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Außenring des Schwanenwalls muss mindestens acht Wochen gesperrt werden

Nachricht vom 10.06.2021

Die Stadt Dortmund muss sich auf eine Großbaustelle am Wall einstellen. Ab Montag, 14. Juni, wird der Außenring des Schwanenwalls zwischen Hamburger Straße und Geschwister-Scholl-Straße komplett gesperrt. Es gibt mehrere Gründe für die Maßnahme.

Sondierungen und Bauarbeiten an verschiedenen Versorgungsleitungen greifen ineinander, deshalb wird es voraussichtlich acht Wochen lang zu der Sperrung kommen.

Sondiert werden drei Kampfmittelverdachtspunkten, zudem wird es Arbeiten geben am DEW21-Fernwärmenetz und an den Versorgungsleitungen der Donetz. Die Bauarbeiten werden weitgehend vorgenommen, teilweise aufeinanderfolgend.

Möglicherweise könnte die Sperrung auch länger dauern

Wie lange die Sperrung aufrecht erhalten bleiben muss, hängt von mehreren unsicheren Faktoren ab. Derzeit geht das Tiefbauamt von mindestens acht Wochen aus. Jederzeit könne es bei Tiefbaumaßnahmen zu "unvorhersehbaren Überraschungen im Boden", sagt die Leiterin des Tiefbauamts, Sylvia Uehlendahl. Als Beispiele nennt sie nicht kartierte Leitungen oder archäologische Funde. "Die Ausführungszeitpläne müssen dann immer neu angepasst werden."

Alternative wären viele vereinzelte Sperrungen gewesen

Alle Maßnahmen hätten alternativ jeweils einzelne Sperrungen des Schwanenwalls im Laufe dieses Jahres zur Folge gehabt, die zusammengerechnet unterm Strich eine längere Sperrdauer ergeben hätten.

"Bei der gewählten koordinierten Kompaktlösung entfällt auch der Aufwand für die Verkehrsteilnehmenden, sich jedes Mal neu an die Situation anzupassen. Die Umstellung führt immer wieder in den ersten Tagen zu besonderen Stauereignissen", erklärt Uehlendahl.

So wird die Verkehrsführung gestaltet

Der Verkehr wird jeweils mit einer Fahrspur pro Fahrtrichtung auf dem Innenwall abgewickelt. Dafür sind bereits Arbeiten im Gange, denn eine provisorische Mittelstreifenüberfahrt am Schwanenwall muss hergestellt werden. Der Mittelstreifen muss dazu befestigt werden, damit er für den Verkehr während der Sperrung nutzbar ist.

Rund um den Wall werden LED-Hinweistafeln aufgestellt, damit die Verkehrsteilnehmer*innen den Bereich großräumig umfahren können.

Das Umfahren ist so möglich: Verkehrteilnehmer*innen, die von der Hamburger Straße kommen und in Richtung Hauptbahnhof unterwegs sind, können diesen Bereich über die Weißenburger Straße und Geschwister-Scholl-Straße umfahren (Umleitung ausgeschildert).

Alternativ kann man auch links auf den Ostwall abbiegen und über den Innenring den Hauptbahnhof aus erreichen. Das Rechtsabbiegen von der Hamburger Straße auf den verschwenkten Schwanenwall muss leider unterbunden werden.

Dies gilt auch für Verkehrsteilnehmende der Gegenrichtung: Wer auf dem Schwanenwall vom Hauptbahnhof kommend Richtung Ostentor / Brackel weiter möchte, kann an der Kreuzung Schwanenwall / Brüderweg nicht links abbiegen, um auf die Hamburger Straße zu gelangen.

Auch hier also bitte die (ausgeschilderte) Umleitung über die Geschwister-Scholl-Straße und weiterführend die Weißenburger Straße nutzen.

Der Fuß- und Radverkehr soll mit möglichst wenig Einschränkung auf der Nebenfahrbahn des Schwanenwalls aufrechterhalten bleiben.

Bereits am Sonntag, 13. Juni, wird die neue Verkehrsführung eingerichtet.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

Am Montag, 14. Juni, können die Arbeiten mit der Freilegung von Kabeln und Leitungen im Bereich des Kampfmittelverdachtspunkts in der Straße Schwanenwall starten.

Der erste Verdachtspunkt liegt mitten auf bzw. unter der Fahrbahn des Außenrings – ungefähr in Höhe Milchgasse. Der Punkt war bereits bekannt, die anstehenden Arbeiten am Fernwärmenetz machen die Sondierung zum jetzigen Zeitpunkt notwendig.

"Da in diesem Bereich vorsichtig gearbeitet werden muss, wird keine Straßenfräse zum Einsatz kommen. Die Asphaltbefestigung der Fahrbahn wird in kleinere Teile geschnitten und dann aufgenommen. Anschließend werden die vorhandenen Kabel und Leitungen freigelegt. Dies sind Vorarbeiten für die anschließende Kampfmittelsondierung, die durch eine Vertragsfirma der Bezirksregierung Arnsberg durchgeführt wird", verdeutlicht Tiefbauamtsleiterin Uehlendahl. Die Kampfmittelsondierung ist derzeit für den 28. Juni 2021 geplant.

Parallel werden im näheren Umfeld der Baumaßnahme zwei weitere Kampfmittelverdachtspunkte auf dem Platz von Novi Sad und im Bereich Schwanenwall / Geschwister-Scholl-Straße freigelegt, die anschließend bei dieser Gelegenheit ebenfalls sondiert werden.

Ebenfalls parallel wird an der Fernwärmeleitung und an den Versorgungsleitungen gearbeitet: Auf dem Schwanenwall / Ecke Hamburger Straße setzt DEW21 die Querung mit Leitungen für die klimafreundliche Wärmeversorgung in der Innenstadt in Richtung Kaiserstraßenviertel fort.

Zeitgleich nutzt die Netztochter Donetz die Sperrungen, um am Schwanenwall in Höhe Beginenhof mit Kabeln und Leerrohren kommende geplante Netzbaumaßnahmen in diesem Bereich vorbereiten zu können.

Das Tiefbauamt und die ausführenden Baufirmen bitten um Verständnis für nicht vermeidbare Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Zum Thema

Die Baumaßnahmen in Dortmund können Sie über diesen Link einsehen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.