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Bild: Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Wikimedia Commons / Thorsten Bachner

Bewerbung

Bürgerdienste suchen ehrenamtliche Richter für die Schöffenwahl

Nachricht vom 02.01.2018

Alle fünf Jahre werden ehrenamtliche Richter, so genannte Schöffen, für die Tätigkeit am Dortmunder Amts- und Landgericht gesucht. Nach ihrer Wahl haben sie in Gerichtsverfahren mit demselben Stimmrecht wie Berufsrichter. Die nächste Wahl findet im Herbst 2018 für die Amtsperiode vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2023 statt.

"Wer an diesem Ehrenamt interessiert ist, und die Voraussetzungen für die Wahl erfüllt, kann sich ab sofort bewerben. Bewerberinnen und Bewerber werden in eine Vorschlagsliste eingetragen. Aus dieser werden die Schöffinnen und Schöffen später durch einen besonderen Schöffenwahlausschuss beim Amts- und Landgericht gewählt. Die ehrenamtliche Tätigkeit bietet eine einzigartige Möglichkeit, einen tiefen Einblick in das deutsche Strafrechtssystem zu gewinnen und aktiv darin mitzuwirken", erklärt Stadtsprecherin Heike Thelen.

Voraussetzungen für das Schöffenamt

Wegen der großen Verantwortung, die die Schöffentätigkeit mit sich bringt, werden in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit vorausgesetzt. Und nicht zuletzt – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – auch eine gewisse körperliche Eignung. Als erweiterte Voraussetzung für die Schöffinnen und Schöffen in der Jugendgerichtsbarkeit, den sogenannten Jugendschöffen, gilt zudem, dass diese erzieherisch befähigt bzw. über Erfahrungen in der Jugenderziehung verfügen sollen.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in Dortmund wohnen und am 1. Januar 2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden.

Wählbar sind nach dem Gerichtsverfassungsgesetz nur deutsche Staatsangehörige. Von der Wahl ausgeschlossen ist, wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz tätige Personen (Richter, Polizeibeamte, Bewährungshelfer usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Sofern sie Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer sind, werden gewählte Schöffen für die Teilnahme an den Gerichtsterminen von der Arbeit freigestellt und erhalten eine Aufwandsentschädigung.

Zum Thema

Das ausgefüllte und unterschriebene Bewerbungsformular kann per Post oder durch Einwurf in einen städtischen Hausbriefkasten an die Bürgerdienste der Stadt Dortmund zurückgesandt werden. Auch die Zusendung des eingescannten Dokumentes per E-Mail ist möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2018.

Ausführliche Informationen zur Wahl der Schöffinnen und Schöffen sowie Bewerbungsformulare gibt es bei den Bürgerdiensten der Stadt Dortmund, Südwall 2-4, 44137 Dortmund, in allen Bezirksverwaltungsstellen, bei der Freiwilligenagentur und in der Bürgerhalle des Rathauses. Alle Unterlagen stehen außerdem online bereit..