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Freizeit und Bauen

Architektur-Wettbewerb für Fredenbaum-Pavillon - Gewinner*innen-Entwürfe bei Preisverleihung vorgestellt

Nachricht vom 19.09.2022

Gebaut aus natürlichen Materialien, einfach zu errichten und flexibel und barrierefrei nutzbar - so soll er sein, der neue Pavillon im Fredenbaumpark. Nun wurden drei siegreiche Entwürfe vorgestellt.

Der Sieger-Entwurf Nummer 1 für den Pavillon im Fredenbaum.

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Studierende des Fachbereichs Architektur der Fachhochschule Dortmund haben auf Grundlage der Vorgaben 17 einzigartige Entwürfe erarbeitet, von denen die drei gelungensten am Freitag, 16. September, mit einem Preis des SI-Club Dortmund Hellweg ausgezeichnet wurden.

Bei dem Projekt "Parkhaus Parkraum Parkbaum" handelt es sich um eine Kooperation von Grünflächenamt und Fachhochschule mit dem Ziel, den Fredenbaumpark zur IGA 2027 mit einem neuen Gebäude auszustatten. Dieses Haus soll für den Bootsverleih eine Heimat sein und gleichzeitig flexibel nutzbare Räume für Veranstaltungen bieten.

Diese Entwürfe wurden ausgezeichnet, die Übergabe der Preise erfolgte durch den Soroptimist-Club Dortmund Hellweg. Soroptimist International (SI) ist eines der weltweit größten Netzwerke berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement:

1. Preis

"Parkour"
(Alexandre Ferreira Monteiro Coelho und Vincent Mel Heinrich)

2. Preis

"Fredenraum"
(Katrin Langer und Vjosa Syla)

3. Preis

"Freet"
(Kerstin Geisweller, Jenny Beate Klosek und Dennis Osenstätter)

Lob auch von der Stadtverwaltung

Prof. Dr. Tamara Appel, Prorektorin der Fachhochschule Dortmund, war bei der Preisverleihung vor Ort. Sie würdigte das Projekt als besonders anwendungsorientiert und sagte zu den Studierenden: "Aus Lehm haben Sie eine Hülle geschaffen, die Sie mit Ideen füllen. Diese Ideen erwachen hier im Fredenbaumpark zum Leben."

Auch Dortmunds Baudezernent Arnulf Rybicki zeigte sich beeindruckt von der Kreativität der Studierenden: "Ein nachhaltiges Gebäude zu entwerfen, das mit sehr einfachen Mitteln errichtet werden kann und zugleich den Parkbesucher*innen viele Möglichkeiten der Nutzung eröffnet, ist keine leichte Aufgabe. Umso erstaunlicher sind die Ergebnisse. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn der Pavillon steht und den Fredenbaumpark um eine weitere Besonderheit bereichert."

Alexandre Ferreira Monteiro Coelho (links), Vincent Mel Heinrich.

Die Preisträger Alexandre Ferreira Monteiro Coelho (links) und Vincent Mel Heinrich.
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IGA 2027 soll den Pavillon in Szene setzen

Zur Internationalen Gartenausstellung 2027 soll das Gebäude fertig sein. Das Bauen werden die Studierenden weitgehend selbst übernehmen, aber natürlich stehen die Mitarbeiter*innen des Grünflächenamts helfend zur Seite. Damit die erforderlichen, natürlichen Baumaterialien wie Holz und Lehm nicht teuer eingekauft werden müssen, sollen die Studierenden diese vom Grünflächenamt erhalten. Bei der täglichen Pflege fallen die Materialien ohnehin an.

Enge Zusammenarbeit für praxisorientiertes Lernen

Schon seit 2020 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule und Grünflächenamt: So gab es bereits das Projekt "Erst-Trees", bei dem Studierende im ersten Semester Bäume in den Grünanlagen der Stadt gepflanzt haben. Auch die Aufstellung der bekannten "SitzwürFHel" erfolgte in Kooperation - im Fredenbaum kann so eine praktische Sitzgelegenheit ausprobiert werden.

Dieser "SitzwürFHel" ist ein Geschenk der Fachhochschule an die Stadt und steht symbolisch für die Verbundenheit der beiden Partner*innen sowie die praxisorientierte Lehre an der Fachhochschule. Auch ein neues Projekt ist bereits im Anstich, Thema: ökologische Gartenlauben.

Hintergrund

Das Projekt "Parkhaus Parkraum Parkbaum" legt einen Fokus auf nachhaltiges Bauen für und mit den Menschen. Das Bauwerk soll aus natürlichen Baumaterialien wie Lehm und Holz entstehen, die in ausreichenden Mengen beim Grünflächenamt anfallen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Planung war die uneingeschränkte Barrierefreiheit der Entwürfe.

Die Konstruktion war so zu wählen, dass wesentliche Teile der Baumaßnahmen unter Anleitung auch von handwerklichen Laien realisierbar sind. So soll der Pavillon gemeinsam mit Studierenden und späteren Nutzer*innen errichtet werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.