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Klima ist heimspiel

Wir liefern treffsichere Tipps

33 Klimatipps in 6 Kategorien für eine runde Sache.

Damit das Klima nicht zurückschlägt.

33 Klimatipps in 6 Kategorien

Ich drehe runter!

Wenn Sie clever heizen, sparen Sie viel CO2 und schonen Ihren Geldbeutel. Hier steht, wie Sie den richtigen Dreh rauskriegen können.

Klima-Tipp Nr. 1

Ich senke in meiner Wohnung von Oktober bis März die Temperatur um ein Grad ab.

Ein kleiner Dreh für Sie, ein großer Dreh für die Menschheit: Ein Grad weniger senkt den Verbrauch an Heizenergie um sechs Prozent. Die optimale Wohnungstemperatur liegt bei smarten 20 Grad, in anderen Räumen braucht es weniger.

Der Klimacoach sagt: Auf der fünfstufigen Skala eines Heizkörpers mit Thermostatventilen liegen zwischen jeder Stufe etwa vier Grad. Die mittlere Stufe entspricht 20 Grad. Der Verbrauch in einer 80 Quadratmeter großen Altbauwohnung mit Gasheizung sinkt pro Jahr um 1.500 Kilowattstunden, das entspricht 340 Kilogramm CO2. Der Einspareffekt: Rund 100 Euro.

Klima-Tipp Nr. 2

Ich lüfte die Räume durch komplett geöffnete –und nicht durch gekippte – Fenster.

Geben Sie sich den Stoß: Wer Fenster zum Lüften in der kühlen Jahreszeit dauerhaft kippt, bläst die Energie im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinaus. Dadurch kühlen die Wände aus und es geht unnötig Energie verloren. Neben dem Energieverlust kann dies zu Schimmelbildung führen. Die warme Raumluft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Fällt ihre Temperatur, etwa an kühlen Wänden vor allem im Bereich der Kippfenster, dann schlägt sich die Feuchtigkeit dort nieder. Der Schimmel freut sich. Das muss nicht sein!

Der Klimacoach rät: Genügend frische Luft erhalten Sie in den Wintermonaten durch mehrfach tägliches, kurzes Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern.

Klima-Tipp Nr. 3

Ich verwende Wasserspar-Duschköpfe.

Holen Sie sich einen Neuen ins Haus: 15 bis 20 Liter pro Minute verbraucht der Mensch beim Duschen. Sauber wird man aber auch mit deutlich weniger Wasser – und das ohne auf den „Wellnessfaktor“ zu verzichten. Möglich macht das ein moderner Wasserspar-Duschkopf. Einfach den alten Duschkopf ersetzen – der Neue ist für wenig Geld im Fachhandel oder im Baumarkt zu haben.

Der Klimacoach weiß: Ein neuer Wasserspar- Duschkopf verbraucht nur noch sechs Liter pro Minute und lässt nicht nur Sie vor Sauberkeit strahlen, sondern auch Ihr Konto – Ihr Wasserverbrauch wird deutlich sinken.

Klima-Tipp Nr. 4

Ich lasse gekochte Speisen abkühlen, bevor ich sie in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach stelle.

Auch Ihr Kühlschrank hat Gefühle: Stellen Sie warme oder gar heiße Speisen zu früh in den Kühlschrank, will dieser automatisch herunterkühlen, um der plötzlichen „Hitze“ in seinem „Revier“ entgegenzuwirken. Die Folge: Das Gerät muss eine erhöhte Kühlleistung vollbringen, was einen größeren Energieverbrauch verursacht.

Der Klimacoach rät: Lassen Sie warmes Essen eine Weile abkühlen, bevor Sie es in den Kühlschrank stellen. Zimmertemperatur ist ideal. Jetzt erst mal „Guten Appetit“!

Klima-Tipp Nr. 5

Ich dämme freiliegende Heizungsleitungen.

