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Waldstraße

Umweltamt

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Waldarbeiten im Dortmunder Stadtwald

Information über Holzfällarbeiten im Winterhalbjahr 2021/2022

Der Dortmunder Stadtwald wird nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen naturnah und nachhaltig bewirtschaftet. Ziel der Waldpflege ist die Entwicklung und Erhaltung stabiler, naturnaher und klimaplastischer Waldbestände. Bestandteil der Waldwirtschaft ist neben Verjüngungs- und Pflegemaßnahmen der Holzeinschlag. Auf dieser Internetseite informiert die Verwaltung über die im Winterhalbjahr 2021/2022 geplanten Holzfällarbeiten im Stadtwald.

In den als Anlage beigefügten Plänen sind die Flächen dargestellt, auf denen im Winterhalbjahr 2021/2022 Holzfällarbeiten geplant sind. Je nach waldbaulicher Ausgangssituation werden auf den Flächen einzelne Bäume oder Baumgruppen entnommen. Dabei handelt es sich um sog. Durchforstungen. Sie dienen der Förderung der Einzelbäume und steigern damit die Stabilität und Vitalität der Waldbestände. Den verbleibenden Bäumen stehen nach der Maßnahme mehr Standraum, Licht und Nährstoffe zur Verfügung.

Im Zuge sog. Endnutzungen, deren Ziel die Verjüngung der Waldbestände ist, werden durch die Entnahme alter, reifer Bäume Löcher im Kronendach geschaffen. Durch die Löcher dringen Licht und Wärme an den Waldboden, wodurch das Aufwachsen einer neuen Waldgeneration aus natürlichem Samenfall gefördert wird. Ist ein Baumartenwechsel geplant, werden in die Löcher junge Bäume einer anderen Art als im Altbestand gepflanzt.

Die Grundsätze der Waldpflege ergeben sich aus den gesetzlichen Vorgaben und dem vom Ausschuss für Bau, Verkehr und Grünflächen des Rates der Stadt Dortmund beschlossenen "Ökologisch orientierten Waldpflegeprogramm für den Stadtwald Dortmund".

Die Einzelmaßnahmen werden aus dem Betriebsplan für den Dortmunder Stadtwald abgeleitet. Der Betriebsplan wurde im Jahr 2015 gemäß § 33 Landesforstgesetz erstellt und von der Forstbehörde genehmigt. Beim Aufstellen des Betriebsplans wurden die Festsetzungen der Landschaftspläne berücksichtigt.

Aufgrund der Dürresommer in den Jahren 2018, 2019 und 2020 haben sich Borkenkäfer massenhaft vermehrt und in Fichtenbeständen erhebliche Schäden verursacht. Insbesondere auf den trockenen Ruhrhängen in Syburg, im Wannebachtal und im Aplerbecker Wald sind Fichtenbestände abgestorben. Die toten und absterbenden Bäume wurden gefällt. Um insgesamt nicht zu viele Bäume zu fällen und um das Entstehen größerer Löcher in den Beständen zu verhindern, wurde der reguläre, geplante Holzeinschlag verringert.

Wo es die waldbauliche Situation und die Verkehrssicherung zuließen, wurden einzelne tote Bäume und kleinere Bestände als Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten erhalten, die auf dieses sog. Totholz angewiesen sind.

Auf den entstandenen Freiflächen wird eine neue Waldgeneration durch natürlichen Samenfall etabliert. Wo dies aufgrund fehlender geeigneter Samenbäume oder starker Begleitvegetation durch Farne und Sträucher nicht möglich ist, werden standortgerechte, an die erwarteten Klimaveränderungen angepasste Baumarten gepflanzt, z.B. Buchen, Eichen, Douglasien oder Küstentannen.

Außerdem traten zunehmend Schäden bei den Baumarten Buche, Birke und Eiche auf. Insbesondere bei diesen Baumarten sind Fällarbeiten zum Aufrechterhalten der Verkehrssicherheit notwendig. An intensiv genutzten Waldwegen, an Waldaußenrändern, Straßen und Schienenwegen werden geschädigte und absterbende Bäume vorrangig entnommen.

Je nach Witterung, Holzmarktlage oder geänderten betrieblichen Prioritäten ist es möglich, dass nicht alle Flächen im Winterhalbjahr 2021/2022 bearbeitet werden. Es handelt sich um eine dynamische Planung, die bei Bedarf angepasst bzw. erweitert werden muss.

Während der Holzfällarbeiten dürfen die Waldflächen nicht betreten werden. Dort besteht Lebensgefahr. Die Bereiche werden während der Arbeiten entsprechend abgesichert.