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Smart City Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Stiftung "Lebendige Stadt"

Dortmund als "Digitalste Stadt" ausgezeichnet - Jury lobt Transparenz der Strategie und die innovative Kommunikation

Nachricht vom 20.09.2018

Die Stiftung "Lebendige Stadt" hat die Stadt Dortmund als "Digitalste Stadt" ausgezeichnet. Damit hat die Digitalisierungsstrategie Dortmunds im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Mittwoch, 19. September, in Potsdam höchstes Lob bekommen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Dr. Jan Fritz Rettberg (Chief Information Innovation Office Dortmund), Michaela Bonan (Leitung Projektbüro Smart City) und Denes Kücük (stellv. CIO).

Oberbürgermeister Ullrich Sierau (2.v.l.), Dr. Jan Fritz Rettberg (Chief Information Innovation Office Dortmund) (3.v.r.), Michaela Bonan (Leitung Projektbüro Smart City) (3.v.l.) und Denes Kücük (stellv. CIO) (4.v.r.) nahmen den Preis entgegen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stiftung "Lebendige Stadt"

Die Jury lobte Dortmund unter anderem als eine Stadt, die die Digitalisierung in eine Stadtentwicklungsstrategie einbindet. Die Transparenz des Prozesses, die innovative Kommunikation, das neue Chief Information Office sowie die Charta mit dem Personalrat seien besonders hervorzuheben. Gelobt wurden die Gesellschaftslabore sowie das Thema "Demografischer Wandel", das mit dem Projekt Smart Service Power angegangen wird. Hervorgehoben wurde auch die Allianz, die die Stadt koordiniert und moderiert. Neben Dortmund wurde auch die österreichische Hauptstadt Wien als "Digitalste Stadt" ausgezeichnet.

"Für unsere Digitalisierungsstrategie mit dem Preis der 'Digitalsten Stadt' ausgezeichnet zu werden, ist ein riesengroßer Erfolg. Dabei freut mich besonders, dass wir auf Augenhöhe mit einer europäischen Metropole wie Wien gesehen werden", bewertet Oberbürgermeister Ullrich Sierau in Potsdam die Preisvergabe an Dortmund durch die Stiftung. "Der Preis bestätigt uns in unserer bisherigen Digitalisierungsstrategie. Er wird Ansporn sein, unseren erfolgreich eingeschlagenen Weg mit allen Partnern weiter zu gehen. Partizipation ist dabei einer der wichtigsten Faktoren." Der Oberbürgermeister betont weiter: "Die Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck. Sie ist ein Prozess, der sich bedarfsorientiert weiterentwickelt. Bei uns stehen die Menschen und ihre Lebensumstände im Mittelpunkt."

Diese Auszeichnung der Stiftung „Lebendige Stadt“ ist eine Bestätigung unserer Arbeit und Ansporn, diesen erfolgreichen Weg weiterzugehen.

Ullrich Sierau

Vernetzt und partizipativ

In Dortmund arbeiten Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt in einem Reallabor "Smart City". Ziele Dortmunds sind in diesem Kontext der Erhalt bzw. die Verbesserung der Lebens- und Umweltqualität in den Quartieren, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes sowie die eine effiziente, digitale und benutzerfreundliche Verwaltung.

"Die Digitalisierung wird uns helfen, die politischen und strategischen Ziele der Stadt schneller, effizienter und qualitativ hochwertiger zu erreichen. Dafür haben wir eigens ein Chief Information/Innovation Office eingerichtet, was die notwendige Vernetzung der unterschiedlichen Akteure sicherstellt und als Innovationsscout digitale Trends und Entwicklungen beobachtet sowie innovative Digitalisierungsprojekte in der Stadt anstößt", so OB Ullrich Sierau.

Den Akteuren ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, die Bürger sowie die Mitarbeitenden der Verwaltung mitzunehmen. Entsprechende Beteiligungsprozesse sind auf den Weg gebracht und helfen, Menschen und Technik zusammenzubringen. Deshalb ist die Allianz Smart City auch eng mit dem Stadtentwicklungs- und Beteiligungsprojekt "nordwärts" verknüpft. Dort ist das Thema seit 2015 Leitprojekt. "Nordwärts" entwickelt beteiligungsorientierte innovative Konzepte und Projekte, die den Quartieren einen Innovationsimpuls geben.