Entscheidend ist das, was drum rum kommt: Ungedämmte Heizungsleitungen verlieren extrem viel Wärme. Vor allem im Keller bleiben die Rohre oft unverkleidet. Ein Einfamilienhaus mit ungedämmten Rohren verliert jährlich Energie, die etwa 1.000 Waschgängen mit einer energieeffizienten Waschmaschine entspricht. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern laut Energieeinsparverordnung sogar eine Ordnungswidrigkeit.

Der Klimacoach rät: Eine Verkleidung der Leitungen beispielsweise mit einfach anzupassenden Rohrschalen verhindert, dass Wärme ungehindert entweichen kann. Das Material dazu gibt es im Baumarkt und die Kosten dafür sparen Sie durch den niedrigeren Verbrauch schnell wieder ein.

Klima-Tipp Nr. 6

Ich überprüfe meine Heizungspumpe.

Was ist eigentlich mit Ihrer Pumpe los? Eine ungeregelte Heizungspumpe alter Bauart frisst noch mehr Strom als ein Elektroherd. Und das auch deshalb, weil sie mit konstant hoher Leistung läuft – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf.

Der Klimacoach vergleicht: Während eine alte Pumpe pro Jahr rund 120 Euro schluckt, liegen die Kosten einer modernen Pumpe bei weniger als 20 Euro – ein Austausch, der lohnt und durch einen Fachmann innerhalb von einer halben Stunde erledigt ist. Ein weiterer Pluspunkt: Die Anschaffung hocheffizienter Pumpen wird zum Teil durch öffentliche Förderprogramme bezuschusst.

Heizkörper
Bild: photocase.com / Melange

Ich schalte ab!

Ökostrom beziehen ist gut – erst gar keinen Strom verbrauchen ist noch besser. Diese Rubrik informiert über clevere Stromsparmöglichkeiten.

Klima-Tipp Nr. 7

Ich verwende Energiesparlampen

Lassen Sie sich ein Licht aufgehen – aber sparsam: Tauschen Sie alte Glühbirnen gegen neue Energiesparlampen aus und reduzieren Sie Ihren Stromverbrauch bis zu 80 Prozent. Seit 1. September 2009 dürfen laut einer EU-Verordnung weder matte Birnen noch klare Birnen mit 100 Watt Leistung nicht mehr verkauft werden. 2010 und 2011 folgten die 75-Watt- und die 60- Watt-Birne. Ab 1. September 2012 sind dann alle anderen Glühbirnen mit einer Leistungsaufnahme von mehr als 10 Watt betroffen.

Der Klimacoach findet: Werden in allen deutschen Haushalten Energiesparlampen verwendet, könnte man nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe ein bis zwei Kraftwerke abschalten.

Abschließender Hinweis: Entsorgen Sie verbrauchte Energiesparlampen nicht im Restmüll. Bringen Sie sie zur Schadstoffsammelstelle. Auch der Elektrohandel und Baumärkte nehmen defekte Lampen kostenlos zurück.

Klima-Tipp Nr. 8

Ich lasse meine Klimaanlage/ mein Klimagerät fast immer aus.

Vorsicht vor der Hitzemauer: Sommer, 35 Grad im Schatten. Bei Ihnen in der Wohnung hat es aber nur 20 Grad, weil Ihre Klimaanlage bzw. Ihr mobiles Klimagerät auf vollen Touren läuft. Sie gehen raus – ein Drama. Denn draußen wartet die böse Hitzemauer auf Sie. 15 Grad Unterschied – das ist aber gar nicht gut für Ihren Kreislauf, denken Sie sich. Zudem kann die ständige Umluft Niesreiz auslösen, Erkältungen verursachen und die Schleimhaut austrocknen, es brennt und juckt in der Nase.

Der Klimacoach rät: Wer noch kein Klimagerät hat, sollte am besten darauf verzichten – aus Gesundheits- und Kostengründen. Vor allem vermeintlich günstige Kompaktgeräte sind ineffizient und entpuppen sich schnell als teure Energiefresser. Der Abluftschlauch, der aus dem Fenster hängen muss, sorgt übrigens dafür, dass die Hitze direkt wieder reinkommt.

