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Landschaftsplan

Stadt weitet Naturschutz-Flächen aus - Öffentliche Beteiligung geplant

Nachricht vom 05.09.2017

41 Prozent des Dortmunder Stadtgebietes zeichnet die Verwaltung zum Schutz von Natur und Landschaft aus. Das geht aus dem neuen Landschaftsplan hervor, der jetzt von der Verwaltung vorgelegt wurde. Nach einem Ratsbeschluss soll auch die Öffentlichkeit beteiligt werden.

Hallerey

Auch die Hallerey in Wischlingen ist ein Naturschutzgebiet

"Der erste Beteiligungsschritt zur Neuaufstellung des Landschaftsplans für die Stadt Dortmund ist abgeschlossen und ausgewertet. Nun hat der Verwaltungsvorstand die Vorlage zur öffentlichen Auslegung auf den Weg gebracht. Mit diesem Verfahrensschritt werden Öffentlichkeit und Behörden wieder beteiligt", erklärt Stadtsprecherin Heike Thelen.

Im Planbereich des Entwurfs, der sich auf den baulichen Außenbereich im Sinne des Bauplanungsrechts über 54 Prozent der Fläche der Stadt Dortmund erstreckt, ist vorgesehen,

  • 35 Naturschutzgebiete auf 2.880,8 ha (entsprechend 10,3 Prozent des Stadtgebietes)
  • 48 Landschaftsschutzgebiete auf 8.521,2 ha (entsprechend 30,4 Prozent des Stadtgebietes)
  • 74 Naturdenkmale
  • 138 geschützte Landschaftsbestandteile auszuweisen.

So wird sich der Anteil der geschützten Teile von Natur und Landschaft, trotz der baulichen Entwicklungen im Stadtgebiet, von aktuell 39,6 Prozent auf künftig 41,4 Prozent der Fläche erhöhen.

Zu den Schutzmaßnahmen kommen 281 Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Naturhaushaltes, zur Verbesserung des Biotopverbundes, zur Verbesserung des lokalen Klimas und zur Pflege und Bereicherung des Landschaftsbildes.

160 Stellungnahmen und 740 Anregungen und Bedenken

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und Bürger zum Vorentwurf des Landschaftsplanes Dortmund sind 160 Stellungnahmen mit 740 Anregungen und Bedenken eingegangen. Aufgrund der Menge und des Inhaltes der Stellungnahmen wurde der Vorentwurf umfassend überarbeitet und liegt nun als Entwurf des Planwerkes vor.

Wesentliche Änderungen am Vorentwurf müssen nur in wenigen Fällen vorgenommen werden:

  • Festsetzung eines neuen Naturschutzgebietes "Erlensundern" in Dortmund-Lanstrop
  • Anpassung von Text und Karten an die neue Rechtslage (Landesnaturschutzgesetz)
  • Fortschreibung des Umweltberichtes mit Aktualisierung der erhobenen Sachdaten

Die überwiegende Anzahl der Änderungen betrifft Anpassungen des Planwerks an den aktuellen Stand der Bauleitplanung, textliche Präzisierungen und Korrekturen sowie die Berücksichtigung der Bedenken und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, soweit dies möglich war.

Zum Thema

In Dortmund existieren aufgrund der Größe des Stadtgebietes 3 Landschaftspläne, nämlich

  • Dortmund-Nord (Stadtbezirke Mengede, Eving, Scharnhorst)
  • Dortmund-Mitte (Stadtbezirke Lütgendortmund, Huckarde, Innenstadt-West, Innenstadt-Nord, Innenstadt-Ost und Brackel)
  • Dortmund-Süd (Stadtbezirke Hombruch, Hörde und Aplerbeck)