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Windkraftanlage

Klimaschutz

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Andreas Liebhart / PIXELIO

Informationen zum Coronavirus

Informationen zu den aktuell geltenden Regelungen finden Sie hier:

Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Dortmund

Die Folgen des Klimawandels sind in Dortmund angekommen. Unwetter mit Starkregen und hohen Windgeschwindigkeiten treten auch hier vermehrt auf. Die Schneise der Verwüstung, die der Sturm Kyrill im Jahr 2007 hinterlassen hat und der Jahrhundertregen mit folgenschweren Überschwemmungen in Marten und Dorstfeld 2008 führen dies eindringlich vor Augen. Darüber hinaus ist eine Zunahme der heißen Tage und Tropennächten (Temperaturen nicht unter 20 °C) zu verzeichnen, die im vergangenen Sommer besonders in den dicht bebauten Bereichen zu enormen Belastungen geführt haben.

Steigende CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre sind die hauptsächliche Ursache für den Klimawandel. Mit ihren Klimaschutzaktivitäten leistet die Stadt ihren Beitrag, die Emissionen des sogenannten Treibhausgases CO2 zu reduzieren und dem negativen Effekt entgegenzuwirken.

Dennoch zeigen alle bisherigen Erkenntnisse und auch der jüngste IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Report von 2013, dass eine globale Erwärmung des Klimas bereits stattgefunden hat und auch nicht mehr aufzuhalten ist. Die Frage ist nur noch, mit welchen Dimensionen zu rechnen ist. Je höher die Erwärmung ausfällt, desto katastrophaler werden die zu erwartenden Folgen sein. Sie würden „die Umwelt in einer Weise ändern, wie seit hunderten oder tausenden Jahren nicht geschehen“ heißt es in der Zusammenfassung des Klimareports.

Ebenso wie beim Klimaschutz, den die Stadt Dortmund mit der Umsetzung von Maßnahmen des Handlungsprogramms Klimaschutz 2020 betreibt, wird für die Stadt Dortmund bis Februar 2021 ein Klimaanpassungskonzept erarbeitet, das eine Grundlage für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur bildet.

Ziel des Dortmunder Klimaanpassungskonzeptes

Klimawandel wird in den unterschiedlichsten Ausprägungen deutlich und betrifft Städte und Gemeinden als Siedlungsräume besonders hart. Überschwemmungen und Hitzestress sind nur zwei von zahlreichen Folgen, die der Klimawandel mit sich bringt. Um dem zu begegnen müssen geeignete Anpassungsmöglichkeiten gefunden werden. Langfristig muss ein Umdenken im alltäglichen Handeln erreicht werden. Ziel ist, eine umweltgerechte und resiliente Stadtentwicklung voran zu treiben und Klimawandel in neuen Planungen und Strategien konsequent mitzudenken.

Junge Bäume
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Arens/Stadt Dortmund

Beispiel Hitze

Im Gegensatz zum unbebauten Umland ist in den Innenstädten und Siedlungsbereichen die Erwärmung besonders spürbar.

Ursachen für die starke Aufheizung sind:

  • dichte Bebauung und hohe Versiegelung von Oberflächen
  • mangelnde Durchlüftung,
  • verringerte Abkühlung,
  • geringere Wasserverdunstung.

Hohe Temperaturen am Tage und geringe Abkühlung in der Nacht bedeuten in Verbindung mit mangelnder Frischluftzufuhr aus dem Umland eine größere gesundheitliche Belastung für die Bewohner*innen insbesondere der Innenstädte. So ergeben sich in warmen Sommernächten Temperaturunterschiede von bis 10 Grad Celsius zwischen Innenstadt und Stadtrand. In Zukunft wird die Klimaerwärmung auch in Dortmund immer häufiger zu längeren und stärker ausgeprägten Hitzeperioden führen. Gebiete, die heute schon als belastet eingestuft werden, werden dann noch stärker betroffen sein und sich in die Umgebung ausdehnen. Das Leben und Arbeiten wird so zu einem Kraftakt bei Hitzewellen. Hier bedarf es Lösungen, die die Gesundheit der Bürger*innen schützen und den flächendeckenden Einsatz von energieintensiven Klimaanlagen eindämmen, um weitere Erwärmungen zu verhindern.

