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Friedensplatz altes Stadthaus

Friedhöfe

Bild: Jesús González Rebordinos

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Wirtschaftsplan der Friedhöfe Dortmund für 2019

Nachricht vom 04.10.2018

Der Eigenbetrieb "Friedhöfe Dortmund" bewirtschaftet aktuell mit 120 Beschäftigten die 32 städtischen Friedhöfe. Mit einer Fläche von 332 Hektar sind sie nicht nur Orte, auf denen jährlich rund 4.850 Verstorbene ihre letzte Ruhe finden. Ihre landschaftsgärtnerische Gestaltung mit mindestens 22.000 Bäumen trägt zum grünen Erscheinungsbild der Stadt bei. Sie erfüllen wichtige ökologische und stadtklimatische Funktionen, nichts zuletzt als "Klima-Oasen" im verdichteten städtischen Raum. Damit bieten sie der Bevölkerung nah erreichbare Räume der Entspannung und Erholung.

All dies hat einen angemessenen Preis und der wird in den jährlichen Wirtschaftsplänen nachlesbar und transparent dargestellt. Mit dem Entwurf des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2019 hat sich die Verwaltungsspitze in der Sitzung am Dienstag, 2. Oktober, befasst.

Auch Friedhöfe müssen auf Trends reagieren

Kommunale Friedhöfe stehen verstärkt in direkter Konkurrenz zu alternativen marktwirtschaftlich orientierten Bestattungsangeboten. Auch sie müssen auf die sich kontinuierlich entwickelnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren. Die individuellen Bestattungsvorstellungen und Bestattungsentscheidungen der Bürger haben sich stark verändert. Kennzeichnend dafür stehen drei Trends, die sich seit der Gründung des Eigenbetriebs "Friedhöfe Dortmund" im Jahr 2001 deutlich verfestigt haben:

  • Bei einer nahezu gleich gebliebener Zahl von Bestattungen (im Mittel 4.850) ist der Anteil der "klassischen" Sargbestattungen bis heute von 43 Prozent auf 19 Prozent zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Urnenbestattungen von 57 Prozent auf 81 Prozent angestiegen.
  • Die Zahl der anonymen Urnenbestattungen hat sich verdoppelt (Im Jahr 2017 waren es rund 1.600). Fast jeder dritte Verstorbene wurde 2017 anonym bestattet.
  • Auch die Zahl der gewählten Grabarten, bei denen die Angehörigen gärtnerische Pflege nicht mehr selbst leisten müssen, hat sich verdoppelt (Im Jahr 2017 1.059 Mal aufgetreten).

Diese Trends fordern eine kontinuierliche bedarfsgerechte Anpassung des Grabangebots, um gegen Konkurrenz bestehen zu können. Aktuell stehen Angehörigen auf den städtischen Friedhöfen 16 verschiedenen Grabarten vom klassischen Erdgrab bis zum naturnahen Obstbaum- oder Haingrab zur Auswahl.

In diesem herausfordernden Umfeld gelingt es dem Eigenbetrieb "Friedhöfe Dortmund" mit seinem erweiterten Aufgabenspektrum (u. a. dem Erhalt denkmalgeschützter Friedhofsanlagen, Pflege von Kriegsgräbern und Gedenkmalen), die jährlichen Aufwendungen von 13,57 Millionen Euro zu rund 93 Prozent aus eigenen Erlösen zu erwirtschaften. Die sich nach Inanspruchnahme von aus Vorjahren vorhandenen Gewinnvorträgen ergebende Differenz wird durch einen entsprechenden Zuschuss aus dem städtischen Kernhaushalt ausgeglichen.

Friedhofsgebühren bleiben stabil

Diese Wirtschaftssituation ermöglicht es, wie schon im Jahr 2018, die Friedhofsgebühren auch 2019 auf aktuellem Niveau stabil zu halten. Der Entwurf des Wirtschaftsplanes 2019 wird nun den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt. Im November 2018 wird Rat dann über den Entwurf entscheiden. Über die tatsächlichen Entwicklungen im neuen Wirtschaftsjahr werden die Gremien in regelmäßigen Quartalsberichten informiert.