Klima-Tipp Nr. 9

Ich trockne meine Wäsche natürlich und benutze keinen Wäschetrockner.

Gut geschleudert ist halb getrocknet: Je besser die Wäsche geschleudert wird, desto weniger nass kommt sie aus der Waschmaschine. Und vollends trocknen, das kann Ihre Wäsche dann auch ganz ohne Strom – wetten?

Der Klimacoach weiß: Ein Wäschetrockner verbraucht drei- bis viermal soviel Strom wie das Waschen der gleichen Menge Wäsche. Die besten Trockner sind hingegen Sonne und Wind – die kosten nämlich gar nichts und haben nach allen Erkenntnissen der Wissenschaft auch kein lästiges Flusensieb, das man ständig sauber machen muss.

Klima-Tipp Nr. 10

Ich taue vereiste Kühlgeräte regelmäßig ab.

Sorgen Sie für ein Ende der Eiszeit: Vereiste Kühl- und Gefrierschränke sind Stromverschwender. Beseitigen Sie deshalb auch schon kleinere Vereisungen im Kühlfach. Je dicker die Eisschicht, desto mehr wird das Gerät zum echten Stromfresser. Eine Vereisung von fünf Millimetern erhöht den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks um cirka 30 Prozent.

Der Tipp vom Klimacoach: Die Kühlschranktür nicht länger als absolut nötig offen stehen lassen – so verhindern Sie den Ausbruch einer neuen Eiszeit. Und wenn Sie sich ein neues Kühlgerät anschaffen, achten Sie auf den Stromverbrauch – die Energieklasse A++ darf es dann schon sein.

Klima-Tipp Nr. 11

Ich vermeide unnötige Standby-Schaltungen.

Entspannen und abschalten – ohne ständig auf Bereitschaft zu sein: Nicht nur, wer in Urlaub fährt, sollte darauf achten, dass Fernseher, Stereoanlage, DVD-Player oder der Kaffee-Vollautomat vollständig ausgeschaltet sind. Die Standby-Funktion ist bequem und angenehm. Gleichzeitig ist sie teuer. So kostet allein das Fernsehgerät im Jahr zusätzlich 10 Euro – und Sie haben noch keine einzige Folge Ihrer Lieblingsserie gesehen.

Klimacoachs Empfehlung: Schließen Sie mehrere Geräte mit Standby-Funktion an eine schaltbare Steckerleiste an. Der Vorteil: Sie müssen nur einen Schalter betätigen, um viele Geräte komplett auszuschalten. Das Einsparpotenzial in einem durchschnittlichen Haushalt beträgt fast 90 Euro im Jahr.

Klima-Tipp Nr. 12

Ich nutze bei Computer und Monitor den Energiesparmodus.

Denken Sie mal an den Ruhestand: Und zwar an den Ihres Computers und Ihres Monitors, die beide Strom verbrauchen, oft stundenlang aber einfach „nur so“ laufen und gar nicht benutzt werden. Für beide gibt es Energiespareinstellungen in der Systemsteuerung – ohne einen Strom fressenden Bildschirmschoner. Lesen Sie doch dort mal nach.

Der Klimacoach rechnet vor: Zwei zusätzliche Ruhestunden pro Tag für ihren Computer bringen eine Einsparung von mindestens 33 Kilowattstunden pro Jahr. Das sind rund sieben Euro. Zugegeben: Vielleicht nicht viel für den einzelnen Haushalt. Aber jetzt stellen Sie sich einmal vor, alle Dortmunderinnen und Dortmunder würden ihren Computer öfter mal ausschalten, wenn sie ihn nicht brauchen…unglaublich…

Ich recycle!

Richtiges Recycling fängt schon beim Einkaufen an. Worauf Sie achten können, lesen Sie hier.

