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Klima ist heimspiel

Grüner und schöner Wohnen

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Fernsehen ohne Atomkraft? Klimaschutz am Briefkasten? Oder sich entspannt zurücklehnen, während elektrische Haushaltshelfer die Arbeit effizient und klimafreundlich erledigen?

Alles kein Problem, die folgenden Klimatipps zum Thema Wohnen machen Sie schlau.

Klimatipps

Tropfende Hähne reparieren

Wenn pro Minute nur zehn Tropfen fallen, bedeutet das 170 verschwendete Liter Wasser pro Monat. Das ist mehr als in eine Badewanne passt. Daher sollten Sie tropfende Wasserhähne so schnell wie möglich reparieren.

Thema Heizen

Sechs auf einen Streich

Um Heizenergie zu sparen, muss man nicht gleich mit Decke und drei Wollpullovern in der Wohnung sitzen. Es kommt vielmehr auf die richtige Temperatur im richtigen Raum an.

...angenehme 20 bis 22 Grad sein. In Küche, Schlafzimmer und Flur dagegen reichen 16 bis 18 Grad aus. Als Faustregel gilt: Wird die durchschnittliche Raumtemperatur um ein Grad abgesenkt, spart man sechs Prozent Heizenergie.

Beispiel
21 Grad im Wohnzimmer statt 22 Grad spart im Jahr: 192 kg CO₂, 44 Euro

Thema Heizen

Frische Brise

Heizkosten niedrig halten, Schimmel an der Wand vorbeugen und es zu Hause bei frischer Luft angenehm warm haben: Das alles geht mit der richtigen Technik beim Lüften.

...so kühlen die Räume aus und die Heizkosten steigen. Richtig machen Sie es, indem Sie zwei- bis viermal täglich fünf Minuten lang alle Fenster weit öffnen und in dieser Zeit die Heizungen herunterdrehen. So wird die verbrauchte Luft durch frische ausgetauscht, die sich schnell wieder erwärmt.

Beispiel
Stoßlüften statt Fenster gekippt halten spart im Jahr: 500 kg CO₂, 140 Euro

Thema Heizen

Warm, wenn Sie es brauchen

Morgens im mollig warmen Bad unter die Dusche hüpfen, abends in einem warmen Wohnzimmer Platz nehmen und trotzdem nicht den ganzen Tag durchheizen – das ist kein Problem mit Thermostatventilen.

...lassen sich ganz einfach an die Heizung montieren. Sie regeln die Temperatur zu voreingestellten Uhrzeiten. Damit können Sie die Temperatur nachts in allen Räumen auf 15 Grad absenken – bis auf das Schlafzimmer, dort sind 18 Grad ideal.

Auch wenn Sie das Haus tagsüber verlassen, können Sie mit einer etwas niedrigeren Temperatur viel Heizenergie sparen. Pünktlich zum Feierabend sind die Räume dann wieder schön warm.

Thema Heizen

Klein, aber gefräßig

Elektrische Heizgeräte können helfen, das Zimmer zu wärmen, wenn die Zentralheizung nicht richtig funktioniert. Überlegen Sie aber zweimal, bevor Sie so ein Gerät einschalten:

...Sie schlucken so viel, dass sie wirklich nur im Notfall benutzt werden sollten. Schonen Sie lieber Ihre Stromrechnung, indem Sie Ihre kaputte Zentralheizung möglichst schnell reparieren lassen. Sie können außerdem die Heizkraft Ihrer Heizkörper erhöhen, indem Sie diese frei halten. Möbel oder Vorhänge können sonst bis zu 20 Prozent der abgegebenen Wärme schlucken.

Beispiel
In einem Zimmer Heizlüfter abschalten und mit einer funktionierenden Zentralheizung heizen spart im Jahr: 340 kg CO₂, 200 Euro

Thema Strom

Geschirrberge ade!

Lehnen Sie sich entspannt zurück: Den Abwasch können Sie mit gutem Klimagewissen der Geschirrspülmaschine überlassen. Die arbeitet nämlich effizienter als Sie, wenn Sie von Hand abspülen.

...Energieeffizienzklasse A++ oder A+++. Und bedenken Sie, dass eine große Geschirrspülmaschine umgerechnet weniger verbraucht als ein schmales Modell. Wenn Sie den Platz dafür haben, schaffen Sie also lieber ein großes Gerät an und lassen Sie es seltener laufen. Einschalten sollten Sie ihre Spülmaschine erst, wenn sie wirklich voll ist – sonst geht unnötig Wasser und Strom flöten.

