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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Maßnahmen zur Luftreinhaltung aus dem Vergleich mit der DUH zeigen Wirkung

Nachricht vom 27.04.2021

Die Stadt Dortmund hatte sich in dem gerichtlichen Vergleich mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) verpflichtet, die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2) zu senken. Für die drei Straßenabschnitte, an denen der NO2-Grenzwert im Mittel des Jahres 2019 überschritten war, sind konkrete Maßnahmen im Frühjahr 2020 umgesetzt worden.

Umweltdezernent Wilde über Maßnahmen zur Luftreinhaltung aus dem Vergleich mit der DUH Quelle: YouTube

Durch die Maßnahmen soll der Grenzwert für das Jahresmittel für Stickstoffdioxid im Jahr 2020 und darüber hinaus eingehalten werden. Diese Maßnahmen sind auch Bestandteil der lokalen Ergänzung 2020 für die Stadt Dortmund zum Luftreinhalteplan Ruhrgebiet 2011 Teilplan Ost.

"Für die drei Straßenabschnitte, an denen der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) im Mittel des Jahres 2019 überschritten war, wurden konkrete Maßnahmen im Frühjahr 2020 umgesetzt", erläutert Umweltdezernent Ludger Wilde. Diese Abschnitte befinden sich auf der Brackeler Straße, der Ruhrallee und auf dem Rheinlanddamm.

Brackeler Straße

An der Brackeler Straße ist eine Umweltspur in Verbindung mit einer Verlängerung der Rotphase stadteinwärts eingerichtet worden. Die zulässige Geschwindigkeit wurde dabei auf Tempo 30 gesenkt. Die durchgeführten Verkehrszählungen zeigen eine deutliche Reduktion des Verkehrs auf diesem Abschnitt im Jahr 2020 gegenüber dem Ausgangswert. Der Grenzwert für den Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid von 40 µg/m3 an der Brackeler Straße wird – vorbehaltlich der Endvalidierung der Werte durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV NRW) – mit einem Messwert von 36 µg/m3 für das Jahr 2020 eingehalten.

Ruhrallee

An der Ruhrallee wurde die zulässige Geschwindigkeit auf Tempo 30 gesenkt. Auch hier wurde die Rotphase stadteinwärts verlängert. Die Verkehrszählungen zeigen auch für die Ruhrallee eine deutliche Reduktion des Verkehrs im Jahr 2020 gegenüber dem Ausgangswert. Der Grenzwert für den Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid von 40 µg/m3 an der Ruhrallee wird – vorbehaltlich der Endvalidierung der Werte durch das beauftragte Ingenieurbüro – mit einem Messwert von 35 µg/m3 für das Jahr 2020 ebenfalls eingehalten.

Bundesstraße 1

Für die B1 wurde als wesentliche Maßnahme das nächtliche Durchfahrverbot für LKW > 7,5 Tonnen auf 24 Stunden ausgedehnt. Die Dauerzählstelle des Landes auf der B1/A40 in Höhe der DASA zeigt eine Abnahme des Lkw-Verkehrs auf der B1. Auch hier wird der Grenzwert für das Jahresmittel der Stickstoffdioxidkonzentration (40 µg/m3) für das Jahr 2020 – vorbehaltlich der Endvalidierung der Werte durch das LANUV NRW – mit einem Messwert von 32 µg/m3 an der Messstation Rheinlanddamm eingehalten.

Zusätzliche Messstellen

Auf Vorschlag der Deutschen Umwelthilfe wurden vom LANUV NRW vier neue NO2-Messstellen in Dortmund an folgenden Stellen installiert:

  • Märkische Str. 57
  • Ruhrallee 61
  • Borsigstr. 53
  • Mallinckrodtstr. 192

Erste Messergebnisse liegen vor. Allerdings können Aussagen zum Jahresmittel 2021 erst im Frühjahr 2022 getroffen werden.

"Der Vergleich sieht vor, auch an anderen Stellen in der Stadt Maßnahmen durchzuführen, um die Grundbelastung zu senken", so Wilde. Einige dieser Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Der Großteil befindet sich noch in der fristgerechten Umsetzung. Zum Teil kam es jedoch – auch aufgrund der Corona-Pandemie – zu Verzögerungen in der Umsetzung.

Zum Thema

Das Maßnahmen-Monitoring kann seit Februar 2020 auch online abgerufen werden – unter der Kurz-Domain "saubereluft.dortmund.de".

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.