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Umweltamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Projekt

Schafe grasen wieder im Dienste des Umweltamtes

Nachricht vom 05.05.2020

Auf ca. 80 Hektar des Dortmunder Stadtgebietes haben seit Ende April wieder Schafe und Ziegen den Dienst für das Umweltamt aufgenommen. Die Herden beweiden hauptsächlich Brach- und Wiesenflächen, Streuobstwiesen und Bachtäler in Naturschutzgebieten oder auf ökologischen Ausgleichsflächen.

Schafe grasen wieder im Dienste des Umweltamtes

Ein aktuelles Foto aus dem Naturschutzgebiet Im Siesack
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Nun erfolgte der diesjährige Start des Beweidungsprojektes im Naturschutzgebiet Im Siesack (Stadtbezirk Mengede).

Den Winter haben die Schafe und Ziegen in ihrem Quartier in Unna verbracht. Unter der versierten Betreuung und Aufsicht des Schäfers haben sie dort auch ihre Lämmer gesund zur Welt bringen können. Jetzt dürfen die Tiere endlich raus auf die Beweidungsflächen.

Im Einsatz für die Lebensraum- und Artenvielfalt

Seit über zehn Jahren läuft das Beweidungsprojekt des Umweltamtes mit der Wanderschäferei May nun schon erfolgreich. Das Veterinäramt hat das Projekt von Beginn an positiv begleitet. Der Einsatz von Schafen und Ziegen trägt zur Förderung der Lebensraum- und Artenvielfalt in Dortmund bei.

Das Umweltamt greift auf die alte Bewirtschaftungsform der Beweidung zurück, um die Kulturlandschaft zu bewahren. Damit lassen sich gleich zwei Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege erreichen: Zum einen werden Offenlandlebensräume mit seltenen Pflanzen- und Tierarten erhalten. Zum anderen lassen sich Störungen sensibler Arten durch die erforderlichen Pflegemaßnahmen vermeiden. Denn anders als motorbetriebene Geräte gehen Schafe und Ziegen behutsam, ruhig und unermüdlich gegen Verbuschung in den sensiblen Gebieten vor.

Wanderschäfer sind eine Attraktion

Der fast ausgestorbene Beruf des Wanderschäfers ist eine echte Attraktion für die Bürger*innen unserer Stadt. Mit etwas Glück kann man den Schäfer mit seiner Schaf- und Ziegenherde über Dortmunds Wiesen und Wege wandern sehen. Ein Flächenwechsel erfolgt meist am Sonntag, weil der Verkehr dann geringer ist. Die Herde muss schließlich öffentliche Straßen, Wege und Plätze queren, um den nächsten Auftrag "abzufressen". Bewacht werden die Herden dabei von Herdenschutzhunden, die sich durch ihr weißes Fell kaum in der Herde entdecken lassen. Und natürlich ist der Schäfer nie weit von seiner Herde entfernt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.