Fazit

Die Anpassung an den Klimawandel muss schneller erfolgen als bisher angenommen, um die Menschen zu schützen und um zukünftige materielle Schäden so gering wie möglich zu halten. Bei allen Vorhaben und Planungen muss das Phänomen Klimawandel von Beginn an in die Überlegungen einbezogen werden.

Ohne besonderen Blick auf den Klimawandel wurden in Dortmund bereits in den 1990er Jahren Maßnahmen initiiert, die sich noch heute positiv auf das Stadtklima auswirken. Hierzu zählen die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark etablierten Grünzüge F und G, ferner das Projekt zur stadtweiten Regenwasserversickerung, die heute im Landeswassergesetz festgeschrieben ist, die Umgestaltung der Phoenix Industriebrache zu Phoenix-See und Technologiepark Phoenix West und der Rückbau des Emschersystems.

Kontinuierlich müssen die bereits vorhandenen Maßnahmen für eine klimagerechte Entwicklung fortgeführt, ausgeweitet und ergänzt werden. Schwerpunktmäßig werden für Dortmund zunächst Strategien

  • zur Minderung der Überwärmung dicht bebauter Gebiete,
  • zur Verringerung hoher Luftbelastung,
  • zum Umgang mit dem veränderten Niederschlagsverhalten und
  • als Reaktion auf sommerliche Trockenperioden

erarbeitet werden.

Bildcollage: Dortmunder U mit Ausschnitten von schweren Umweltereignissen (Gewitter und Sturm)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Free-Photos und Uwe Jacobs, Pixabay

Masterplan integrierte Klimaanpassung Dortmund (MiKaDo)

Die Koordinierungsstelle Klimaschutz/Klimaanpassung entwickelt analog zum Handlungsprogramm Klima-Luft 2030 Strategien zur Anpassung an den Klimawandel.

Am 25.02.2021 findet die Abschlussveranstaltung des Projektes "Masterplan integrierte Klimaanpassung Dortmund" statt. Weitere Infos folgen.

Zur Entwicklung des Konzeptes wird die Stadt Dortmund von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen sowie zur Klimaanpassung leisten.  mehr…

1. Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Gründachförderung

Mach´s besser, mach´s grün, jetzt mit Förderung!Grüne Dächer sollen in Dortmund Normalität werden, denn sie sind echte Alleskönner. Grüne Dächer dienen dem Naturschutz, dem Klimaschutz, der Reduzierung des Niederschlagswassers und verbessern die Stadtgestaltung und Luftqualität. Gebäudeeigentümer*innen können nun einen Zuschuss bis zu 50% für ihr eigenes Gründach beantragen und darüber hinaus Abwassergebühren einsparen.  mehr…

Neues Förderprogramm des Bundesumweltministeriums zur Unterstützung sozialer Einrichtungen:

Die COVID-19-Pandemie führt gesellschaftlich wie wirtschaftlich zu massiven Herausforderungen. Zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise hat die Bundesregierung ein Konjunktur- und Zukunftspaket auf den Weg gebracht, das milliardenschwere Investitionen für eine ökologische Modernisierung ermöglicht. Auch die sozialen Einrichtungen, deren Relevanz in der Corona-Krise einmal mehr deutlich geworden ist, werden mit zwei neuen Förderprogrammen des Bundesumweltministeriums unterstützt: Neben dem Programm „Sozial & Mobil“ wird die Bundesregierung das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ auflegen. Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen werden in den Jahren 2020 bis 2023 dabei unterstützt, sich gegen die Folgen des Klimawandels (z.B. Hitze, Starkregen oder Hochwasser) zu wappnen. Das Förderprogramm hat ein Volumen von 150 Millionen Euro.