Beispiel
Geschirrspüler nutzen statt von Hand abwaschen spart pro Jahr: 150 kg CO₂, 100 Euro

Thema Strom

Mit allen heißen Wassern gewaschen?

Energie und Geld sparen, das können Sie auch beim Wäschewaschen: Indem Sie die Trommel immer möglichst voll beladen.

...rund die Hälfte der Energie gegenüber dem 60-Grad-Programm. Und die Wäsche wird trotzdem sauber, da viele Hersteller die Zusammensetzung ihrer Waschmittel verändert haben. So ist auch die empfohlene Dosiermenge und der Wasserverbrauch in den letzten 30 Jahren um ein Drittel zurückgegangen.

Beispiel
Pro Jahr 160 Waschgänge mit 30 statt 60 Grad, Verzicht auf Vorwäsche und Trockner: 490 kg CO₂, 140 Euro

Thema Strom

Grüne Energie aus der Steckdose!

Der effektivste Weg, seine Klimabilanz gleich tonnenweise aufzubessern, ist ganz einfach: Wechseln Sie zu einem Ökostromtarif.

...Strom aus regenerativen Quellen verursacht nahezu keine CO2-Emissionen. Wechseln können Sie jederzeit. Die Preise für Ökostrom sind in manchen Städten und Gemeinden sogar günstiger als bei herkömmlichen Stromlieferanten.

Beispiel
Ein Jahr lang Ökostrom statt konventionellem Strom: 657 kg CO₂

Thema Strom

Für kühle Rechner

Damit Kühl- und Gefriergeräte nicht unnötig viel Strom verbrauchen, sollten sie möglichst in unbeheizten Räumen und nicht zu dicht an Backöfen oder Heizkörpern stehen.

...einfrieren, lassen Sie es abkühlen. Die Tür sollte nicht länger als nötig geöffnet werden.
Und die Temperatur? Im Kühlschrank sind sechs bis acht Grad ideal, im Kühlfach minus 18 Grad.
Wenn sich eine dickere Reifschicht oder gar Eis gebildet hat, ist Abtauen angesagt.

Thema Strom

Stromfressern auf der Spur!

Kommen Sie den heimlichen Stromräubern in Ihrem Haushalt auf die Spur und überprüfen Sie den Stromverbrauch mit einem Strommessgerät.

...Gerät gesteckt. Ob Kühlschrank, Kaffeemaschine oder Computer - auf dem Display lässt sich der Stromverbrauch sofort ablesen. Sie werden staunen was Ihr Wasserkocher oder Modem an Energie verbraucht!

Strommessgeräte können Sie in Dortmund kostenlos bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW (Gnadenort 3-5), in den Bibliotheken und in der Stadt- und Landesbibliothek ausleihen.

Thema Strom

Good bye Stand-by

Wenn es dämmert, treten sie aus der Deckung: rote und grüne Leuchtdioden, die "Ich bin bereit" signalisieren.

...völlig unnötig Strom. Da kommen pro Haushalt über 100 Euro im Jahr zusammen. Übliche Kandidaten sind Deckenfluter, Fernseher, Sat-Receiver, Musikanlage, Drucker und Router.
Dagegen helfen Steckdosenleisten mit Schalter – oder einfach den Stecker ziehen.

Beispiel
Ein Jahr lang Fernseher und DVD-Player bei Nichtgebrauch ganz ausschalten: 43 kg CO₂, 19 Euro

Thema Strom

An die Bürste – fertig – los!

Elektrische Zahnbürste oder von Hand geputzte Zähne? Gewinner in Sachen Energiebilanz sind ganz klar Nutzer der eigenen Muskelkraft. Doch auch Freunde der surrenden Zahnpflege können den Stromverbrauch reduzieren: Indem sie den Stecker ziehen, sobald die elektrische Zahnbürste aufgeladen ist. Denn die Netzteile ziehen sonst weiter Strom. Dasselbe gilt übrigens auch für die Ladekabel von Handy und Laptop.

Thema Strom

Sonne tanken

Mal seinen eigenen Strom produzieren! Mit tragbaren Solaranlagen lässt sich das Handy oder der Laptop wieder aufladen.

...in die Sonne, steckt den passenden Stecker ein und schon wird das Gerät aufgeladen. Es gibt dabei verschiedene Modelle, die den Strom entweder speichern oder direkt an das Gerät weitergeben.

Ein Solar-Ladegerät bietet beispielsweise greenpeace in seinem Warenhaus an.

Keine Werbung!

Tag für Tag verstopft Werbung die Briefkästen – im Durchschnitt kommen jährlich 33 Kilogramm Werbewurfsendungen pro Briefkasten zusammen. Der Großteil davon landet ungelesen im Papierkorb.

