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Windkraftanlage

Klimaschutz

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten pixelio / Andreas Liebhart

Handlungsfeld Kommunale Gebäude- und Stadtentwicklung

greenIT

Das Projekt Green IT in der Stadtverwaltung Dortmund hat deutschlandweit Pilotcharakter. Außer Dortmund hat bisher keine andere Stadt einen Förderantrag innerhalb der nationalen Klimaschutzinitiative beim BMU zur finanziellen Unterstützung von Green IT gestellt. Durch das Dortmunder Systemhaus wurde eine eingehende Untersuchung der IT-Infrastruktur durch die Fa. erecon in Form von Workshops in Auftrag gegeben.

Klimaschutzteilkonzept Green IT Gutachten - Klimafreundliche IT-Infrastrukturen in Dortmund [pdf, 1,2 MB]

Die Ergebnisse der Untersuchungen hinsichtlich finanzieller und klimarelevanter Einsparungen übertrafen die Annahmen aus dem Handlungsprogramm Klimaschutz von 1.951 t CO2-Einsparung/a um ein Vielfaches.

Durch die Fa. erecon wurden das primäre Rechenzentrum und die PC-Systeme der Büroumgebung untersucht. Weitere Untersuchungsgegenstände sind die Bereiche sekundäres Rechenzentrum und die dezentralen Technikräume der Verwaltung. Für die notwendige Evaluation der über 300 dezentralen Serverstandorte der Stadtverwaltung wird durch das Umweltamt Personal bereitgestellt. Derzeit werden zwei wesentliche Veränderungen der IT-Infrastruktur vorgenommen, in denen empfohlene Maßnahmen von Green-IT berücksichtigt werden. Die erste Maßnahme ist der Umzug des zentralen Rechenzentrums, die zweite das verwaltungsweite Roll-out des Betriebssystem Windows 7 und eine damit verbundenen Anpassung der PC-Systeme.

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Energieeffizienz in der Straßenbeleuchtung

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert in Dortmund die Sanierung bestehender Straßenbeleuchtungsanlagen durch energieeffiziente LED-Technik (Förderkennzeichen: 03KS2331).

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Klimafreundliches Beschaffungswesen

Die Stadt Dortmund ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und setzt sich im Rahmen der Lokalen Agenda 21 für eine nachhaltige Entwicklung ein. Dies setzt im Zusammenhang mit öffentlichen Beschaffungen voraus, dass nicht nur rein ökonomische Kriterien betrachtet, sondern auch die gesellschaftlichen Auswirkungen berücksichtigt werden müssen.

Die von der Stadt Dortmund verfolgte Zielsetzung liegt in einer ausgewogenen Berücksichtigung von ökonomischen, sozialen, ökologischen und innovativen Aspekten innerhalb der Vergabeverfahren. Diese Aspekte können z.B. bei der Definition des Leistungsgegenstands, bei der Ausgestaltung des Vertragswerks (zusätzliche Bedingungen für die Ausführung des Auftrags) oder bei der Festlegung der Zuschlagskriterien in das Verfahren einfließen.

Das Vergabe- und Beschaffungsamzentrum der Stadt Dortmund führt als zentraler Einkaufs-Dienstleister Vergaben für Waren, Dienstleistungen und Bauleistungen für die Stadt Dortmund durch.

Durch diese Zentralisierung der Vergaben und die Übernahme der Prozessverantwortung kann gewährleistet werden, dass Zielsetzungen auch hinsichtlich „nachhaltiger“ Aspekte innerhalb der Vergabeverfahren besser berücksichtigt werden können.

Beispielsweise werden bei IT-Beschaffungen Umwelt-Aspekte gleichermaßen neben Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsaspekten berücksichtigt. Energie- und Umweltsiegel werden regelmäßig gefordert. Die erwarteten Energieverbrauchskosten im Lebenszyklus der Komponenten werden im Rahmen der Angebotswertung unmittelbar berücksichtigt, sodass auch teurere Komponenten mit geringem Energieverbrauch die wirtschaftlichere Variante darstellen können.

Es wird weiterhin darauf geachtet, dass nach dem Nutzungsende von IT-Komponenten eine umweltschonende bzw. umweltverträgliche Entsorgung bzw. ein Recycling möglich ist.

Im Rahmen des Projektes "Green IT", welches federführend durch das Dortmunder Systemhaus bearbeitet wird, sollen noch weitere Möglichkeiten zur klimafreundlichen Beschaffung ermittelt werden.

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Energieversorgung städtischer Objekte - Betriebshof Westerholz

Die Stadt Dortmund hat eine Vorbildfunktion bei der energetischen Sanierung ihrer Immobilien. Da eine Sanierung des Forstbetriebshofs Westerholz längst überfällig ist, wurde dieser als geeignetes Objekt ausgewählt, um durch die Koordinierungsstelle Klimaschutz/ Klimafolgenanpassung einen Förderzuschuss aus der nationalen Klimaschutzinitiative des BMU zu beantragen.
Weitere Informationen zur Förderung Forstbetriebshof Westerholz.