Mehr Informationen unter: ZUG | Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Für Fragen zur klimawandelbedingten Betroffenheit in sozialen Einrichtungen steht ihnen die Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung zur Verfügung.

Öffentliche Förderung von Haus- und Hofbegrünung sowie Fassaden

Die Begrünung von Haus, Hof und Fassaden leisten einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas. Seit den 80ern wird in der Stadt Dortmund das Förderprogramm zur Gestaltung und Begrünung privater Haus- und Hofflächen eingesetzt.

Bürgerinformation zu Regenwasser-/Niederschlagswasserversickerung

Eine Maßnahme zum ökologischen Umgang mit der Ressource Wasser ist die Versickerung von Niederschlagswasser, mit dem Ziel, das Regenwasser ohne Umweg über Kläranlagen wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zuzuführen. Das auf versiegelten Flächen (Straßen, Wege, Dächer) anfallende Regenwasser kann auf unterschiedliche Art und Weise auf dem Grundstück versickert oder aber einem Bachlauf zugeführt werden. Für bestimmte Versickerungsanlagen muss vor der Errichtung eine wasserrechtliche Erlaubnis bei der Unteren Wasserbehörde eingeholt werden. Mehr Infos unter: Redgenwasserversickerung

Bürgerinformation zu Überflutungsvorsorge und Starkregengefahren

Die Stadtentwässerung der Stadt Dortmund informiert zu Überflutungsvorsorge und Starkregengefahren

Klimaanalyse und Planungshinweise vom Regionalverband Ruhr

Wie ist das Klima vor meiner Haustür? Die Städte Essen, Recklinghausen, Dortmund, Mülheim, Moers, Bottrop, Duisburg und Witten präsentieren ihre vom Regionalverband Ruhr erstellten Klimaanalysen im Internet.

Klimaanalysekarten liefern einen umfassenden Überblick über die klimatischen Verhältnisse in den Stadtgebieten. Die Planungshinweiskarten zeigen konkrete Empfehlungen für die Stadtplanung.

Der ausführliche Bericht wird hier zum Download bereitgestellt.

Hochauflösende Karten können Sie bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung anfragen.

2. Klimarelevante Aktivitäten und Forschungen in der Stadt

Klimapartnerschaft mit der Stadt Kumasi, Ghana

Der Klimawandel stellt Kommunen weltweit vor große Herausforderungen. Gleichzeitig kommt ihnen auf der lokalen Ebene eine Schlüsselrolle in der Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zu. Im Rahmen von Klimapartnerschaften übernehmen deutsche Städte mit ihren Partnerkommunen im Globalen Süden partnerschaftlich Verantwortung für das Weltklima, die Stadt Dortmund ist im Rahmen einer Klimapartnerschaft mit der ghanaischen Stadt Kumasi verbunden.

Connective Cities Dialogveranstaltung "Klimawandelangepasste Stadtentwicklung"

Knapp 30 kommunale Praktikerinnen und Praktiker aus zwölf Städten, zehn Ländern und vier Kontinenten folgten der Einladung von Connective Cities und der Stadt Dortmund zur Dialogveranstaltung "Klimawandelangepasste Stadtentwicklung", die vom 3. bis 5. September 2019 in Dortmund stattfand.

Modellprojekt zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen

Das Bundesministerium des Inneren, für Bauen und Heimat (BMI) hat 2,2 Mio. Euro für "Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen" bewilligt. Im Botanischen Garten Rombergpark werden sechs Projekte, im Westfalenpark vier umgesetzt.

Zukunftsinitiative Wasser in der Stadt von morgen

Die Kommunen der Emscherregion, die EMSCHERGENOSSENSCHAFT und das Land NRW bekennen sich zu einem gemeinsamen Engagement für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung in der Emscherregion, die den besonderen Anforderungen des demographischen Wandels und der Klimawandelanpassung entspricht. Am 15.5.2014 haben sie deshalb eine Absichtserklärung zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ unterzeichnet.

