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Windkraftanlage

Klimaschutz

Bild: Alle Rechte vorbehalten pixelio / Andreas Liebhart

Handlungsfeld Erneuerbare Energien und Energieversorgung

Ausbau Photovoltaik

Die Stadt Dortmund gibt ihre Liegenschaften frei für den Ausbau von Photovoltaik. Zurzeit befinden sich 170 Anlagen auf Dortmunder Schuldächern. Möglich sind auch Anlagen auf ca. 7 ha der ehemaligen Mülldeponien in Grevel und Huckarde in einer Größenordnung von etwa 2 MWpeak. Die erforderliche Baugenehmigung wurde bereits erteilt.
Mit den Photovoltaikanlagen auf den Westfalenhallen und dem Stadion des BVB besitzt Dortmund großflächige Solarstromerzeugung (1,67 MWpeak).

Den Bürgern und Bürgerinnen in Dortmund steht ein unentgeltliches Solardachkataster online zur Verfügung, das sie bei der Planung ihrer privaten Photovoltaikanlage unterstützt. Dieses Online-Tool konnte in 2012 auf der Internetseite der Stadt Dortmund unter www.solarkataster.dortmund.de gestartet werden.

Entwickelt wurde es von der Technischen Universität Dortmund. Das Solarkataster wurde mit zielgruppenspezifischen Veranstaltungen wie bspw. Vorträgen auf der Baumesse NRW und über Multiplikatoren wie Eigentümer-Verbände beworben. Des Weiteren wurde in einer bundesweiten Fachzeitschrift darüber berichtet.

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Windkraft Repowering und Ausbau

Mit den 7 existierenden Windkraftanlagen (11 MW Leistung) sind alle bis heute möglichen Standorte mit Windrädern belegt. Vor dem Hintergrund des Windenergieerlasses NRW und Änderungen im Baugesetzbuch wurde ein neuerliches Gutachten für das Dortmunder Stadtgebiet in Auftrag gegeben, das die Ausweisung neuer Standorte untersuchen soll. Das Gutachten liegt seit Mitte April 2013 der Stadtverwaltung vor. In Erweiterung des Gutachtens werden die Artenschutzprüfungen (ASP) nach Stufe 1 und 2??? durchgeführt, um Konzentrationszonen im Flächennutzungsplan ausweisen zu können. Der Abschluss der ASP Stufe 1 ist für August 2013 vorgesehen.

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KuLaRuhr

Seit August 2012 ist die Stadt Dortmund Partner im Verbundprojekt KuLaRuhr (Nachhaltige urbane Kulturlandschaft in der Metropole Ruhr). Die Stadt Dortmund ist Modellkommune im Betrachtungsraum östliches Ruhrgebiet für eine energetische Verwertung von anfallender Biomasse aus der Garten-, Straßen- und Landschaftspflege.

Im Rahmen des Projektes soll die Möglichkeit der Refinanzierung der Pflegearbeiten durch die energetische Verwertung anfallender Biomasse untersucht werden. Dabei geht es sowohl um krautiges oder halmgutartiges Material für die Vergärung, als auch um lignifiziertes Material für die Verbrennung (Scheitholz, Hackschnitzel, Pellets, Stroh usw.).

Durch die Erweiterung des Grünflächenkatasters werden Mengen, Pflegeintervalle, Art der Biomasse usw. erfasst. Die TU Darmstadt wird nach einer Datenanalyse Empfehlungen für eine energetische Nutzung der Biomasse aussprechen, die auch notwendige Ressourcen, Logistik und Anlagentechnik berücksichtigen.

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Nutzung Abwasserwärme

Im Zuge des Kanalumbaus im Stadtgebiet Scharnhorst wird die Abwärmenutzung aus Abwässern etabliert. Als ideale Abnahmestellen konnten zwei Objekte identifiziert werden. Eines der Objekte ist der Seniorenwohnsitz Westholz für den der Lipperverband eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat. Anhand der Ergebnisse aus der Studie wird über die Umsetzung entschieden. Bei dem anderen Objekt handelt es sich um fünf Mehrfamilienhäuser der Vivawest Wohnungsbaugesellschaft, die sich zum Teil im Sanierungsstadium befinden.

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Aquaponik

Neben der Energieeinsparung, -versorgung und –effizienzsteigerung ist auch die nachhaltige Lebensmittelproduktion für den Klimaschutz von großer Bedeutung. Produktionsbedingungen, regionaler Anbau, Logistik und der Einsatz Erneuerbarer Energien sind einige Bereiche, die nachhaltigen Lebensmittelproduktion betreffend.
Aquaponik bezeichnet die kombinierte Fisch- und Pflanzenzucht in einem Wasserkreislaufsystem und ist eine Möglichkeit der nahezu klimaneutralen, regionalen Lebensmittelproduktion.

Neben der Ressourcenschonenden Aufzucht von Fischen und Pflanzen in einer Kreislaufwirtschaft, steht auch die Nutzung von Umwelt- oder Abwärme, der Einsatz von Photovoltaikanlagen und die geringen Transportwege der Lebensmittel durch regionalen Anbau im Fokus. Zusätzlich kann auf Herbi- und Pestizide sowie den Einsatz von künstlichem Wirtschaftsdünger verzichtet werden und die anfallenden Nährstoffe durch das Wasserkreislaufsystem verwertet werden.

Derzeit werden mögliche Förderungen seitens der Deutsche Bundesstiftung Umwelt und BMU geprüft und eine Modellanlage projektiert.

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Ausbau der oberflächennahen Geothermie

Längst etabliert ist der Ausbau von Wärmepumpen in Dortmunds Neubaugebieten. Ca. 650 Anlagen sorgen für Wärme in den Eigenheimen unserer Bürger und z.B. den Bürogebäuden am Phoenixsee. Die Genehmigungen für die jeweiligen Anlagen werden durch das Umweltamt erteilt.

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Energie- und CO2-Bilanz

Im Turnus von zwei Jahren erstellt die Stadt Dortmund ihre Energie- und CO2-Bilanz. Mit dem Ziel die CO2-Emission bis 2020 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 um 40 % zu senken, dient die regelmäßige Erstellung der Bilanz als Controlling-Instrument.

Sowohl Grunddaten wie die Einwohnerzahl, die Zahl der Beschäftigten und der zugelassenen Fahrzeuge als auch Daten zur Energieproduktion und –versorgung werden dazu erhoben und ausgewertet.

Unterteilt werden die Angaben in verschiedene Bereiche wie private Haushalte, Wirtschaft und Verkehr und ebenfalls differenziert nach Energieträgern. Die Darstellung des entsprechenden Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen sind das Ergebnis der Bilanzierung.

Ein Vergleich der Gesamtentwicklung zu den Vorjahren ermöglicht eine erste Einschätzung der Auswirkung durchgeführter Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemission und des Energieverbrauchs. Ebenfalls können mögliche Einsparpotentiale aus der Bilanz angeleitet werden.

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