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Grünflächenamt präsentiert Zwischenstand zum "Naturstadt"-Wettbewerb am Fredenbaumpark

Nachricht vom 22.09.2021

Nachdem Dortmund im Wettbewerb mit Projekten aus 310 Kommunen überzeugen konnte, arbeitet das Grünflächenamt seit fast zehn Monaten an dem neuen Experimentierraum "Natur ohne Mensch - Obst von Anderswo - Wiesen für Insekten". Nun gibt es einen ersten Zwischenstand dazu.

Zwei Frauen und ein Mann stehen hinter hohen Gräsern und Blumen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Brunsing (l.), Brigitte Bornmann-Lemm vom NABU Stadtverband Dortmund und Jürgen Hundorf vom Grünflächenamt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Als eine von 40 Kommunen hat die Stadt Dortmund im bundesweiten Wettbewerb "Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt" einen Preis für die eingereichte Projektidee zur Förderung von Stadtnatur und Insekten im Siedlungsraum bekommen. Konkret erhielt sie für das Projekt am Rande des Fredenbaumparks eine Förderung von 25.000 Euro.

Von der Umsetzung des Projektes, die noch nicht beendet ist, hat sich Julia Andreas aus dem Projektteam des Bündnisses Kommunen für biologische Vielfalt e.V. am Dienstag, 21. September, ein Bild machen können. Bürgermeisterin Barbara Brunsing hat sie bei ihrem Rundgang begleitet - zusammen mit Ulrich Finger, dem Leiter des Grünflächenamtes, Wilhelm Grote vom Freundeskreis Fredenbaumpark e.V. sowie zwei Mitgliedern des NABU Dortmund.

Seit zehn Monaten wird am Projekt gearbeitet

Im Wettbewerb mit Projekten aus 310 Kommunen konnte Dortmund mit seinem Projekt überzeugen. Seit Anfang 2021 arbeitet das Grünflächenamt nun an dem neuen Experimentierraum "Natur ohne Mensch – Obst von Anderswo – Wiesen für Insekten". Unter dieser Überschrift wird ein schon bestehender, wenig anspruchsvoller Grünbereich komplett umgestaltet.

Bestehende Rasenflächen sollen zu blütenreichen Wiesen werden und sich künftig insektenfreundlicher zeigen. Nistplätze für Wildbienen und andere Insekten werden durch verschiedene Naturmaterialen geschaffen. Ein Sandarium (Sandbeet) soll veranschaulichen, dass der überwiegende Teil aller Wildbienen-Arten in Deutschland unterirdisch nistet und von den kommerziellen künstlichen Nisthilfen nicht profitiert.

Obstbäume von Granatapfel bis Mirabelle

Zusätzlich werden Streuobstinseln mit Obst- und Nussbaumarten wie Esskastanie, Walnuss, Haselnuss, Quitte, Mirabelle, Mandel, Pfirsich, Mispel, Maulbeerbaum, Feige und Granatapfel angelegt. Diese in Südeuropa beheimateten Arten werden in Dortmund hinsichtlich der fortschreitenden Klimaerwärmung darauf untersucht, ob sie für unsere Obstwiesen tauglich sind - daher auch der Titel "Obst von Anderswo".

Außerdem ist ein Wildnis-Gebiet geplant, das für Menschen unzugänglich eingezäunt und der natürlichen Sukzession überlassen wird. Hierdurch wird die Beobachtung einer natürlichen Entwicklung der Vegetation auch in der Stadt möglich ("Natur ohne Menschen"). Umweltbildungsangebote und ein Aussichtsturm bereichern dieses Teilprojekt. Das Naturmuseum, das nicht weit entfernt liegt, arbeitet an Ideen für Kooperationen.

Zum Hintergrund: Der Wettbewerb "Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt" wird vom Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e.V. durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

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Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.