Außenansicht des Dietrich-Keuning-Hauses

Innenstadt-Nord

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Gesundheit

Stadtspitze meldet weitere Entspannung der Corona-Lage

Nachricht vom 17.05.2022

Die Stadtspitze sieht auch in dieser Woche, dass sich die Corona-Lage in Dortmund entspannt. Die Infektionszahlen zeigen einen steten Rückgang. Dennoch liegt es allein an der Omikron-Variante, dass Verläufe selten schwer oder tödlich sind.

In der Pressekonferenz nach der Sitzung der Verwaltungsspitze am Dienstag, 17. Mai, berichtete Krisenstabsleiterin Birgit Zoerner gemeinsam mit Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken über die aktuelle Corona-Lage in Dortmund.

Zoerner beschränkte sich im Wesentlichen auf die Zahlen: Vor einer Woche waren es noch 698 Infizierte, nun sind es 530. Auch die Inzidenz ist weiter rückläufig. Letzte Woche lag diese in Dortmund bei 548 (RKI) und am Dienstag bei 464. "Wir können einen steten Rückgang beschreiben", untermalte Zoerner. Auch die Inzidenzen von Bund (letzte Woche 522, heute 437) und Land NRW (letzte Woche 486, heute 404) gehen weiter nach unten.

Intensivstationen weiter im Fokus

"Auch in den Krankenhäusern sehen wir eine ähnliche Entwicklung, wobei die Zahlen auf den Intensivstationen stabil geblieben sind", beschrieb die Krisenstabsleiterin. So waren es vor einer Woche 122 stationäre Patient*innen, sieben davon lagen auf der Intensivstation, drei davon beatmet. Nun sind es 98 Patient*innen, weiterhin sieben davon auf der Intensivstation und vier beatmet.

"Ebenfalls beim Impfen zeigt sich eine Verstätigung des Trends", so Zoerner. 221 Menschen wurden an den städtischen Impfstellen in der letzten Woche geimpft. 22 waren bei dem mobilen Impfangebot am 13. Mai bei Ikea. "Das sah bei der ersten Sonderimpfaktion dort anders aus", rief Zoerner in Erinnerung.

Situation entspannt sich

Auch Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken bekräftigte: "Die Richtung ist klar - die Situation entspannt sich zunehmend. Wir arbeiten deshalb daran, in kurzer Zeit den Samstag im Gesundheitsamt nicht mehr zu arbeiten." Seit dem 9. Mai (siehe Newsticker ) meldet das Gesundheitsamt die Zahlen sonntags nicht mehr, diese fließen nun montags mit ein.

Positiver Ausblick auf Senior*innenheime

Auch die Belegung in den Krankenhäusern sei rückläufig und die Personalsituation entspanne sich. "Alle Krankenhäuser geben den Hinweis, dass das ehemals sehr starke Infektionsgeschehen massiv nachgelassen hat. Die Versorgung auf den Stationen ist wieder viel normaler möglich", sagte Renken.

So sei es auch möglich, dass auf lange Sicht auch die Maßnahmen in den Altenpflegeheimen gelockert werden. Hier folgt die Stadt Dortmund allerdings den Regelungen des Landes NRW, die die Heime voll umsetzen.

Trotz der positiven Entwicklung warnt der Gesundheitsamtsleiter: "Man sollte nicht außer Acht lassen, dass jeden Tag circa 450 Infektionsmeldungen dazukommen. Das ist jetzt keine sehr kleine Zahl. Bei 450 pro Tag hätten wir früher bei Delta sehr große Angst gehabt."

Das liege vor allem daran, dass die Delta-Variante die achtfache Sterblichkeit/Gefährlichkeit von Omikron habe. "Die schweren und tödlichen Verläufe werden zwar viel seltener, aber wir haben nicht weniger Infektionen. Diese führen aber nur selten zu schweren oder sterblichen Verläufen", mahnte Renken. Deswegen sollten Testungen in Pflegeeinrichtungen noch nicht aufgegeben werden.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Renken gab auch eine Übersicht über die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Demnach hat das Dortmunder Gesundheitsamt folgende Mitteilungen darüber erhalten, dass Menschen aus diesen Einrichtungen nicht den vorgeschriebenen Impfstatus haben:

  • Krankenhäuser: 164 Mitteilungen
  • Reha: 1 Mitteilung
  • (Zahn-)Arztpraxen: 18 Mitteilungen
  • weitere humanmedizinische Heilberufe: 114 Mitteilungen
  • öffentlicher Gesundheitsdienst: 11 Mitteilungen
  • Rettungsdienst: 120 Mitteilungen
  • voll-und teilstationären Einrichtungen/Pflegeeinrichtungen: 80 Mitteilungen
  • ambulante Pflegedienste inklusive Wohngruppen: 99 Mitteilungen
  • Behindertendienste: 59 Mitteilungen
  • Insgesamt 666 Mitteilungen

"Von diesen 666 haben 563 bisher keine Nachweise vorgelegt", sagte er. Etwas mehr als 100 Menschen hätten sich selbst erklärt, die anderen über Fälle müsse das Gesundheitsamt noch abarbeiten. Sollte nach dem Verfahren kein Nachweis vorgelegt werden, wird ein Betretungsverbot ausgesprochen. Dann könnte der*die Arbeitgeber*in entsprechend Konsequenzen ziehen.

Text: Nadja Lucas

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Mehr Informationen zum Coronavirus in Dortmund finden Sie online. Die Coronazahlen werden täglich (montags bis freitags) in unserem News-Ticker veröffentlicht.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.