Mehr Infos unter:

Dachbegrünung in Dortmund

Dachbegrünung als stadtökologischer Beitrag soll in Dortmund zur Normalität werden.

Mehr Infos unter:

iResilience: Soziale Innovationen und intelligente Stadtstrukturen für die resiliente Stadt.

Zielsetzung des Projekts "iResilience" ist die modellhafte Entwicklung und Erprobung neuer Praktiken und Technologien zur kontinuierlichen Verbesserung der urbanen, klimaangepassten Resilienz in drei Quartieren in Köln und Dortmund. Im Zentrum stehen Reallabor-Prozesse in Dortmund und Köln, in denen unter einem partizipativen Ansatz von Verwaltung mit BürgerInnen an konkreten Themen der urbanen Klimaresilienz gearbeitet wird. Zielsetzung in den beiden Städten ist eine Verbindung von Überflutungsvorsorge und Hitzeprävention mit einer lebenswerten Stadtgestaltung.

Mehr Infos unter:

Zukunftsbäume

Das Tiefbauamt ermittelt im Rahmen von ämterübergreifenden Arbeitskreisen eine Handlungsstrategie zur Verbesserung der Lebensbedingungen des Dortmunder Grüns in Zeiten des Klimawandels.

Mehr Infos:

Handlungsstrategie für den Umgang mit Starkregenereignissen

3. Weitere Forschungsprojekte

Zukunft Stadt-Region Ruhr (ZUKUR)

ZUKUR ("Zukunft-Stadt-Region-Ruhr") ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt, an dem neben der Stadt Dortmund, der Stadt Bottrop und dem RVR auch zehn Fachgebiete der Fakultät Raumplanung (TU Dortmund) beteiligt sind.

Mehr Infos unter:

KlAnG – Klimaanpassung von Großveranstaltungen am Beispiel des Kirchentags in Dortmund 2019

Die Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung ist Mitglied des KlAnG- Beirates.

Mehr Infos zum Projekt:

Klimafolgenanpassungskonzept für Dortmund-Hörde

"Klimafolgenanpassungskonzept für den Stadtbezirk Dortmund-Hörde" mit den Förderkennzeichen 03DAS042A, 03DAS042B und 03DAS042C wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit Beschluss des Bundestages gefördert.

Weiterführende Links

Gründachkataster Ruhr

Gemeinsam mit der Emschergenossenschaft hat der Regionalverband Ruhr (RVR) ein Gründachkataster für das Ruhrgebiet erstellen lassen. Hier können die Bürgerinnen und Bürger des Ruhrgebiets prüfen, wie hoch die Eignung ihres Gebäudes für ein Gründach ist.

Einsehbar unter:

KliVo Portal – das deutsche Klimavorsorgeportal

Das KliVo Portal bündelt Daten und Informationen zum Klimawandel sowie Dienste zur zielgerichteten Anpassung an die Klimafolgen. Ob Leitfäden, Webtools, Karten oder Qualifizierungsangebote – alle Dienste unterstützen Sie bei der Eigenvorsorge gegenüber den unvermeidbaren Folgen des Klimawandels.

Mehr Infos unter:

Wirkungen des Bodens auf das Klima

Boden trägt wesentlich zur Temperaturausbildung der unteren Atmosphäre bei. Besonders in städtischen Räumen spielt die Kühlleistung des Bodens als Temperaturpuffer in der heißen Jahreszeit eine zunehmend wichtige Rolle. Neben dem Versiegelungsgrad eines Gebietes ist die Wasserspeicherkapazität der nicht versiegelten Bodenfläche ein wesentlicher Faktor für das Stadtklima.

Mehr Informationen unter:

Klimaanpassung im Gewerbe

Naturwert – Artenschutz und Möglichkeiten der naturnahmen Gestaltung von Firmengeländen:

Kontakt

Stadt Dortmund - UmweltamtFrau Arens