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Smart City Dortmund

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Smart City

Bund fördert Kooperation zwischen Dortmund und Schwerte mit 12,4 Millionen Euro

Nachricht vom 14.09.2020

Dortmund beteiligte sich am Förderaufruf "Modellprojekt Smart Cities" des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und wurde gemeinsam mit Schwerte ausgewählt. Gefördert werden insgesamt rund 12,4 Millionen Euro, davon 8,8 Millionen für Dortmund und 3,6 Millionen Euro für Schwerte.

(v.li.) MdB Oliver Kaczmarek, Oberbürgermeister Ullrich Sierau aus Dortmund, MdB Sabine Poschmann und Bürgermeister Dimitrios Axourgos aus Schwerte

(v.li.) MdB Oliver Kaczmarek, Oberbürgermeister Ullrich Sierau aus Dortmund, MdB Sabine Poschmann und Bürgermeister Dimitrios Axourgos aus Schwerte
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), hat am 7. September 2020 bekanntgegeben, dass das Projektkonsortium Dortmund/Schwerte als "Modellprojekt Smart Cities" ausgewählt wurde. Gemeinsames Ziel ist es, die Nachhaltigkeit in den Städten zu verbessern sowie durch die Erhöhung der Lebensqualität die Standortattraktivität zu steigern.

Das Vorhaben umfasst ein Gesamtvolumen von rund 17,5 Millionen Euro. Gefördert werden insgesamt rund 12,4 Millionen Euro, davon 8,8 Millionen für Dortmund und 3,6 Millionen Euro für Schwerte. Für die Übernahme der Eigenanteile hat der Rat der Stadt Dortmund bereits im März 2020 im Falle einer Förderung seine Zustimmung gegeben. Das Vorhaben besteht aus zwei Projektphasen, Phase 1 (Strategieentwicklung 2020-2022) und Phase 2 (Umsetzung von Maßnahmen Ende 2022-2027).

Auf die Ausschreibung des BMI hatten sich 86 Städte, Kreise und Gemeinden sowie interkommunale Kooperationen aus ganz Deutschland beworben – 32 Projekte davon wurden ausgewählt.

Digitale Stadt

"Bereits 2018 wurde Dortmund als 'Digitalste Stadt' ausgezeichnet. Auf diesen Meriten ruhen wir uns nicht aus und gehen weiter neue Wege, um Dortmund noch smarter zu machen. In der Zusammenarbeit mit Schwerte und den Bürgern und Bürgerinnen werden im Rahmen dieses Modellprojekts Quartiere zu Brutkästen für Lösungen in der neuen, digitalen Gesellschaft", so Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. "Mein Dank geht an Alle, die sich bei diesem Zukunftsthema engagieren, im Einzelnen auch an das Team um unseren CIO Dr. Fritz Rettberg."

"Mit Hilfe der Förderung können wir Schwerte digitaler, smarter und lebenswerter machen. Das schafft langfristige Perspektiven, auch für den Wirtschaftsstandort Schwerte. Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund. Wir leben interkommunale Zusammenarbeit", sagt Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos.

Dortmund und Schwerte setzen Maßnahmen gemeinsam um

Dortmund und Schwerte verknüpfen im Vorhaben ihre Smart City-Strategien miteinander und setzen Maßnahmen gemeinsam um. Der Raum Dortmund - Schwerte ist (Verkehrs-) Knotenpunkt zwischen Metropole Ruhr, Münsterland und Südwestfalen. In beiden Städten sind die Gestaltung von Mobilität und der Strukturwandel die wesentlichen Herausforderungen der Zukunft. Die im Modellprojekt gemeinsam zu entwickelnden Smart City-Lösungen sollen die Bereiche Öffentliche Sicherheit, Intelligente Mobilität, Klimaschutz und die Qualität des öffentlichen Raums adressieren und damit die Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (SDG) unterstützen und beschleunigen. Digitale Technologien sollen durch die Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft Eingang in Quartierskonzepte finden.

