganz viele Weggefährt*innen und Organisationen in Dortmund an unserer Seite haben", sagten die beiden bei dem stillen Gedenken. Alle verbinde Dortmund als Heimat, betonten sie. Gemeinsam würden sie sich mit allen anderen gegen rechten Terror einsetzen und fordern eine umfassende Aufklärung. Das stille Gedenken an Mehmet Kubaşık sowie Veranstaltungen und Demonstrationen zur Erinnerung an den 4. April 2006 soll es weiterhin geben. "Dieser Zusammenhalt ist nicht überall selbstverständlich", so die Kubaşıks.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.