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Smart City Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

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Stadtentwicklung

MitWirkung bei der Quartiersentwicklung von "Smart Rhino" soll Vorbildcharakter bekommen

Nachricht vom 12.05.2020

Im Projekt "Smart Rhino" wird neben den analogen Mitwirkungsangeboten eine digitale Plattform die Prozesse im Entwicklungsraum, die Aktivitäten der Umfeldentwicklung, bestehende und neue Projektinitiativen sichtbar machen und die Akteurslandschaft miteinander vernetzen – und zwar von Beginn an.

Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung sind in Dortmund nicht voneinander zu trennen. Im Projekt "Smart Rhino" gehen die Initiatoren nun aber noch einen Schritt weiter in Sachen "MitWirkung".

Das Projektvorhaben wird zum Möglichkeitsraum und somit zum überregionalen sowie internationalen Vorbild der innovativen, smarten, vernetzten, nachhaltigen und partizipativen Quartiersgestaltung. Das Besondere: Bereits in der Entwicklungsphase werden die benachbarten Quartiere der 52 Hektar großen Fläche von "Smart Rhino" in die Planungen einbezogen und die Mitwirkungsangebote gemeinschaftlich mit Bürger*innen, lokalen Akteur*innen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam entwickelt.

Damit schlagen die Thelen Gruppe als Investor und die Verwaltung dem Rat der Stadt ein Beteiligungskonzept der Öffentlichkeit zur Entwicklung des Zukunftsprojektes "Smart Rhino" vor, das weit über die gesetzlich vorgeschriebene formelle Öffentlichkeitsbeteiligung hinaus geht und in seiner Dimension Vorbildcharakter hat.

Zur Steuerung, Koordination und der begleitende Öffentlichkeitsarbeit des "Smart Rhino"-Partizipationsprozesses setzten die Verantwortlichen auf die bewährten und europäisch ausgezeichneten Strukturen, Formate und Methoden des "nordwärts"-Managements.

Zur Konzeption der Mitwirkungsformate wird das Know-how der Institutionen in den Quartieren von Anfang an eingebunden

Auch die potentiellen "neuen Nachbarn*innen" und Projektinitiator*innen wie die Fachhochschule, die IHK zu Dortmund, die Berufskollegs, interessierte Unternehmen der Science Factories etc. haben bereits ihr Interesse an der "Mitwirkung" zur Konzeption und Umsetzung der angedachten Formate signalisiert.

Neben den analogen Angeboten wird eine digitale Plattform die Prozesse im Entwicklungsraum, die Aktivitäten der Umfeldentwicklung, bestehende und neue Projektinitiativen sichtbar machen und die Akteurslandschaft miteinander vernetzen – und zwar von Beginn an.

Wichtige Fragen werden schon jetzt gesammelt und die Antworten zukünftig auf der Projektinternetseite www.smart-rhino.de veröffentlicht. Geplant sind zudem eine Online-Beteiligungsplattform und eine digitale Projektkarte in Ergänzung zu Printmedien.

Schon heute ist Stadtgesellschaft Mitgestalter der Stadt von morgen

Die Stadtgesellschaft wird somit nicht "einfach" beteiligt, sondern sie wird frühzeitig zum Mitgestalter des Beteiligungsprozesses. Relevante Themen für die breite Bürger*innenbeteiligung werden gemeinsam definiert, Ergebnisse gebündelt, vernetzt und transparent dargestellt.

Zunächst ist aber noch ein formelles, also gesetzlich vorgeschriebenes, Beteiligungsverfahren (Planverfahren) im Zusammenhang eines geplanten städtebaulichen Wettbewerbs vorgesehen. Über diesen Wettbewerb wollen die Macher für den Strukturentwurf von Koschany + Zimmer Architekten in der "Smart Rhino" Machbarkeitsstudie noch weitere Ideen finden.

Hierzu werden derzeit digitale und analoge Mitwirkungsformate für Ende des Jahres 2020 entwickelt.

Zeitgleich kann es aber auch mit den sogenannten informellen, das heißt völlig freiwilligen Beteiligungsformaten losgehen.

