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Jugendstil-Projekt im MKK - Hinweise erwünscht!

Nachricht vom 07.07.2017

Zum 135. Geburtstag feiert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte die Jugendstil-Epoche. Beim Projekt "Rausch der Schönheit" sind Dortmunder nun aufgerufen, Hinweise zu geben.

Wandfliese mit Frauenporträt Franz von Stuck, um 1900

Die Dortmunder sind aufgerufen Jugendstil-Elemente in und an Gebäude zu melden.

"Von Dezember 2018 bis Mai 2019 widmet sich eine große Ausstellung der Kunst des Jugendstils (ca. 1890 bis 1914). Sie thematisiert die künstlerischen Leistungen und das Lebensgefühl der Zeit um 1900, aber auch die Umbrüche dieser kulturellen Aufbruchsphase, die mit dem Ersten Weltkrieg endete. Im Mittelpunkt steht die zukunftsweisende Idee von der Gestaltung aller Lebensbereiche durch die Kunst", erklärt Stadtsprecherin Katrin Pinetzki.

Die Ausstellung knüpft an die bestehende und bedeutende Jugendstil-Sammlung des MKK an, die ihre Anfänge schon unter dem Gründungsdirektor nahm: Albert Baum legte den Grundstock mit ersten Ankäufen für das Museum auf der Pariser Weltausstellung 1900. Das Museum besitzt heute eine bedeutende und nur teilweise ausgestellte Sammlung an Kayserzinn, Jugendstilfliesen, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Glas, Keramik, Mobiliar sowie komplette Raumausstattungen.

Wandrelief Franz von Stuck, um 1900

Die neue Ausstellung knüpft an die bestehende und bedeutende Jugendstil-Sammlung des MKK an. Hier finden sich unter anderem Wandreliefe von Franz von Stuck.

Hinweise auf Jugenstil erwünscht

118 Jahre später bezieht das MKK die ganze Stadt ein: Auch im Stadtbild Dortmunds hat der Jugendstil Spuren hinterlassen. Beispiele dafür sind das Portal der Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV, Fassadengestaltungen vor allem in Nordstadt, Kreuz- und Unionviertel oder einzelne Grabmale auf dem Ostfriedhof. Dortmunderinnen und Dortmunder sind nun aufgerufen, weitere Hinweise auf Jugendstil an und in Gebäuden zu geben: Wer kennt Hausflure mit Jugendstil-Elementen, z.B. Fliesen, Geländern, Stuckaturen, Original-Türen? Wer sammelt z.B. Porzellan, Glas oder Bestecke, hat Jugendstil-Schmuck, einen Teppich oder Beispiele für Buchkunst aus dem Jugendstil?

Interessant für das Ausstellungsteam um Dr. Gisela Framke, Gabriele Koller und Dr. Renate Kastorff-Viehmann sind darüber hinaus Erinnerungen (z.B. Fotos oder Kataloge) an Firmen, die um die Jahrhundertwende in Dortmund ansässig waren und Wohnungen oder Häuser ausgestattet haben. Zu diesem Firmen zählen u.a.:

  • Fa. Rose (Möbelfabrik und Einrichtungshaus)
  • Fa. Körling (Möbelfabrik)
  • Fa. Schräder und Baum (Tapeten- und Wandbespannungen)
  • Fa. Willi Steinbach (Baumaterialien)
  • Westfälische Kunstschmiede Zerres und Hoffmann
  • Theodor Schäfer, Stuckateurmeister aus der Nordstadt

Auch Erinnerungen an das Wirken des Architekten Jean Hoffmanns sind gefragt.

Zum Thema

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Museumsgesellschaft zur Pflege der bildenden Kunst e.V., die im kommenden Jahr seit 110 Jahren besteht, und der Stiftung für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund, die 20. Geburtstag feiert. Sie wird kuratiert von Gabriele Koller und Dr. Renate Kastorff-Viehmann, ehem. FH Dortmund (Fachbereich Architektur).

Ansprechpartnerin ist Dr. Gisela Framke, Tel. 0231 50-25509 oder per E-Mail.