Außenansicht des Dietrich-Keuning-Hauses

Innenstadt-Nord

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Wissenschaft

Projekt "iResilience" empfiehlt bei Forschung zum Klimawandel die Methode "Reallabor"

Nachricht vom 07.04.2022

Seit dem Jahr 2018 ist das Projekt "iResilience" in Dortmund und Köln aktiv. Zum Ende der Projektlaufzeit veröffentlicht das Team einen Bericht über die Reallaborforschung. Er richtet sich gezielt an interessierte Kommunen, aber auch an wissenschaftliche Institutionen.

Bericht liegend auf einem Schreibtisch

Der Bericht "Reallabore für eine klimaresiliente Quartiersentwicklung - ein Drehbuch. Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt iResilience" ist nun veröffentlicht.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): "nordwärts" / Felix Brückner

Reallabore sind keine künstlich geschaffenen Räume, sondern Orte in der realen Umgebung, wo Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Das "iResilience"-Projekt ist in drei Reallaborquartieren unterwegs: Köln-Deutz, Dortmund-Jungferntal und im Dortmunder Hafen. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadtverwaltungen, der Kommunalpolitik und den Menschen vor Ort arbeitet das Projekt-Team daran, die Stadtgesellschaft für die Herausforderungen des Klimawandels zu sensibilisieren und für die Durchführung von Anpassungsmaßnahmen an die Klimafolgen zu mobilisieren.

Neue Netzwerke wurden gefördert

Enstanden sind neue Netzwerke zwischen den Anwohnenden und Initiativen, bestehende Kooperationen sind enger zusammengewachsen, wodurch das Thema Klimaresilienz an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Um miteinander in Kontakt zu treten, gab es beispielsweise mehrere Quartiersspaziergänge und einen Aktionstag zum Thema Starkregen.

Projekt-Team teilt Erkenntnisse

Neben inhaltlichen Ergebnissen hat das Projekt viele Erkenntnisse zum Aufbau von Reallaboren und der Zusammenarbeit unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gesammelt. Dieses gewonnene Prozesswissen ist nun in einem Bericht zusammengefasst und soll die Erfahrungen aus den beiden Projektstädten an andere Kommunen weitergeben.

Haben Reallabore einen Mehrwert?

Chronologisch werden das Vorgehen und die Ergebnisse des Projekts beschrieben: von der Arbeit im Vorfeld des Reallabors über den Aufbau, die Beteiligungsformate und das prozessbegleitende Monitoring bis hin zur Eigenreflexion. Angereichert sind diese Erkenntnisse mit inhaltlichen Aktivitäten und angewandten Methoden der lokalen Quartiersarbeit von iResilience.

Mit dem facettenreichen Bericht zur Reallaborarbeit leistet iResilience einen Beitrag zur Antwort auf die Frage anderer Kommunen, ob ein Reallabor ein Mehrwert für die eigene klimarobuste Stadtentwicklung sein kann. Die Projekt-Beteiligten empfehlen die Methode weiter. Reallabore würden "Raum zum Ausprobieren und zum Voneinanderlernen" schaffen, heißt es in dem Bericht.

Zum Thema

Der Bericht "Reallabore für eine klimaresiliente Quartiersentwicklung - ein Drehbuch. Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt iResilience" kann ab sofort auf der Projekt-Website heruntergeladen werden. Das Projekt "iResilience" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.