Vier Formate werden dem Rat der Stadt als Idee vorgeschlagen

RHINO Forum: Das "Rhino Forum" soll als Experten*innenplattform frühzeitig starten und während des gesamten Prozesses laufen. Das Forum bietet die Zeit und den Raum die von den Bürger*innen, Wissenschaft, Wirtschaft und Fachöffentlichkeit formulierten Zukunftsthemen mit Bezug "Smart Rhino" zu diskutieren. Auch digitale Formate wie z.B. digitale "Kamingespräche", virtuelle Thementische mit Referent*innen zu unterschiedlichen Themen sind möglich.

RHINOvous:Dieses Format schafft sowohl digitale als auch analoge Begegnungsorte für die breite Öffentlichkeit. Über die "Informationsplattform" werden Interessierte bürgernah, anschaulich und digital (im historischen HSP-Ambiente) frühzeitig zum Planungsstand und zu Mitwirkungsmöglichkeiten informiert.

Analoge Beteiligungs- und Dialogformate mit Mitwirkungscharakter für verschiedene Zielgruppen, z. B. Werkstätten zur Vorbereitung städtebaulicher Wettbewerbe, Workshops zur Verbindung von "Smart Rhino" mit den Bestandsquartieren werden angeboten. Digitale Formate könnten z. B. Building Information Modeling (BIM) als digitale Echtzeit-Vermittlung von städtebaulichen Entwürfen sein, um räumliche Strukturen dreidimensional zu verdeutlichen. Angedacht sind auch moderierte Online-Planspiele.

RHINOtopia am Stellwerk 62 (im Norden der "Smart-Rhino"-Fläche): Sofern es die bautechnischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zulassen soll das Stellwerk 62 das temporäre Aushängeschild des Projektes werden. Möglich ist die Gestaltung eines "Zukunftsdorfplatzes" im Umfeld des Stellwerkes mit temporären Nutzungen: z.B. Tiny House Village, Showrooms "digitales Wohnen" und "nachhaltige Baustoffe". RHINOtopia wird Reallabor für die anwendungsorientierte Forschung und Kooperationsort. Es wird der Ort – die feste Adresse für den Austausch und Erprobung neuer Konzepte und Ideen, Geschäftsmodelle und gesellschaftlicher Dienstleistungen, der gleichzeitig den Blick in die Zukunft ermöglicht. RHINOtopia kann Ausstellungsort sein und bietet Mitwirkungsangebote für Projekte, Initiativen, Unternehmen und Bürger*innen. Ob eine solche Zwischennutzung möglich ist, wird derzeit von den Projektverantwortlichen geprüft.

"Historische Straßenbahn verknüpft Alt und Neu": Als Verbindungslinie zwischen Alt und Neu ("Smart Rhino", IGA, Rhinotopia, Kokerei Hansa, Bahnhof Mooskamp) kann die Infrastruktur als mobiler Informationsort zu "Smart Rhino" und IGA und gleichzeitig Freizeitangebot werden. Denkbar sind auch Mitwirkungsangebote direkt in der Bahn. Gleichzeitig bietet sich die Chance, schon während der Entwicklungsphasen zur IGA, erste Maßnahmen sichtbar zu machen.

Zum Thema

Warum Smart Rhino?

"Smart" wie in "Smart City": Einer Stadt, die effizient, technologisch fortschrittlich, grün und sozial inklusiv für die Menschen gestaltet ist. Und "Rhino" wie im geflügelten Nashorn - zuallererst das Logo des Dortmunder Konzerthauses, ist es mittlerweile zum zweiten, zum inoffiziellen Wappentier der Stadt geworden. Es steht für Bodenständigkeit und einem sehr feinen Gehör und beflügelt darüber hinaus Pegasus-gleich zu gedanklichen Höhenflügen. "Smart Rhino" ist eine innovative Verknüpfung von Hochschulcampus, Technologiepark, Wohnen und Erleben in einem urbanen Zusammenhang.

Die Broschüre enthält alle Informationen gebündelt und steht als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.