Das Wirtschaftsgebäude, Baujahr 1958, verfügt derzeit über keine Wärmedämmung und wird durch dezentrale Gasradiatoren beheizt. Neben dem sehr hohen anlagenbedingten Verbrauch an Erdgas, tragen auch besondere Anforderungen an das Nutzerverhalten und fehlende Nachtabsenkung zur Ineffizienz der Wärmeversorgung bei. Derzeit liegen die jährlichen Wärmeenergiebedarfe bei rd. 150.000 kWh/a. Dies ergibt einen spezifischen Wärmebedarf von 682 kWh/(m2 * a) bei einer Bruttogesamtfläche (BGF) von 220 m2. Mit der Sanierungsmaßnahme können vor Ort 93% der jährlichen CO2-Emissionen vermieden werden. Das Gebäude liegt innerhalb eines Naherholungsbereiches (Fredenbaumpark) und verfügt über öffentliche Toiletten. Damit wird das Gebäude im öffentlichen Raum besonders wahr genommen.

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Holzhackschnitzel und Holzpellets - Betriebshof Westerholz

Neben der Sanierung der Gebäudehülle und der Verbesserung der Gebäudeausrüstung wird auch die Heizungsanlage ausgetauscht. Die bisher eingesetzten ineffizienten Gasradiatoren werden durch eine zentrale Pelletheizung ersetzt. Eine Holzhackschnitzelanlage, die mit stadteigenem Holz befeuert wird, lies sich in diesem speziellen Fall nicht wirtschaftlich darstellen.
Weitere Informationen zur Förderung Forstbetriebshof Westerholz.

Mit dem Austausch der Heizung und der Sanierung des Gebäudes kann die jährliche CO2-Emission um 93% gesenkt werden. Die jährliche Wärmeenergieeinsparung liegt bei rd. 113.900 kWh. Das entspricht heute einer Kostenreduzierung von 15.260 € pro Jahr. Bei prognostizierter Wärmepreissteigerung von ca. 7% amortisiert sich diese Investition unter Einbeziehung der Fördermittel innerhalb von 9 Jahren.

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Zoo Dortmund

Im Zeitraum Oktober 2011 bis August 2012 wurde durch ein Konsortium aus der Fa. B.A.U.M. Consult und dem Ökozentrum Hamm, ein Energiegutachten für den Dortmunder Zoo angefertigt. Das Gutachten beinhaltete im Wesentlichen die Bewertung von drei Referenzgebäuden, den möglichen Einsatz Erneuerbarer Energien zur Versorgung des Zoos und mögliche organisatorische Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfes und zur Steigerung der Energieeffizienz. Ziel des Projektes ist die Klimaneutralität des Dortmunder Zoos bis zum Jahr 2030.

Das Gutachten beinhaltet Maßnahmen, die gerade im Bereich der Gebäudesanierung und dem Einsatz Erneuerbarer Energien Schnittstellen zum Handlungsprogramm Klimaschutz 2020 aufweisen. Zur Beurteilung des Einsatzes Erneuerbarer Energien wurde der Klimaschutzmanager der Koordinierungsstelle Klimaschutz/Klimafolgenanpassung bereits frühzeitig eingebunden. Der Schwerpunkt liegt hier in der energetischen Verwertung von Stallmist und Grünschnitt von städtischen Flächen. Durch die energetische Nutzung stadteigener Biomassen könnte der Zoo bilanziell vollständig mit Wärme versorgt und damit annähernd klimaneutral gestellt werden. Zusätzlich könnten durch die energetische Aufbereitung Entsorgungskosten von jährlich rd. 80.000 Euro eingespart und wichtige Nährstoffe im Kreislauf gehalten werden, was dem Einsatz von künstlichem Wirtschaftsdünger vorbeugt.

Die Möglichkeit des wirtschaftlichen Einsatzes einer dafür notwendigen Biogasanlage im Dortmunder Zoo wird derzeit untersucht. Dazu ist eine Messreihe zur Analyse anfallender Biomassen hinsichtlich Gasertrag und Belastung von Gärresten eingeleitet worden, die ein Jahr in Anspruch nehmen wird.

In Vorschau auf den Förderzeitraum 2014 mit der Förderung von Klimaschutzteilkonzepten für eigene Liegenschaften, erscheint der Zoo Dortmund als besonders gut geeignet. Damit könnte das Ziel „"Klimaneutraler Zoo 2030" verstetigt werden.

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Energetische Sanierung nach Passivhausstandard

Aktuell konnte für das Erweiterungsbauwerk an der Grundschule Kirchhörde ein Passivhaus-Gebäude, durch das ausgezeichnete Zusammenspiel der einzelnen Fachgebiete, entwickelt werden. Das erste öffentliche Gebäude in Passivhaustechnik auf Dortmunder Stadtgebiet wird durch den geringen Energieverbrauch nicht nur zu Kosteneinsparung und geringem CO2-Ausstoß beitragen, sondern den Schülern durch die integrierte Lüftung auch ein gesundes Raumklima und somit bessere Lernbedingungen bieten.

Die baulichen Maßnahmen der städtischen Immobilienwirtschaft laufen nach einer klar gegliederten Ablauforganisation ab. Dabei werden die Bewertungskriterien für nachhaltiges Bauen berücksichtigt. Neben einer ökonomischen Betrachtung mittels Wirtschaftlichkeitsberechnung, finden auch die ökologischen und soziokulturellen Auswirkungen Berücksichtigung. So wird besonders auf die Einsparung von Energie, bzw. dem geringsten Einsatz von Energie für die Nutzung der Immobilien Wert gelegt und das Einsparpotential des CO2-Ausstoßes dargestellt.

Die ganzheitliche Betrachtung von Immobilien wird durch eine Berechnung der Lebenszykluskosten sichergestellt. Das integrale Planungsteam untersucht z.B. bei Neubauvorhaben unterschiedliche Wärmeenergieversorgungen in Abhängigkeit der Dämmeigenschaft der Gebäudehülle und identifiziert so die optimale Ausführungsart.

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