Klima-Tipp Nr. 13

Ich bevorzuge Mehrweg für Getränke und Milchprodukte

Finden Sie den „Mehrweg“: Mit der Benutzung von Getränkeflaschen, die wieder befüllt werden, tun Sie etwas für den Umweltschutz. Mehrwegflaschen, sei es aus PET oder Glas, verringern nämlich den CO2-Ausstoß. Am größten sind die Umweltbelastungen hingegen bei Einwegdosen und -flaschen.

Der Klimacoach hat ausgerechnet: Wenn alle alkoholfreien Getränke in Mehrwegverpackungen abgefüllt würden, könnten jährlich 1,25 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden – das ist der Gesamtausstoß von einer halben Million Mittelklassewagen bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern im Jahr.

Klima-Tipp Nr. 14

Ich verwende vorwiegend Recyclingpapier für Schulhefte, Druckerpapier, Hygiene- und Küchenpapiere.

Wiedersehen macht Freude: Geben Sie Ihren Zeitungsstapel zur Altpapiersammlung. Die Produktion von Altpapier ist wesentlich umweltverträglicher als die von Frischfaserpapier, bei dem Zellstoffe schadstoff- und energiereich gewonnen werden müssen. Auch der Wasserverbrauch und die -belastung sind wesentlich geringer.

Der Klimacoach weiß zudem: Die Qualität von Recycling-Papier steht dem „normalen“ Frischfaserpapier in nichts nach. Das hat unter anderem das Bundesamt für Materialprüfung in Tests nachgewiesen. Hochwertiges Recyclingpapier erkennen Sie zum Beispiel am Umweltzeichen „Blauer Engel“.

Klima-Tipp Nr. 15

Ich verwende bei Einkäufen eine Mehrwegtasche und keine Plastiktüten.

Sie dürfen gern ein „Stoffel“ sein: Umweltbewusstes Einkaufen fängt schon mit der Wahl der richtigen Einkaufstüte an. Klarer Fall, das ist die Stofftasche und nicht die Plastiktüte. Taschen aus Baumwolle, Jute oder Kunstfaser können vielfach verwendet werden – die Plastiktüte fliegt dagegen nicht selten schon nach einmaligem Gebrauch in den Müll. Für ihre Herstellung ist der Einsatz von Erdöl, Energie und Wasser nötig, was in der Summe einen enormen Ressourcenverbrauch bedeutet. Auch die biologisch abbaubare Plastiktüte ist keine Alternative: Sie wird von Kompostwerken häufig trotzdem aussortiert.

Der Klimacoach findet außerdem, dass man mit einer Stofftasche beim Einkaufen viel schicker aussieht als mit einer Plastiktüte.

Klima-Tipp Nr. 16

Ich trenne konsequent den Müll und verzichte auf unnötige Umverpackungen

Hüllenlos ist sexy: Viele Waren haben um die eigentliche Produktverpackung eine unnötige Zusatzverpackung – rein zum Zweck der Werbung. Beginnen Sie mit der Mülltrennung schon im Supermarkt und lassen Sie die so genannte Umverpackung zurück. Und auch zu Hause geht Mülltrennung leichter als Sie denken.

Der Klimacoach rät: Besorgen Sie sich Informationen zum richtigen Trennen, dann sind Sie immer im Bilde – und Ihr Abfall in der richtigen Tonne. Ein Beispiel: Bioabfälle gehören in die Biotonne und nicht in den Restmüll. Oder kompostieren Sie Ihre Bioabfälle im Garten. Dann haben Sie in der nächsten Gartensaison Ihre eigene nährstoffreiche Erde zum Blumen pflanzen oder Gemüse anbauen.

Leergut in einer Kiste
Bild: photocase.com / IS2

Ich bin mobil!

Ständig auf Achse – das geht auch umweltschonend. Mit den folgenden Tipps lenken Sie Ihre Klimabilanz in die richtige Bahn.

