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Bild: Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Wikimedia Commons / Thorsten Bachner

Handlungskonzept

Stadt will Gebäuden der Zeche Gneisenau in Derne neues Leben einhauchen

Nachricht vom 11.01.2018

Mit dem Integrierten Handlungskonzept für Dortmund-Derne will die Stadt Dortmund die Potenziale des Stadtteils zusammenführen. Ausgehend von der Zeche Gneisenau soll zum Beispiel ein zentraler Ort für Veranstaltungen und Wege von der Zeche in das Wohnquartier geschaffen werden. Die Verwaltungsspitze hat dem Konzept nun zugestimmt.

Haben das Integrierte Handlungskonzept zum Stadtumbau Derne im Maschinenhaus der Zeche Gneisenau vorgestellt (v.l.): Helmut Böcker, Förderkreis Zechenkultur Gneisenau, Susanne Linnebach, stellvertretende Leiterin des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung, Stadtrat Ludger Wilde, Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny.

Haben das Integrierte Handlungskonzept Derne im Maschinenhaus der Zeche Gneisenau vorgestellt (v.l.): Helmut Böcker (Förderkreis Zechenkultur Gneisenau), Susanne Linnebach (stellvertretende Leiterin des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung), Stadtrat Ludger Wilde, Ursula Mehrfeld (Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur) und Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny.
Bild: Stadt Dortmund / Heike Thelen

Das Konzept bündelt Strategien für die Entwicklung des Stadtteils Derne. Auf dieser Grundlage soll Derne als attraktiver Wohn-, Lebens- und Freizeitort gestärkt und weiterentwickelt werden.

16 Einzelprojekte im Stadtteil

Ausgehend von den denkmalgeschützten Gebäuden der ehemaligen Zeche Gneisenau, die sich im Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur befinden, sollen durch insgesamt 16 Einzelprojekte im Stadtteil folgende Ziele erreicht werden:

  • Erhalt, Nutzung, wissenschaftliche Erforschung und öffentliche Zugänglichkeit der ehemaligen Zeche Gneisenau in Kooperation mit dem Förderkreis Zechenkultur Gneisenau e. V.
  • Schaffen einer zentralen Platzfläche und eines Veranstaltungsortes für die Bewohner Dernes
  • Imagesteigerung und Stärkung des Stadtteils durch Modernisierungsmaßnahmen und Integration des ehemaligen Zechenstandortes in den Stadtteil
  • Schaffen von Wegeverbindungen zwischen dem ehemaligen Zechengelände und dem Wohnquartier Dernes
  • Verbessern des öffentlichen Raumes, des Wohnumfeldes und der Erschließung

Ursula Meerfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, erklärte bei der Vorstellung des Konzeptes am 11. Januar auf dem Gelände der Zeche Gneisenau: "Für die Stiftung ist dieser Tag ein Meilenstein für die partnerschaftliche Zusammenarbeit zur Standortentwicklung."

Stadtteilpark und Einkaufszentrum auf Zechengelände

Rund 30 Jahre nach der Schließung der Zeche Gneisenau in Derne hat sich das äußere Erscheinungsbild des Stadtteils grundlegend verändert. Auf den Flächen des Zechengeländes sind vor der Kulisse der verbliebenen Industriebauten neben einem modernen Gewerbepark auch ein Landschaftsbauwerk, ein Stadtteilpark sowie ein Einkaufs- und Dienstleistungszentrum entstanden. Zuvor waren diese Flächen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Trotz der guten Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte hat Derne einen vergleichsweise hohen Anteil an Haushalten, die Transferleistungen beziehen. Auch der hohe Gewerbeleerstand entlang der Altenderner Straße trägt zum negativen Image des Stadtteils bei.

14 Millionen Euro sollen bis 2026 in den Stadtteil fließen

Das Amt für Wohnen und Stadterneuerung hat aufbauend auf der Quartiersanalyse Derne das "Integrierte Handlungskonzept Derne" erarbeitet, das als strategisches Steuerungselement die Potenziale des Stadtteils zusammenführt. Das Konzept wurde in enger Abstimmung mit der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur sowie den Koordinatoren von "nordwärts" entwickelt. Es umfasst ein Finanzvolumen von etwa 14 Millionen Euro, das bis zum Jahr 2026 in den Stadtteil fließen soll.

In einem ersten Schritt hat die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur einen Antrag zum Städtebauförderprogramm 2018 des Landes Nordrhein-Westfalen für die denkmalgerechte Sanierung des Fördergerüstes Schacht IV gestellt. Weitere Projektantragsstellungen durch die Stiftung und die Stadt sind für die Programmjahre ab 2019 vorgesehen.

Zum Thema

Das Amt für Wohnen und Stadterneuerung, die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und das Projekt "nordwärts" haben das "Integrierte Handlungskonzept Derne" entwickelt.