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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Beim Bioblitz 2022 können wieder Buschwindröschen und andere Frühblüher gemeldet werden

Nachricht vom 07.04.2022

Es ist wieder soweit: Das Naturmuseum Dortmund ruft zum Bioblitz 2022 auf. Diesmal geht es um Frühblüher-Pflanzen. Im April können zum Beispiel schon die ersten Buschwindröschen beobachtet werden.

Das Buschwindröschen ist auch für Laien gut erkennbar.

Das Buschwindröschen ist auch für Laien gut erkennbar.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): LWL / Mohr

Das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna/Dortmund haben zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform observation.org den Bioblitz ins Leben gerufen. Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen.

Im April sind Buschwindröschen im Fokus

Pflanzen, die zwischen Januar und April ihre ersten Blüten und Blätter zeigen, werden als Frühblüher bezeichnet. Darunter fallen nicht nur Blumen und Stauden, sondern auch Gehölze und Bäume. Eine besondere Gruppe der Frühblüher sind die Geophyten. Sie besitzen unterirdische Speicherorgane wie Zwiebeln, Knollen oder Rhizome, aus denen sie zu ihrem frühen Blütezeitpunkt, wenn die Fotosyntheseleistung noch nicht ausreicht, Energie ziehen. Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) zum Beispiel ist ein Rhizom-Geophyt (Rhizom = Erdspross), die Tulpen und Narzissen sind Zwiebel-Geophyten.

Das wohlriechende Veilchen bezaubert im Frühling mit seiner Farbenpracht.

Das wohlriechende Veilchen bezaubert im Frühling mit seiner Farbenpracht
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): LWL / Mohr

Als typischer Frühblüher ist das Buschwindröschen charakteristisch für Buchen- und sommergrüne Eichenwälder Europas. Auf basenreichen Böden gibt es aber auch das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) sowie im Siedlungsraum als verwilderte Gartenpflanze das Violette Balkan-Windröschen (Anemone blanda).

Einfach bestimmen mit der App ObsIdentify

Mit der Bestimmungs-App ObsIdentify von observation.org kann man nicht nur Buschwindröschen, sondern viele andere Frühblüher wie Lerchensporn, Schlüsselblumen, Gelbsterne, Scharbockskraut, Bärlauch und Sternmieren bestimmen. Die Arten profitieren im Frühjahr - vor dem Kronenschluss der Bäume - von der Lichteinstrahlung und Wärme direkt über dem Boden.

Wer mehr über Pflanzen und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie spannende Artengruppen erfahren möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder Exkursionsangebote der Biologischen Station wahrnehmen, bei der man die Natur kennen lernt.

Bitte Rücksicht nehmen

Es ist selbstverständlich, dass Naturfreunde sich bei der Suche nach Frühblühern rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten und die jeweils fotografierten Exemplare in der freien Natur belassen. In Naturschutzgebieten dürfen die öffentlichen Wege nicht verlassen werden.

Der "Persische Ehrenpreis" kommt in der vom Menschen geprägten Landschaft häufig vor.

Der "Persische Ehrenpreis" kommt in der vom Menschen geprägten Landschaft häufig vor.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): LWL / Mohr

Mehr zum Bioblitz

Auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum sollen so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden - das ist ein Bioblitz. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim Bioblitz 2022 versuchen, ihren Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen. Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite observation.org.

Der Wettkampf der Städte und Landkreise soll dabei natürlich vor allem einem guten Zweck dienen. Ziel ist es, Menschen für die Natur zu begeistern und Erkenntnisse über die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland zu gewinnen: Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt.

Zum Thema

Die Ergebnisse des Bioblitz 2022 landen auf observation.org.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.