Klima-Tipp Nr. 17

Ich fahre klimafreundlich und kraftstoffsparend.

Bleifüße sind out: Klimafreundlich fahren und Kraftstoff sparen – das ist eigentlich ganz einfach. Früh in den höheren Gang schalten, vorausschauend. Fahren, die Drehzahl halten, den Motor an der roten Ampel ruhig mal abschalten und vor allem: Bitte nicht bei laufendem Motor Eis kratzen. Das ist klimaschädlich und auch die Straßenverkehrsordnung hat was dagegen.

Der Klimacoach hat ausgerechnet, dass Sie mit einer energiesparenden Fahrweise auf einer Distanz von 10.000 Kilometern rund 160 Liter Benzin und damit 260 Euro sparen können. Das entspricht rund 400 Kilogramm weniger CO2. Wie wäre es mit einem Spritspar-Training? Eine solche Schulung geht ganz individuell auf Ihren Fahrstil ein und dauert nur zwei bis drei Stunden.

Klima-Tipp Nr. 18

Ich benutze häufiger die Bahn und lasse das Auto stehen.

Wo bitte, wenn nicht in Dortmund: Der bestens ausgebaute Personen-Nahverkehr in der Flächenstadt lädt gerade dazu ein, häufiger mal die Bahn zu benutzen und das Auto stehen zu lassen. Gelegenheiten dazu gibt es viele, beispielsweise bei Freizeitausflügen aber auch für die tägliche Fahrt zur Arbeit. Alles eine Sache der Organisation.

Der Klimacoach weiß: Für alle Situationen gibt es den passenden Tarif. Und immer wieder verlockende Sonder- und Schnupperangebote der Verkehrsbetriebe, die den Umstieg vom Auto auf die Bahn leicht machen. Zum Beispiel das Ticket 1000, ein Schnupperabo oder auch Sparpreisangebote der Bahn bei weiteren Fahrten.

Klima-Tipp Nr. 19

Ich nutze öfter das Fahrrad oder gehe zu Fuß anstelle des Autos.

Schnell, schneller, Fahrrad: In der City kommen Sie auf Kurzstrecken bis fünf Kilometer am besten auf dem Drahtesel voran. In Dortmund sowieso – wo doch ein Großteil der Stadt in der Ruhrebene liegt und die Radwege kontinuierlich ausgebaut werden. Die wenigen „Bergetappen“ in Form von Brücken können Sie ja wohl nicht abhalten.

Der Klimacoach sieht gleich drei Gründe fürs Umsteigen auf das Rad: Erstens spart jeder Liter nicht verbrauchter Kraftstoff rund 2,5 Kilogramm CO2, zweitens hält es fit und drittens finden Sie immer einen Parkplatz.

Klima-Tipp Nr. 20

Ich nehme die Treppe und vermeide den Fahrstuhl.

Das günstigste Fitnessprogramm aller Zeiten: Jede Treppenstufe verlängert Ihr Leben um einige Sekunden, so haben es Wissenschaftler einmal ausgerechnet. Nehmen Sie deshalb bei passenden Gelegenheiten lieber die Treppe und lassen Sie den Fahrstuhl links liegen. Beispiel Büro: Oft ist es nur ein Stockwerk, das Sie zurücklegen müssen und der Weg von der Kantine zu Ihrem Arbeitsplatz ist ein netter Verdauungsspaziergang.

Der Klimacoach hat ausgerechnet, dass Sie beim Verzicht auf zwei Aufzugsfahrten täglich 22 Kilowattstunden Strom und damit 13 Kilogramm CO2 im Jahr einsparen.

Klima-Tipp Nr. 21

Ich teile mit anderen Menschen ein Auto oder nutze Carsharing.