Bürger*innen-Zentrierung rückt in den Mittelpunkt

Die in beiden Städten vorhandenen LoRa-WAN-Infrastrukturen werden miteinander verbunden und entsprechende Sensorik wird flächendeckend eingesetzt. Als zentrale Informations- und Wissensgrundlage für integrierte, präventive Stadtentwicklung wird eine gemeinsame Smart City Datenplattform konzipiert und pilothaft umgesetzt. Ein Datennutzungskonzept, Datenkooperationen in einem möglichst offenen Daten-Ökosystem sowie die Anbindung unterschiedlicher Datenquellen werden erarbeitet. Gemeinsam mit den kommunalen Partnern wird ein Modell für den Betrieb und die nachhaltige Weiterführung der technischen und Dateninfrastruktur im Sinne von Gemeinwohlorientierung und Daseinsvorsorge entwickelt.

Über die interkommunale Smart City Datenplattform könnte zukünftig bspw. die intelligente Steuerung des städtischen Raumes ermöglicht sowie optimale Datengrundlagen für die Entscheidungsfindung in Politik und Verwaltung geschaffen werden. Die so generierten Daten werden per Dashboard für die Öffentlichkeit zugänglich visualisiert. Das schafft Transparenz bei Bürger*innen und Entscheider*innen. Zudem können aus den Daten gesamtgesellschaftlich relevante Smart Services entwickelt werden.

Praktisch an Entwicklung der Smart City teilhaben

Im FabLab Maker Space werden Bürger*innen praktisch an der Entwicklung der Smart City teilhaben können. Eine Citizen Science App soll Bürger*innen die Möglichkeit geben, bei der Gestaltung des öffentlichen Raums und Kartierung/Katastererstellung mitzuwirken.

Die öffentliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl sollen mit unterschiedlicher IoT-Sensorik bspw. im Zusammenhang mit der Straßenbeleuchtung unterstützt werden. Die Verknüpfung von Sensordaten kann als Grundlage für Katastrophensimulationen und die Beurteilung konkreter Lagen (bspw. Fan-Routing bei Bundesligaspielen) dienen.

IoT Lösungen für den ruhenden u. fließenden Verkehr werden entwickelt und mit dem routingfähigen Netz verbunden. Anwendungsfälle wir bspw. die digitale Baustellenkoordination, das Parkraummanagement, die sensordatenbasierte Verkehrslenkung, Vorrangschaltungen z.B. für Busse und Fahrräder etc. werden erprobt und umgesetzt.

CitizenScienceLabs erproben Sensorik und IoT Lösungen in öffentlichem Raum und Infrastruktur bspw. Füllstandsmessung in Müllcontainern, Zustandsmonitoring, Mängelmelder, Anzeigen- u. Routingsysteme etc. Ein Interdisziplinäres "Regulations Lab" aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und kommunalen Unternehmen entwickelt proaktiv den kommunalen Rahmen für die Anwendung neuer Technologien wie selbstfahrende Fahrzeuge, Drohnen, KI, 3D-Druck, Blockchain und andere Technologien in verschiedenen Sektoren. Das "Regulations Lab" übernimmt somit das Scouting von Zukunftstechnologien und analysiert deren Umsetzbarkeit vor dem Hintergrund des bestehenden oder zu ändernden regulatorischen Rahmens.

Mitwirkung der Stadtgesellschaft

Projektziel ist es, Ängste und Bedenken aber vor allem auch Anregungen und Ideen der Stadtgesellschaft hinsichtlich des Erhalts des Wertegerüsts und der Aufrechterhaltung einer Daseinsvorsorge für alle – auch bei zunehmender Digitalisierung – auf- und ernstzunehmen. Zielgruppengerechte und projektbezogene Mitwirkungsangebote wie Townhall Meetings, World Cafés, Open Spaces, Fishbowls, Bar Camps, Wissensmarktplätze, Mikro-Schulungen und Workshops werden für Akteure*innen der Stadtgesellschaft konzipiert und angeboten. Bürger*innen-Veranstaltungen sollen bspw. an Digitaltagen organisiert werden. Eine Open-Source Beteiligungsplattform soll zu Projektbeginn online gestellt werden, um Vorschläge einbringen und bewerten zu können.

Zum Thema

Die Steuerung des Gesamtprojektes erfolgt durch das Chief Information/Innovation Office (CIO) im Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund. Das CIO und die Ombudsstelle für Bürgerinteressen und -initiativen verantworten und steuern gemeinsam das Projektbüro Smart City Dortmund, das die Vernetzung in die Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft in Dortmund sicherstellt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.