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Rosengarten

08.06.2017Nachhaltigkeit

Verwaltung will Dachbegrünung zur Pflicht machen

Luftbilder aus Dortmund zeigen, dass einige Flachdächer in der Innenstadt bereits mit Dachgärten begrünt sind. Bereits ab Ende 2017 sollen alle neuen Flachdächer folgen. Der Verwaltungsvorstand hat beschlossen das Thema "Dachbegrünung in Dortmund" dem Rat vorzulegen.

Dortmunder U

Lupe: Klicken zum Vergrößern Rund um das Dortmunder U sind in den vergangenen Jahren viele Flachbauten mit Gründflächen entstanden

"Der Ausschuss für Bauen, Verkehr und Grün des Rates der Stadt Dortmund beauftragte die Verwaltung im November 2016 zu untersuchen, welche Auswirkungen eine Dachbegrünung auf die Umwelt und das Klima hat. Außerdem sollten die Mehraufwendungen für eine Dachbegrünung aufgezeigt und die gesetzlichen Instrumente zur Umsetzung erläutert werden", erklärt Stadtsprecher Maximilian Löchter. Auf dieser Grundlage wurde ein Vorschlag erarbeitet, in welchen Siedlungsbereichen künftig eine Dachbegrünung zum Einsatz kommen soll.

Dem vorausgegangen ist die Gründung der Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen" durch die Emscherkommunen, das NRW-Umweltministerium und die Emschergenossenschaft im Mai 2014. Ziel der Initiative war es, eine nachhaltige wassersensible Stadt- und Regionalentwicklung voranzutreiben.

Unter der Federführung der Stadt Dortmund wurde ein Arbeitskreis gebildet. Dieser sollte die Wirkungen der Dachbegrünung und ihren Beitrag zur Verbesserung des urbanen Lebensraumes aufarbeiten. Und das Vorgehen der Ruhrgebietskommunen aufeinander abstimmen. Dazu wurde ein gemeinsames Strategie- und Umsetzungspapier zur "Dachbegrünung im Revier" erarbeitet. Die beteiligten Kommunen kommen zu dem Ergebnis, dass die Begrünung von Dächern einen wirkungsvollen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz, zur Verbesserung der Gesundheit, zur Klimaanpassung, zur Regenwasserrückhaltung, zur Verbesserung der Luftqualität und zur Aufwertung des Stadtbildes leisten kann.

Dachbegrünung soll Normalität werden

Damit wird die Begrünung von Flachdächern zur Pflicht, sowohl für Neubauten, als auch wenn an bestehenden Gebäuden bauliche Veränderungen vorgenommen werden. "Alle planungsrelevanten Maßnahmen zur Umsetzung einer Dachbegrünung sollen ausgeschöpft werden. In neuen Baugebieten soll Dachbegrünung überwiegend durchgeführt werden, um die Schaffung externer Flächen zu vermeiden", erklärt Löchter. Dies gilt auch, wenn eine Dachbegrünung aus Gründen des Klimaschutzes, zur Reduzierung des Niederschlagswassers oder zur Verbesserung der Stadtgestalt im Bebauungsplan festgesetzt wird.

Bei der Überplanung der bereits bestehenden Gebiete stehen ebenfalls die Instrumente des Baugesetzbuches zur Verfügung. Bereits existierende Bebauungspläne, deren Planbereich vom Klimawandel beeinträchtigt ist, sollen durch entsprechende Gründachfestsetzungen ergänzt werden. In einem solchen Fall werden vorzugsweise die Bebauungspläne ergänzt, die im Bereich der sogenannten "Hitzeinseln" liegen und vom Klimawandel besonders betroffen sind. Außerdem sollen in den Bereichen von sog. "Hitzeinseln" neue einfache Bebauungspläne aufgestellt werden, die eine Dachbegrünung bei der Errichtung von Gebäuden vorschreibt.

Die bestehenden Dächer könnten über die Fördermöglichkeiten der Sanierungsgebiete begrünt werden und die neuen Dächer über planungsrechtliche Festsetzungen. Insgesamt würde sich dann eine grüne Dachlandschaft für das gesamte Gebiet schneller erstellen lassen.

Zum Thema

Die Verwaltung legt den Beschluss der Planung dem Rat am 16. November 2017 vor.

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