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Dr. Jan Fritz Rettberg, wissenschaftlicher Begleiter der Allianz, stellte den Ablauf der Veranstaltung und das weitere Vorgehen vor.

Smart City Dortmund

Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

1. Allianztagung „Allianz Smart City Dortmund – Wir.Machen.Zukunft.“

Dokumentation / Bericht zur „Allianz Smart City Dortmund“ – Zukunft gestalten

Im Dezember 2016 fiel mit der Gründungskonferenz der Startschuss zur "Allianz Smart City Dortmund – Wir.Machen.Zukunft." Gemeinsam mit 120 teilnehmenden Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Verbänden sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Bürgerschaft wurden Visionen und Herausforderungen für die Smart City Dortmund 2025 erarbeitet, Anforderungen an Politik und Verwaltung formuliert, mögliche Lösungsansätze aufgezeigt und erste Projekte beschrieben.

Mit der Gründung verfolgen die Initiatoren Stadt Dortmund, Industrie und Handelskammer zu Dortmund (IHK), die CISCO GmbH sowie die Leitstelle Energiewende Dortmund (L.E.D.) das Ziel, eine Plattform für Netzwerke, Technologien und Geschäftsfelder der Zukunft zu schaffen. Beteiligungsorientiert wurden von den Teilnehmenden sechs Topthemen für die Stadt Dortmund definiert, für die von den Partnern gemeinsam Pilotprojekte entwickelt und erprobt werden sollen. Gesetzt wurden die Themen: Energie, Mobilität und Logistik, Mensch und Demographischer Wandel, IT-Plattformen und Bürgerservices, Hafenumfeld und Sicherheit.

Bilderstrecke: 1. Allianztagung "Smart City Dortmund"

Oberbürgermeister Ullrich Sierau eröffnete die 1. Tagung der „Allianz Smart City Dortmund – Wir.Machen.Zukunft.“ 8 Bilder
Oberbürgermeister Ullrich Sierau eröffnete die 1. Tagung der „Allianz Smart City Dortmund – Wir.Machen.Zukunft.“
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

1. Allianztagung „Smart City Dortmund“

Nur drei Monate später fand am Donnerstag (02.03.) die erste Allianztagung im Dortmunder Rathaus statt. Begrüßt wurden die 90 Allianzpartner durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und den stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, Wulf-Christian Ehrich.

"Es ist bemerkenswert, was für ein breites Spektrum an Unternehmen und Persönlichkeiten durch das Thema 'Smart City' zusammengeführt wird und wie viele hier mitgestalten und mitarbeiten möchten", freute sich Ullrich Sierau über das große Interesse an der Tagung. "Bisher haben wir schon 55 Interessensbekundungen von Unternehmen, darunter Weltmarktführer in Sachen Smart City genauso wie Start-ups und wissenschaftliche Einrichtungen, die als Allianzpartner die Stadt Dortmund dabei unterstützen wollen, sich zur Smart City zu entwickeln."

Rund 90 Allianzpartner nahmen an der Veranstaltung teil.

Rund 90 Allianzpartner nahmen an der Veranstaltung teil.
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

"Dortmund ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Akteure zu frühzeitigen Absprachen, gemeinsamen Vorgehen und zielführenden Kooperationen führt", so Sierau weiter. "Die guten Erfahrungen wollen wir mit der Allianz Smart City Dortmund fortsetzen“. "Mit den Allianzpartnern sollen Projektideen weiterentwickelt und auf den Weg gebracht werden, neue Netzwerke geschaffen, Schnittstellen reduziert und eine zentrale Anlaufstelle für alle Akteure etabliert werden", so Wulf-Christian Ehrich

Smart City Management Office

Die Zusammenarbeit der Partner soll optimal organisiert werden. Hierzu wurde ein Vorschlag zur Arbeitsstruktur von Dr. Jan Fritz Rettberg, wissenschaftlicher Begleiter der Allianz, vorgestellt. "Wir werden analog der Themenfelder sechs Expertenteams bilden, in denen die Mitwirkenden miteinander diskutieren sowie Projekte entwickeln und qualifizieren, gleichzeitig aber auch Ansprechpartner für weitere interessierte Unternehmen sein könnten". Zudem ist es geplant, ein Beratungs- oder Lenkungsgremium zu etablieren, das die Prozessteuerung unterstützt sowie den Entscheidungsfindungsprozess der politischen Gremien beratend begleitet, erklärte Fritz Rettberg den Vorschlag zur Arbeitsstruktur.

