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Baumpatenschaften

Grünflächenamt bekommt bei Pflanzaktion in Aplerbeck unerwartete Hilfe von Anwohner*innen

Nachricht vom 27.05.2020

Dass Anwohner*innen sich freuen, wenn das Grünflächenamt vorbeikommt und die eigene Straße neu bepflanzt, kommt öfter vor. Aber dass sie so sehr aus dem Häuschen sind, spontan Baumpatenschaften übernehmen und der Stadt bei der ständigen Pflege helfen wollen, passiert nicht jeden Tag. So geschehen bei der jüngsten größeren Pflanzaktion an der Allerstraße in Aplerbeck, die am 18. Mai fertiggestellt werden konnte.

Auf dem Gruppenbild sind Anwohner*innen im Vordergrund zu sehen und im Hintergrund Leitung und Mitarbeiter des Grünflächenamtes

Anwohner*innen der Allerstraße übernehmen Patenschaften für Jungpflanzen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Anwohner Jürgen Ginzel erinnert sich noch gut an den Tag, als die erste Fuhre mit jungen Bäumen in der Straße eintraf. "Ganz ungläubig haben wir gefragt: Sind die etwa für uns? Und als die anderen dazu kamen, da wurde es für uns dann richtig schön!"

Eine schöne Überraschung war diese Begrüßung auch für die Mitarbeiter des Grünflächenamtes. Marcus Wedemann vom Grünflächenunterhaltungsbezirk Ost, der die Maßnahme in Aplerbeck gleitet hat: "Da geht einem das Herz auf!" Er erinnert sich noch gut an den zweiten Tag, als er viele Bäume, die tags zuvor gepflanzt wurden, mit farbigen Schleifchen oder anderen Markierungen versehen vorfand.

Anwohner*innen wechseln sich mit Gießen ab

Seine Verwunderung lösten die Anwohner*innen ganz schnell auf. "Wir haben gedacht, so viele Bäume, die brauchen alle viel Wasser und dann war schon der erste Zettel bei uns vor der Tür dran", erzählt Hans-Günter Meier. Und so ging es weiter. "Wir haben uns mit den ganzen Nachbarn hier abgestimmt und alle zusammen dann spontan die ganze Straße aufgeteilt. Das ging ganz schnell, wir sind hier als Anwohnerinitiative gut organisiert", ergänzt Rainer Schiffers. "Alle haben 'ihre Bereiche' abgesteckt oder 'ihren Baum' markiert", ergänzt er und freut sich noch immer.

Bäume, die tags zuvor gepflanzt wurden, mit farbigen Schleifchen versehen

Bäume, die tags zuvor gepflanzt wurden, sind mit farbigen Schleifchen versehen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Während der Pflanzaktion entwickelten sich schöne und angenehme Gespräche zwischen den Mitarbeiter*innen des Grünflächenamtes und den Anlieger*innen, an die alle gerne zurückdenken.

In der Allerstraße wurde ein Grünstreifen (auf der Nordseite der Allerstraße) auf einer Länge von 580 Metern mit frischen Bäumen und Sträuchern aufgewertet. Die Anwohner*innen haben sich selbständig aufgeteilt, um die frisch gepflanzten Bäume und Gehölzer zu gießen.

Apfelbäume für Aplerbeck

Besonders erfreut waren die Anlieger*innen, dass auf der ganzen Länge der Allerstraße nun unter anderem Apfelbäume wachsen werden. Was könnte auch passender sein für einen Stadtteil, der regelmäßig einen Apfelmarkt veranstaltet? Es handelt sich zwar um Zieräpfel, doch auch diese Früchte kann man essen. Eine ältere Anwohnerin meinte dazu: "Das ist ja toll. Wer soll die später alle pflücken?" Die Äpfel werden sicherlich auch viele Radfahrer*innen begeistern, denn die Allerstraße ist eine beliebte West-Ost-Verbindung. Mit etwas mehr Zeit im Rücken, könnten Radfahrer*innen aus dem Radweg also einen "Nasch-Weg" machen.

Bäume gegen wildes Parken

Im Kern ging es bei der Maßnahme darum, das illegale Parken auf dem Grünstreifen entlang der gesamten Allerstraße abzustellen, ein Ärgernis, das schon einige Zeit brodelte. Die Anlieger*innen hatten sich massiv beschwert. Ursprünglich wollte das Grünflächenamt hier ausschließlich dicke Felsbrocken platzieren, um das Parken unmöglich zu machen. Doch dann reifte schnell die Idee heran, dass vor allem eine Bepflanzung des Grünstreifens auf der gesamten Länge viel sinnvoller ist. Denn sie bedeutet nicht nur eine Aufwertung für die Augen und das Erleben der Wohnstraße, sondern auch in ökologischer Hinsicht und auf den Klimaschutz bezogen. Am Ende ist es eine hübsche Kombination aus jungen Pflanzen und Felsbrocken geworden. Und ganz nebenbei fördert es auch noch die Gemeinschaft der Anwohner*innen.

Neugepflanzter Baum mit grüner Schleife neben Felsbrocken

Am Ende ist es eine hübsche Kombination aus jungen Pflanzen und Felsbrocken geworden

Für Anwohnerin Britta Erdmann ist eine Sache völlig klar: "Wir haben uns über das wilde Parken hier beschwert und die Bäume bekommen. Jetzt geben wir gerne etwas zurück." Die Pflanzen könnten kaum bessere Startbedingungen bekommen. Das Grünflächenamt wird trotzdem die Bäume regelmäßig bewässern und auch in Sachen Pflege regelmäßig nach dem Rechten sehen. Ein einzelner Jungbaum braucht bis zu 100 Liter Wasser, um sich wohl zu fühlen und zu wachsen.

Dank an Rombergpark

Nicht nur Bäume, sondern auch Sträucher wurden gesetzt. Dabei hat der Botanische Garten Rombergpark geholfen und junge Bäume zur Verfügung gestellt. Für die tollen Pflanzen bedankt sich das Grünflächenamt beim Rombergpark.

In die vorhandenen Grünstreifen wurden acht Säulen-Hainbuchen, vier Säulen-Feldahorn, vier Kegel-Feldahorn und 97 Zierobstgehölze (Äpfel).

An Oberfläche sind zudem 180 qm Rasenfläche aufgearbeitet und frisch eingesät worden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.