Etwas benutzen, was einem gar nicht gehört: So funktioniert Carsharing. Sie teilen sich mit anderen Mitgliedern ein Auto und bezahlen nur für die Zeit, in der Sie das Fahrzeug auch tatsächlich benutzen. Und das bei hoher Flexibilität – denn in Dortmund können Sie je nach Bedarf mobil sein. Ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Carsharing-Fahrzeugen oder einem Fahrrad des öffentlichen Verleihsystems. Das ist Mobilität nach Maß!

Auch der Klimacoach macht rät: Wer nicht viele Kilometer unterwegs ist und nur ab und an mal ein Auto braucht, der ist idealer Kandidat fürs Autoteilen.

Klima-Tipp Nr. 22

Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Theater/Konzert/Kino.

Lesen Sie mal das Kleingedruckte: Oft gelten Eintrittskarten fürs Theater oder ins Konzert auch für die kostenlose Hin- und Rückfahrt mit der U-bahn. Eine angenehme Sache, weil lästige Parkplatzsuche und Kosten für die Tiefgarage entfallen.

Der Klimacoach weiß: Der öffentliche Personen- Nahverkehr in Dortmund ist spitze und bringt Sie auch noch zu später oder zu ganz früher Stunde wieder sicher nach Hause.

Frau auf einem Fahrrad auf Froschperspektive
Bild: photocase.com / ideas-ahead

Ich lebe und feiere gern!

In dieser Rubrik erfahren Sie, wie Sie weiterhin unbeschwert genießen können, ohne dass das Klima leidet.

Klima-Tipp Nr. 23

Ich bevorzuge saisonale Lebensmittel aus der Region.

Warum aus der Ferne bringen lassen, wenn das Gute liegt so nah: Genießen Sie saisonale Lebensmittel aus der Region. Zum einen helfen Sie mit, weite und damit klimaschädliche Transporte per Flugzeug und Lkw zu vermeiden. Zum anderen muss das Obst oder Gemüse nicht außerhalb der Saison energieaufwändig in beheizten Treibhäusern produziert werden.

Der Klimacoach besucht die Dortmunder Wochenmärkte: Dort gibt es frisches Gemüse direkt vom Bauern aus der Region. Kaufen Sie dabei möglichst viele Produkte in der Saison, also beispielsweise Rosenkohl vor allem im Winter oder Erdbeeren im Frühsommer und Sommer. Mit einem Saison- oder Erntekalender sind Sie stets auf dem Laufenden, wann welches Gemüse bei uns geerntet wird.

Klima-Tipp Nr. 24

Ich bevorzuge frische Lebensmittel anstelle von Tiefkühlprodukten.

FKK – jetzt auch für Gemüse: Verzichten Sie auf Lebensmittel in Konserven und aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Steuern Sie lieber die Obst und Gemüseabteilung an. Dort gibt es Gemüse und Obst unverpackt und frisch – mit vollem Vitamingenuss.

Der Klimacoach hat sich informiert: Das Tiefkühlen von Produkten ist mit hohem Energieaufwand verbunden. Ebenfalls energieintensiv ist die Herstellung von Verpackungen – und deren Entsorgung. Tiefkühlpommes verursachen rund 25 Mal mehr CO2 als frische Kartoffeln. Seien Sie also freizügig und kaufen Sie ruhig mehr „FKK Gemüse“.

Klima-Tipp Nr. 25

Ich esse weniger Fleisch und Wurst oder versuche ganz darauf zu verzichten.

Vorsicht bei Fleischeslust: Viehhaltung ist weltweit für rund 18 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Grund sind die energieaufwändige und flächenintensive Herstellung des Tierfutters, z. B. Soja und Mais, und vor allem das, was Wiederkäuern wie Rindern vorn und hinten „entfährt“: In deren Mägen wird reichlich Methan gebildet – dessen Treibhauspotenzial ist um ein Vielfaches höher als das von Kohlendioxid. Umgerechnet verursacht die Produktion von einem Kilo Rindfleisch rund 13 Kilogramm CO2. Das ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 100 Kilometern mit einem Kleinwagen. Ein Kilo Obst kommt dagegen auf nur ein halbes Kilo CO2, Gemüse sogar nur auf 150 Gramm.