Die Organisation der Allianz Smart City übernimmt eine Geschäftsstelle, die kooperativ von der IHK zu Dortmund, dem Projektbüro Smart City im Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates und der Wirtschaftsförderung Dortmund betreut wird.

Vorgestellt wurde auch die Idee eines von den Allianzpartnern getragenen Smart City Management Office. Das Office könnte bspw. Unternehmen bei der Projektentwicklung, der Drittmittelakquise oder dem Projektmanagement unterstützen. Gleichzeitig könnte von dort die konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit sowie die Konzeption und Durchführung von Beteiligungs- und Dialogverfahren während der Erprobung von Smart City Pilotprojekten erfolgen. Der Vorschlag fand große Zustimmung. Die Allianzgeschäftsführung und die wissenschaftliche Begleitung haben nun den Auftrag, mögliche Finanzierungsmodelle zur Einrichtung eines solchen Office zu erarbeiten.

Dortmund ist schon gut aufgestellt

Das Dortmund schon einige smarte Projekte auf den Weg gebracht hat, zeigt die im Vorfeld der Tagung realisierte Projektabfrage bei der örtlichen Wirtschaft, den wissenschaftlichen Einrichtungen und der Verwaltung.

Im Rahmen eines "Gallery Walk" konnten sich die Anwesenden über insgesamt 88 verschiedene Projekte informieren. Dabei wurden sowohl bereits laufende Projekte…

Im Rahmen eines "Gallery Walk" konnten sich die Anwesenden über insgesamt 88 verschiedene Projekte informieren
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Im Ergebnis liegt nun eine erste Übersicht dazu vor, welche Projekte es im Bereich der definierten Topthemen bereits in Dortmund gibt und welche überörtlichen Projekte übertragbar sein könnten. Zu insgesamt 88 Projekten, von denen 71 in Dortmund umgesetzt oder für Dortmund geplant sind, konnten sich die Anwesenden im Rahmen eines "Gallery Walk" informieren und sich mit den Projektverantwortlichen austauschen oder vernetzen.

In Kurzvorträge wurden besonders innovative Projekte, die aktuell auf der Suche nach Projektpartnern sind, vorgestellt. Hier bekamen die Teilnehmenden Interessantes zu hören: Während bspw. mit dem Projekt „Intelligent Video Analytics für Zivil- und Eventschutz“ der IBM durch den Einsatz moderner Analysesoftware Metadatenanalysen zur Auswertung von Videos durchgeführt werden, die zum Zivilschutz bei Großveranstaltungen beitragen, verspricht das Projekt „Smart Collect/Smart Parking – digitale Parkdienstleistung“ von der Telekom einfach das beste Parkerlebnis für Parkplatzsuchende.

Auf Basis der nun bekannten Projekte, Ansätze und Projektideen wurden zunächst acht Konsortien innerhalb der Allianzpartner gebildet, die nun zusammenkommen, um ihre Projekte miteinander zu verknüpfen und Pilotprojekte für die Smart City zu entwickeln. Strategisches Ziel ist es, gemeinsam die einzelnen Topthemen als Ganzes voranzubringen.

Die nächsten Schritte

Sowohl die gebildeten Konsortien als auch die Expertenteams werden zeitnah von der Geschäftsführung zum ersten Treffen eingeladen. Im Juni werden dem Rat der Stadt Dortmund der erste Sachstand zu den Aktivitäten im Bereich Smart City Dortmund sowie die erarbeiteten Vorschläge der Allianzpartner zu Pilotprojekten zur Kenntnisnahme vorgelegt. Gleichzeitig soll der politische Beschluss bzw. Auftrag eingeholt werden, die vorgeschlagenen Pilotprojekte für Dortmund zu qualifizieren, diese im Anschluss zu erproben und dazu kommunale Infrastrukturen zu Testzwecken nutzen zu dürfen.

In Vorbereitung ist zudem ein Memorandum, welches die Zusammenarbeit zwischen den Allianzinitiatoren und Allianzpartnern bekräftigen soll.

Zum Thema

"Weitere Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind herzlich willkommen", lädt Michaela Bonan, Leiterin des Projektbüros "Smart City“ zum Abschluss der Veranstaltung ein. „Schicken Sie uns unter smartcity@dortmund.de mit dem Betreff "Ich bin Allianz-Partner" eine E-Mail und Sie sind dabei“.