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Fördergerüst

Scharnhorst

Bild: Wikimedia Commons / Thorsten Bachner

Förderbescheide

Modernisierung der MSA-Siedlung geht voran

Nachricht vom 14.08.2015

Planungsdezernent Ludger Wilde überreichte am 14.08. sechs Förderzusagen des NRW-Ministeriums für Bauen in einer Gesamthöhe von rund 2,5 Millionen Euro an Peter Bollmann, Lavida Wohnen GmbH.

Gefördert wird die Modernisierung weiterer 17 Gebäude mit 68 Wohnungen sowie der dazu gehörigen Außenanlagen in der Schönwaldstraße und Labandstraße.

Mit diesen und zusätzlichen Fördermitteln (7,7 Mio. Euro sind bereits bewilligt) sollen die rund 500 Wohnungen der in den 50iger Jahren errichteten und in die Jahre gekommenen MSA-Siedlung fit für die Zukunft gemacht werden. Lavida Wohnen entwickelte hierzu ein auf den Standort zugeschnittenes integriertes Handlungskonzept. Mit Blick auf die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität für die Mieterinnen und Mieter werden auf das Quartier abgestimmte Maßnahmen zur Anpassung an veränderte Wohngewohnheiten und zur Aufwertung des Quartiers für unterschiedliche Nachfragegruppen durchgeführt.

Für Ludger Wilde ein erfolgversprechender Weg: „Das gesamte Quartier zu betrachten und individuelle Konzepte zu entwickeln, sind ein zukunftsweisender Ansatz zur Wahrung der Siedlungsstabilität und weitaus effektiver, als die Maßnahmen ausschließlich auf einzelne Objekte zu beschränken“. Im Fokus der Modernisierungsarbeiten stehen die Reduzierung von Barrieren und Maßnahmen zur Energieeinsparung. Dies wird erreicht durch Einbau barrierefreier Bäder und Erneuerung der Eingangsbereiche sowie durch Wärmedämmmaßnahmen an den Außenwänden und Dächern und Austausch von Hauseingangstüren und Fenstern. Zur Quartiersentwicklung werden die Außenanlagen als Kommunikationsräume umgestaltet und weiterentwickelt.

„Ich bin beeindruckt, wie schnell die Bauarbeiten voran schreiten und was in den letzten eineinhalb Jahren geleistet wurde“, sagte Stadtrat Ludger Wilde, der unter anderem bereits fertig gestellte Gebäude des ersten und zweiten Bauabschnitts in der Gleiwitzstraße, Fellhammerstraße und Schönwaldstraße besuchte. „Schon jetzt ist erkennbar, dass das Quartier in großem Maße durch die Modernisierung der Gebäude und des Wohnumfeldes profitieren wird“, so Ludger Wilde weiter.

Im gesamten Bestand überwiegt die Anzahl von kleinen Wohnungen, so dass kaum Familien mit Kindern vor Ort leben. „Unser Ziel ist es“, so Geschäftsführer Peter Bollmann, „langfristig das Quartier zu durchmischen und es auch Familien mit Kindern zugänglich zu machen.“ In einem ersten Schritt wurde vor diesem Hintergrund in der Schönwaldstraße 12 zwischenzeitlich eine

rund 100 Quadratmeter große familiengerechte Wohnung durch die Zusammenlegung von zwei kleineren Wohnungen geschaffen.

Die Mieten gestalten sich mit 5,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche besonders attraktiv. Darüber hinaus ist eine Erhöhung in den folgenden 20 Jahren auch nur eingeschränkt möglich, da Lavida Wohnen als Gegenleistung für die Förderdarlehen eine Mietbindung eingegangen ist.

Mit Blick auf den noch ausstehenden vierten Bauabschnitt wagt Peter Bollmann einen Ausblick: „Sollte das Wetter über die Wintermonate mitspielen, werden im Sommer 2016 alle Mieterinnen und Mieter der insgesamt 500 Wohnungen in einem vollständig modernisierten Quartier leben.“ Mit der Umsetzung dieses überzeugenden integrierten Handlungskonzeptes schafft Lavida Wohnen unter Berücksichtigung von Energie- und Klimaschutzzielen attraktive und nachfrageorientierte Wohnangebote für alle Generationen.