Der Klimacoach empfiehlt: Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch und Milchprodukten. Das ist zudem gesünder. Ernährungsstudien besagen ohnehin: Wir nehmen zu viel tierisches Fett zu uns.

Klima-Tipp Nr. 26

Ich kaufe mehr Lebensmittel aus ökologischer Produktion.

Bio hat Vorfahrt: Wer Lebensmittel aus ökologischer Produktion bevorzugt, leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Beim Anbau von Bio-Lebensmitteln wird im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft weniger Energie verbraucht. Das zeigt die CO2-Bilanz am Beispiel der Tomate: Während der konventionelle Anbau in der Region innerhalb der Saison 85 Gramm pro Kilo Tomate an CO2-Ausstoß verursacht, sind es beim ökologischen Anbau nur 35 Gramm.

Der Klimacoach rät deshalb: Greifen Sie zu Biowaren. Zu erkennen sind sie leicht am Bio- Siegel. Besonders klimabewusste Verbraucher achten auch hier auf regionale und saisonale Produkte.

Klima-Tipp Nr. 27

Ich benutze auch bei größeren Festen Mehrweggeschirr.

Das Auge isst schließlich mit: Feiern Sie Ihr nächstes Fest mit Mehrweggeschirr. Die Herstellung von Einweggeschirr verschlingt wertvolle Ressourcen und viel Energie. Und danach türmen sich Abfallberge, die bei ihrer Entsorgung noch einmal das Klima schädigen.

Der Klimacoach findet: Essen vom Pappteller ist nicht lecker und sieht auch nicht schön aus. Auch viele Vereine sind inzwischen umgestiegen, sie servieren Essen auf Porzellantellern und Getränke aus Gläsern und zeigen damit den Besuchern wie leicht aktiver Umweltschutz ist. Machen Sie’s bei Ihrem nächsten größeren privaten Fest ebenso. Abgucken und Nachmachen sind erwünscht.

Kuh auf Wiese
Bild: photocase.com / jms_foto

Was ich sonst noch tue!

Hier finden Sie Tipps, die ebenfalls viel bringen oder sich leicht in Ihren Alltag integrieren lassen.

Klima-Tipp Nr. 28

Ich stelle um und beziehe Ökostrom.

Zeigen Sie den Fossilen einfach die lange Nase: Steigen Sie auf erneuerbare Energien um. Ökostrom funktioniert ganz einfach und auch hier vor Ort. Die DEW21 bieten mit dem „Unser Strom.grün“-Tarif die Möglichkeit, Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbare Energien zu beziehen – garantiert vom TÜV Nord.

Der Klimacoach hat noch einen Tipp: Mit dem „Unser Strom.clima prima“-Tarif der DEW21 fördern Sie durch einen geringen Aufschlag pro Kilowattstunde zusätzlich den den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie in Dortmund. Damit setzen Sie sich ganz bewusst für den Schutz der Umwelt und des Klimas ein und tragen darüber hinaus auch noch zur Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort bei.

Klima-Tipp Nr. 29

Ich gleiche CO2-Emissionen nicht vermeidbarer Flüge mit einer Abgabe aus.

Wenn es mal gar nicht anders geht: Fliegen belastet die eigene Klimabilanz enorm, allerdings kann oder will man nicht immer darauf verzichten. CO2-Emissionen nicht vermeidbarer Flüge können mit einer Abgabe ausgeglichen werden. Damit lässt sich der Ausstoß nicht verhindern, aber immerhin ein klein wenig reparieren.

Der Klimacoach hat ausgerechnet: Ein Hin- und Rückflug nach Mallorca verursacht 640 Kilo CO2 – dafür sind beispielsweise bei atmosfair.de 15 Euro zu entrichten. Mit dieser Abgabe werden weltweit Klimaschutzprojekte unterstützt, die helfen, Kohlendioxid an anderer Stelle einzusparen, zum Beispiel durch den Bau von Solarküchen in Indien oder Klein-Wasserkraftwerken in Honduras.

