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Verkehr

Stadt und Polizei bekämpfen Raserszene - Betonelemente verengen Ostwall

Nachricht vom 30.03.2020

Polizei und Stadt Dortmund ziehen bei der Bekämpfung der Raser- und Tuningszene in der City weiter an einem Strang. Im Bereich des Ostwalls wird die Fahrbahn durch den Einsatz von Betonelementen auf eine Spur verengt. Diese Maßnahme besteht, solange das Verkehrsaufkommen, aufgrund der aktuellen Lage, reduziert ist.

Verengung des Ostwalls

Betonelemente sollen den Raser*innen die Fahrt erschweren.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Offenbar hatten die "Raser*innen" den deutlich verminderten Verkehr auf dem Wall aufgrund der Corona-Lage als "Einladung" aufgefasst. Darauf reagiert die Stadt ab Montag, 30. März 2020, mit einer Maßnahme im Bereich des Außenwalls.

Kurz hinter der Einmündung der Löwenstraße wird dann auf einer Länge von rund 250 Metern nur noch der linke Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Zufahrt zur Nebenfahrbahn und den dortigen Parkplätzen wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Die Betonelemente bleiben als Maßnahme bestehen, so lange das Verkehrsaufkommen, aufgrund der aktuellen Situation, geringer ist. Steigt das Verkehrsaufkommen auf dem Wall wieder, wird die Stadt darauf reagieren und Änderungen vornehmen.

Verkehrssituation am Ostwall bleibt im Blick - Anpassungen jederzeit möglich

Stadtrat Arnulf Rybicki zur Maßnahme: "Die Stadt unterstützt die Bitte der Polizei und sorgt für die entsprechende Verengung der Fahrspuren am Ostwall. Wenn die Raserszene glaubt, freie Bahn zu haben aufgrund des reduzierten Verkehrsaufkommens durch das Coronavirus, dann haben sie sich getäuscht." Er hat aber auch mögliche Bedenken anderer Verkehrsteilnehmer im Blick: "Gleichzeitig möchten wir aber auch nicht die Autofahrer, die sich an die Regeln halten, mit neuen Staus bestrafen. Deswegen werden wir die Verkehrssituation am Ostwall genau beobachten und gegebenenfalls noch einmal anpassen."

Anwohner*innen beschweren sich über Lärm

Polizei und Stadt haben sich nach einer erneuten Beschwerdewelle von Anwohner*innen des Ostwalls und den jüngsten Feststellungen im Bereich des Ostwalls auf die Maßnahme geeinigt. Allein am Wochenende 14./15. März hatten sich in den Abendstunden teils bis zu ca. 150 Autos auf dem Wall versammelt, die zum größten Teil der Szene zuzuordnen waren. Auch bei den Kontrollen am vergangenen Wochenende fielen zahlreiche hochmotorisierte Autos im Wall-Bereich auf. Gleichzeitig erhalten Stadt und Polizei derzeit zahlreiche Beschwerden von Anwohner*innen, die sich durch den Lärm belästigt fühlen.

Stadt und Polizei arbeiten zusammen

"Es scheint, als würden manche Menschen selbst in diesen schwierigen Zeiten nicht verstehen, worum es geht. Weil andere Treffpunkte wie Bars und Clubs entfallen, treffen sie sich mit ihren Autos in der Dortmunder Innenstadt. Und das ohne jegliche Rücksicht darauf, dass ein Kontaktverbot gilt und dass die Anwohnerinnen und Anwohner gerade jetzt ein Anrecht auf Ruhe haben", sagt der Leitende Polizeidirektor Ralf Ziegler, Leiter der Direktion Verkehr bei der Dortmunder Polizei. "Einmal mehr hat sich das gute Verhältnis zwischen Stadt und Polizei bewährt. Ich bin sicher, dass das Gesamtpaket aus polizeilichen Kontrolleinsätzen und der Maßnahme des Tiefbauamtes seine Wirkung entfalten wird - in der Raser- und Tuningszene, aber auch bei den Anwohnerinnen und Anwohnern. Ihnen zeigen wir, dass wir Ihr Anliegen ernst nehmen und mit einem Maßnahmen-Paket offensiv gegen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, aber auch gegen eine überhaupt nicht akzeptable Respektlosigkeit vorgehen."

Polizei kontrolliert

Die Polizei wird den gesamten Wall-Bereich weiter im Blick behalten und die Maßnahme durch Kontrollen flankieren.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.