Außenansicht des Dietrich-Keuning-Hauses

Innenstadt-Nord

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Stadtentwicklung

Hafenquartier Speicherstraße bekommt grüne Quartiersgarage

Nachricht vom 27.06.2022

Die Entwicklung des Hafenquartiers schreitet weiter voran: Auf dem Grundstück an der Ecke Speicherstraße/Bülowstraße soll eine multifunktionale Quartiersgarage entstehen mit Fahrradstellplätzen, E-Scooterplätzen und PKW-Stellplätzen. E-Ladestationen und Carsharing-Angeboten vollenden das Angebot.

Frontansicht der Quartiersgarage an der Ecke Speicherstraße/Bülowstraße

Frontansicht der Quartiersgarage an der Ecke Speicherstraße/Bülowstraße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): SHA Scheffler Helbich Architekten

Wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des neuen Hafenquartiers Speicherstraße: Auf dem rund 3.800 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Speicherstraße/Bülowstraße soll eine multifunktionale Quartiersgarage mit integriertem Mobility Hub mit 212 Fahrradstellplätzen, 30 E-Scooterplätzen und 738 PKW-Stellplätzen sowie E-Ladestationen und Carsharing-Angeboten entstehen.

Der auf Nachhaltigkeit ausgelegte Planungsentwurf sieht unter anderem eine rund 1.000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage, eine vielfältige Fassadenbegrünung sowie eine viele Hektoliter fassende Zisterne zur Regenrückhaltung und Bewässerung vor. Als weiteres Highlight soll auf der Quartiersgarage ein tagsüber frei zugänglicher, etwa 680 Quadratmeter großer Rooftop-Park mit unterschiedlichen Freizeitangeboten zum Verweilen einladen.

Lebendiges Erscheinungsbild

Mit diesem gemeinsamen Konzept konnten die Gebr. Lensing Immobiliengesellschaft und SHA Scheffler Helbich Architekten die Jury, die aus der Geschäftsführung der Entwicklungsgesellschaft d-Port21 sowie Vertreter*innen der städtischen Wirtschaftsförderung und des Planungsamtes bestand, beim entsprechenden Interessenbekundungsverfahren überzeugen. Das Grundstück soll nun von d-Port21 – Tochtergesellschaft von DSW21 und Dortmund Hafen – an die Gebr. Lensing Immobiliengesellschaft veräußert werden. Die Fertigstellung der Quartiersgarage ist voraussichtlich für 2024 vorgesehen.

"An der Speicherstraße entsteht ein Quartier für alle, das viele Jobs bringen wird. Der öffentliche Raum wird zudem weitestgehend autofrei sein und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten", erklärt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal. "Mit dem Mobility Hub an dieser zentralen Stelle, die die nördliche und südliche Speicherstraße miteinander verbindet, decken wir nicht nur einen wesentlichen Teil des vorgeschriebenen Stellplatzbedarfes ab, sondern setzen auch ein großes Ausrufezeichen hinter unsere Ambitionen. So wird das Quartier auch einem veränderten Mobilitätsverhalten der Dortmunder und Dortmunderinnen gerecht."

Die Geschäftsführer von d-Port21, Jörg Jacoby, Uwe Büscher und Ludger Schürholz, ergänzen: "Die nun ausgewählten Ideen für die Quartiersgarage knüpfen nahtlos an den Rahmenentwurf des dänischen Planungsbüros Cobe für das gesamte nördliche Areal an. Sie weisen die gleiche architektonische Leichtigkeit und visionäre Gestaltungskraft auf und stellen dabei Aspekte der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt. Gleichzeitig sind dabei Betrachtungen der praktischen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit nicht außer Acht gelassen worden."

Rückansicht der Quartiersgarage vom ehemaligen Knauf-Interfer-Areal aus.

Rückansicht der Quartiersgarage vom ehemaligen Knauf-Interfer-Areal aus
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): SHA Scheffler Helbich Architekten

Eindrucksvoll leuchtende Kaskaden-Treppe

Die von der Gebr. Lensing Immobiliengesellschaft und den SHA Scheffler Helbich Architekten entworfene Quartiersgarage sieht insgesamt sieben Parkebenen vor, die über eine von der Bülowstraße ausgehende, neue zentrale Zufahrt auf der westlichen Gebäudeseite erreicht werden. Zwei Parkebenen sind dabei als Tiefgarage konzipiert. Im Erdgeschoss sollen sich mehrere Ladenflächen befinden, die etwa für ein Café, ein Blumengeschäft, ein E-Scooter-Verleih und eine Zweirad-Werkstatt Platz bieten können. Auch das Mobility Hub ist im Wesentlichen auf dieser Ebene verortet. Neben umfangreichen Fahrrad- und E-Scooter-Stellflächen gehören u.a. Carsharing-Angebote und ggf. E-Ladestationen dazu.

Auf der südlichen Gebäudeseite an der Bülowstraße soll eine überdachte und farblich eindrucksvoll leuchtende Kaskadentreppe auf die verschiedenen oberirdischen Gebäudeebenen führen. An der gesamten Außenfassade ist eine üppig und vielseitig gestaltete Bepflanzung vorgesehen – etwa als begrünte Lamellenfassade oder als begrünte Streckmetallhaut. Die Bewässerung soll über eine Zisterne, die gleichzeitig zur Regenrückhaltung genutzt werden kann, erfolgen.

Panoramablick über den Hafen

Auf den abgestuften Dachebenen soll sich ein eingerücktes, transparentes Photovoltaik-Dach und ein tagsüber öffentlich zugänglicher Rooftop-Park mit verschiedenen Sport-, Grün- und Aufenthaltsflächen befinden. Von dort aus bietet sich den Besucher*innen ein eindrucksvoller Panoramablick über den ganzen Hafen.

Nicht zuletzt besticht der Planungsentwurf durch die geschmackvoll gestalteten Grünflächen im Außenbereich sowie umfassende Rückbaumöglichkeiten, die fest im Gebäudekonzept verankert sind und eine hohe Flexibilität bei der Nutzung gewährleisten.

Hochkarätige Graffiti- und Street-Art

Im neu entstehenden Quartier für alle an der nördlichen Speicherstraße hatten Stadt Dortmund und d-Port21 erst kürzlich eine sogenannte Hall of Fame eröffnet . An der rund 600 Meter langen Mauer, die das Areal in westlicher Richtung umgibt, können Graffiti-Künstler*innen seit dem Frühjahr ihre kreativen Ideen aufsprühen. Die Hall of Fame zählt dabei zu den längsten ihrer Art in ganz NRW. Zur Besichtigung der Kunstwerke ist die Mauer frei zugänglich. Mehr als 100 Kreative waren bereits vor Ort aktiv.

Über d-Port21

Die Entwicklungsgesellschaft d-Port21, Tochter von DSW21 und Dortmund Hafen, entwickelt das zehn Hektar große Areal an der nördlichen Speicherstraße in enger Abstimmung mit der Stadt Dortmund für Unternehmen aus der Kreativ- und Digitalwirtschaft sowie Bildungseinrichtungen. Mit seiner einladenden Hafenpromenade und Gastronomieangeboten wird das urbane Quartier in Zukunft allen Dortmunder*innen eine hohe Arbeits- und Aufenthaltsqualität bieten. Bis die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, bleibt noch etwas Zeit. Denn in 2022 steht zunächst der Bebauungsplan auf der Agenda.

Dieser Beitrag befasst sich mit Angelegenheiten einer Beteiligungsgesellschaft der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.