Klima-Tipp Nr. 30

Ich achte beim Kauf von Elektrogeräten auf einen geringen Stromverbrauch.

Kaufkriterium Verbrauch: Bei weißer Ware wie Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Spülmaschinen oder Elektrobacköfen trifft das EU-Energielabel Aussagen über den Energieverbrauch des Geräts. Bei Bürogeräten zeigt ihnen zum Beispiel der Energy Star, welche Geräte besonders sparsam sind – oder fragen Sie beim Verkaufspersonal nach.

Der Klimacoach hat für eine effiziente Kühl-Gefrierkombination mittlerer Größe ausgerechnet, dass sie über die Nutzungsdauer von 15 Jahren knapp 2.500 Kilowattstunden weniger Strom verbraucht als ein weniger sparsames Gerät. Das entspricht mehr als 500 Euro – das gleicht Mehrkosten bei der Anschaffung locker aus und spart im Jahr fast 100 Kilogramm CO2.

Klima-Tipp Nr. 31

Ich überprüfe meinen Energieverbrauch.

Kommen Sie Ihren Stromfressern auf die Schliche: Vergleichen Sie Ihren Jahresstromverbrauch mit „typischen“ Durchschnittswerten – so wissen Sie schnell, ob sich daheim größere Einsparpotenziale verbergen. Hilfestellung bieten etwa die interaktiven Energiesparratgeber des Umwelt- und Arbeitsschutzes im Internet. Eine weitere Möglichkeit: Mit einem Strommessgerät, das Sie zwischen Gerät und Steckdose schalten, erfahren Sie enau, welche Geräte in Ihrem Haus eigentlich Kosten verursachen und damit das Klima belasten.

Der Klimacoach weiß: Ein Strommessgerät müssen Sie sich nicht kaufen. Das können Sie zum Beispiel bei der Kundenberatung der DEW21 oder bei der Verbraucherzentrale kostenlos ausleihen.

Klima-Tipp Nr. 32

Ich drucke nur wirklich notwendige Computerdokumente aus.

Nehmen Sie den Druck raus: Überlegen Sie doch öfter mal, ob dieses oder jenes Computerdokument wirklich unbedingt in ausgedruckter Form vorliegen muss. Und: Ausgedruckte Angaben aus dem Internet veralten beispielsweise schnell.

Der Klimacoach gibt zu bedenken: Bei hohem „Druckaufkommen“ verbrauchen Sie stapelweise Papier – 500 Blatt sind da schnell mal weg. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 2,5 Kilogramm. Richtig teuer wird es bei den Kartuschen für Laserdrucker und Patronen für Tintenstrahldrucker, deren Produktion und Herstellung viel Energie und Ressourcen verschlingen.

Klima-Tipp Nr. 33

Ich pflanze einen Baum.

Mein Freund, der Baum – er lebt: Seit Millionen Jahren ist der Baum der Garant für die Bindung von CO2 durch einen natürlichen Prozess – die Speicherung von Kohlenstoff in seiner organischen Masse. Jeder Baum ist ein dauerhafter Beitrag zum Klimaschutz. Jedes Jahr nimmt er zwischen zehn und 30 Kilogramm CO2 aus der Atmosphäre auf.

Der Klimacoach bittet Sie deshalb: Pflanzen Sie einen Baum – in Ihrem Garten oder in Ihrem Kleingarten. Falls Sie keinen eigenen Garten haben– kein Problem: Sie können die Aktion Baumstarkes Dortmund ( www.stadtgruen.dortmund.de ) oder auch internationale Aufforstungsprojekte wie die Greenbelt- Initiative www.greenbeltmovement.org ) unterstützen.

Windräder
Bild: photocase.com / jortgies

Hinweis:

Wir bedanken uns beim Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe für die Bereitstellung der Texte.