... 2,7 Millionen Bäume gefällt und 460.000 Tonnen CO₂ produziert. Doch Abhilfe ist ganz einfach: mit einem Aufkleber am Briefkasten.
Wer neben Handzetteln auch kostenlose Wochenzeitungen verbannen möchte, wählt einen Aufkleber mit der Aufschrift "Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen".

Beispiel
Ein Jahr lang Werbung verbannen: 50 kg CO₂

Sofa aus zweiter Hand?

Haben Sie Ihre Nachbarin auch schon einmal um den tollen alten Bauernschrank beneidet? Oder die gebraucht gekaufte Designercouch von Freunden bewundert?

...energieintensiv und verbraucht viele Rohstoffe. Dabei bieten Gebrauchtwarenhäuser, Secondhand-Shops oder Kleinanzeigen im Internet eine gute Möglichkeit, tolle Möbelstücke und Raritäten preisgünstig zu erwerben und dabei noch ökologisch nachhaltig zu handeln.

In Dortmund können Sie beispielsweise in der Online-Möbelbörse der EDG nach alten Schmuckstücken oder auch Second-Hand Elektrogeräten stöbern. Schauen Sie doch einfach mal rein unter www.moebelboerse.edg.de.

Thema Garten

Kein Urwald im Garten

Hinter harmlosen Gartenmöbeln und schlichten Steinbelägen verbirgt sich oft mehr als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Häufig bestehen Tische und Stühle aus Tropenholz.

...unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen abgebaut. Kaufen Sie Gartenmöbel deshalb aus nachhaltig erwirtschaftetem Holz, erkennbar am FSC-Logo.
Am besten für das Klima sind heimische Holzsorten.
Und bestellen Sie Steine lieber im nächsten Steinbruch Ihrer Region oder achten Sie auf das Xertifix-Siegel. So können Sie sichergehen, dass Sie keine Kinderarbeit unterstützen.

Thema Garten

Torf? Nein danke!

Schon gewusst? Klimaschutz beginnt auf dem Fensterbrett. Denn wer Blumenerde mit Torf verwendet, beteiligt sich unwissentlich an der Zerstörung von Mooren.

...Sie binden weltweit 30 Prozent des an Land gespeicherten Treibhausgases – doppelt so viel wie die Wälder. Achten Sie beim nächsten Kauf auf den Aufdruck "torffrei" oder nutzen Sie Komposterde. Einen Einkaufsführer für torffreie Gartenerde hat der BUND zusammengestellt: www.bund.net.

Beispiel
100 Liter Blumenerde ohne Torf statt torfhaltiger Blumenerde: 26 kg CO2₂

Thema Garten

Gut gesammelt ist halb gedüngt

Rund 30 bis 40 Prozent unseres gesamten Abfalls macht der Biomüll aus. Aus unseren Küchen- und Gartenabfällen wird – sofern wir sie separat entsorgen – in Kompostier- und Vergärungsanlagen Kompost oder Biogas.

...entsteht besonders klimaschädliches Methangas. Das Gleiche passiert übrigens, wenn Papier und Karton auf dem Müll vergammeln. Papiertonnen gibt es überall, Biotonnen hingegen noch nicht in allen Kommunen.

Wer noch keine hat, kann die Biotonne in Dortmund bei der Entsorgung Dortmund GmbH, Stichwort „Braune Tonne“ beantragen.Oder Sie kompostieren Ihre Bioabfälle selbst und verwenden Sie als wertvolle Anreicherung des Gartenbodens. Mit einer sogenannten Wurmkiste ist das selbst auf dem Balkon möglich.

Thema Garten

So klappt’s auch mit den Nachbarn

Gartenbesitzer kennen es: Sommerzeit ist Rasenmäh-Zeit. Benzin- oder Dieselrasenmäher können die Nachbarn nerven und blasen einiges an Treibhausgasen in die Atmosphäre.

...vor allem, wenn Sie Ökostrom beziehen. Aber laut sind auch sie. Eine geräuscharme und sehr günstige Alternative sind hingegen CO2-neutrale mechanische Handrasenmäher, auch Spindelrasenmäher genannt.
Sie haben den zusätzlichen Vorteil, dass das Mähgut als Gründünger an Ort und Stelle verbleiben kann.

Wenn es für Sie doch ein energiebetriebenes Modell sein soll, achten Sie beim Kauf auf den Blauen Engel. Rasenmäher mit diesem Siegel arbeiten leise und schadstoffarm.

Klima ist heimspiel