Selfie von der Preisverleihung

Selfie von der Preisverleihung
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dr. Jan Fritz Rettberg

Dortmund ist digitales Oberzentrum

Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, sieht die Auszeichnung als Bestätigung für die Arbeit der ganzen Stadt: "Bereits vor Jahren hat die Wirtschaft gemeinsam mit der Stadt im Strukturwandel hier einen klaren Schwerpunkt gesetzt. Dortmund ist das digitale Oberzentrum zwischen Ruhrgebiet und Westfalen nicht über Nacht geworden. Es ist uns in den letzten 20 Jahren gemeinsam gelungen, hier konsequent Start Ups zu entwickeln, die mittlerweile starker westfälischer Mittelstand geworden sind. Wir sind bereits heute größter IT-Bildungsstandort in Deutschland, aber wollen aber nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze weiter wachsen: Mit dem neuen Zentrum für maschinelles Lernen an der TU Dortmund, dem Digital HUB Logistics der beiden exzellenten Fraunhofer-Institute IML und ISST und hoffentlich bald dem neuen Max-Planck-Institut für Cybersecurity, das wir gemeinsam mit Bochum in die Region holen wollen. Daher sehe ich die Auszeichnung als gemeinsamen Erfolg auch unserer gesamten Wirtschaft und Wissenschaft am Standort. Dortmund ist eben Mannschaftsspiel. Das unterscheidet uns auch von allen anderen Digitalstandorten, die mehr auf Einzelstars setzen."

Lob für Dortmund auch aus der Wissenschaft

Lob für den Dortmunder Weg gibt es auch aus der Wissenschaft von Prof. Dr. Sabine Sachweh: "Als Informatikprofessorin beschäftige ich mich vor allem damit, wie sich die gesellschaftliche Transformation von technischer und gesellschaftlicher Seite so gestalten lässt, dass Menschen digital souverän agieren können ohne sich technischen Neuerungen ausgeliefert zu fühlen und keine gesellschaftlichen Teilgruppen ausgeschlossen werden. Dortmund bietet mit den Projekten 'nordwärts' und 'Smart City', ebenso wie mit dem damit einhergehenden Netzwerk die optimale Basis, um solche Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu bearbeiten. Beteiligungsorientierte Methoden zur effizienten Erarbeitung nutzer- und serviceorientierter Innovationen, wie sie die Digitale Transformation mit sich bringt, erfordern eine dialogoffene Zivilgesellschaft, ebenso wie die Evaluation innovativer Lösungen Reallabore erfordert. Beide Aspekte werden in Dortmund vorbildlich adressiert und unterstützen so maßgeblich die quartiersbezogene Forschung."

Auswahl bisheriger Erfolge und Projekte aus dem Bereich Digitalisierung und Smart City

Open Data Plattform: Unter opendata.dortmund.de können Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger auf kommunale Daten zugreifen. Damit macht Dortmund einen großen Schritt in Richtung Transparenz und Offenheit der Verwaltung.

Allianz Smart City: Die Allianz Smart City vereint 136 Partner aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. In offenen Expertenteams zu den Bereichen Energie & Klima, Mobilität & Logistik, Städtische Infrastrukturen, im Bereich Mensch & Demographischer Wandel, Sicherheit, IT-Plattformen & Bürgerservices sowie dem neuen Bereich Interkommunaler Austausch werden verschiedenste Aspekte der Digitalisierung beleuchtet. Daraus sind bereits jetzt 20 Projekte entstanden: Von intelligenter Parkraumbewirtschaftung über technikunterstütztes Wohnen im Alter bis zum Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Weitere Projekte können der angehängten Projektliste entnommen werden.

Chief Information/Innovation Office (CIO): Das CIO begleitet die Digitalisierungsbestrebungen der Stadtverwaltung und sorgt für die Vernetzung der verschiedenen Stellen. So wird sichergestellt, dass Digitalisierungsbestrebungen in der Stadt nicht unabhängig und ohne Wissen von einander stattfinden, sondern gezielt vernetzt. Darüber hinaus beobachtet das CIO digitale Trends und Entwicklungen und stößt im Zuge der "Smart City Strategie" innovative Digitalisierungsprojekte in der Stadt an. Das Beteiligungsformat DOgital: In Innovationsworkshops und Digital-Konferenzen wird mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt an der Digitalisierung und Vereinfachung von internen Prozessen gearbeitet.

Charta Digitales Dortmund 2018-2030: Gemeinsame Charta des Oberbürgermeisters mit dem Personalrat für eine gemeinsame und nachhaltige Digitalisierung der Stadtverwaltung

Erneuerung von 25.000 Straßenlaternen: Mit der Erneuerung von 25.000 Straßenlaternen setzt Dortmund auf die zukunftsweisende und sparsame LED-Technik. Gleichzeitig helfen digitale Techniken bei der intelligenten Steuerung der Straßenbeleuchtung.

Smart Service Power: Das Projekt Smart Service Power hilft Menschen einen langen und selbstbestimmten Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Das Projekt wurde bereits mit renommierten Preisen der Europäischen Union ausgezeichnet.

Aufbau eines LoRaWAN Netzes durch die DEW21: LoRaWaN ist eine innovative Funktechnik, die ideal für die Übertragung kleiner Datenmengen wie z.B. aus Sensoren der Smart City geeignet ist. Damit ist LoRaWAN ein wichtiger Baustein der Smart City.

NOX-Block: Mit dem Projekt NOX-Block wird intelligente Ladeinfrastruktur für Elektroautos dort geschaffen, wo sie benötigt wird. Durch die Attraktivitätssteigerung der Elektromobilität wird die Schadstoffbelastung in Dortmund gesenkt.