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Förderung

Stadt plant Digitalisierung der Taxenvorfahrt und Bevorrechtigung von E-Taxen am Hauptbahnhof

Nachricht vom 05.05.2020

Die Förderung von E-Taxen am Hauptbahnhof ist eine innovative Maßnahme der Umsetzungsstrategie Emissionsfreie Innenstadt, mit der die Stadt Dortmund unter anderem eine Vorreiterrolle zur Förderung der Elektromobilität einnimmt.

Förderung von E-Taxen: Stadt plant Digitalisierung der Taxenvorfahrt und Bevorrechtigung von E-Taxen am Hauptbahnhof

Prinzipskizze digitale Taxi-Erfassung
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Das Vorgehen zur Förderung der Elektromobilität im Taxigewerbe wurde im Vorfeld intensiv mit dem Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs NRW (VSPV e. V.), der Taxi Dortmund e.G. sowie der IHK zu Dortmund abgestimmt. Damit sich absehbar die Zahl der Elektrotaxen in der Stadt erhöht und der CO2-Ausstoß verringert, ist geplant, die Taxenvorfahrt am Hauptbahnhof zu digitalisieren, dadurch E-Taxen zu bevorrechtigen und dies in der Dortmunder Taxiordnung festzuhalten. Das schlägt die Verwaltungsspitze dem Rat der Stadt Dortmund vor, der in seiner Sitzung am 18. Juni 2020 darüber entscheidet.

Ein Taxi mit reinem Verbrennungsmotor stößt pro Jahr durchschnittlich zehn Tonnen CO2 aus. Durch die Förderung von E-Taxen kann dieser Ausstoß deutlich gesenkt werden. Aufgrund meist kurzer Einzelstrecken sowie der Standzeiten bieten Taxifahrten ein hohes Elektrifizierungspotenzial. Denn die durchschnittlichen Strecken von 150 km pro Taxifahrer*innen-Schicht liegen deutlich unterhalb der Reichweiten der derzeit verfügbaren Elektrofahrzeuge. Mit der neuen Generation von Elektrofahrzeugen können die meisten Schichten ohne Zwischenladung gefahren werden. Die Standzeiten der Taxen im Stadtgebiet ermöglichen aber bei Bedarf zusätzliche Zwischenladungen.

Um dieses Elektrifizierungspotenzial zu nutzen, ist geplant:

1. mehrere Schnelladesäulen am Hauptbahnhof zu errichten,

2. die Taxivorfahrt am Hauptbahnhof zur Bevorrechtigung der E-Taxen zu digitalisieren und

3. zur Akzeptanzsteigerung die Taxifahrer*‘innen mehrsprachig über Regeln des Bevorrechtigungssystems sowie Taxiunternehmer*innen über geeignete Fahrzeuge zu informieren.

Zu den Bausteinen im Einzelnen:

Errichtung von Ladeinfrastruktur

Ein externer Anbieter soll am Hauptbahnhof mehrere öffentlich zugängliche Ladesäulen errichten und nach Möglichkeit einen vergünstigten Tarif für Taxifahrer*innen anbieten.

Digitalisierung der Taxivorfahrt

Durch elektronische Erfassung und Anzeige von Taxen an der südlichen Vorfahrt am Hauptbahnhof sollen E-Taxen bei der Aufnahme von Fahrgästen bevorrechtigt werden. Das geplante Bevorrechtigungssystem soll E-Taxen eine Vorbeifahrt an den Wartereihen und eine direkte Vorfahrt zur Fahrgastaufnahme ermöglichen. Hiermit sollen mögliche Zeitverluste durch Ladevorgänge von E-Taxen kompensiert werden. Die Verwaltung vergibt den Auftrag über die Entwicklung dieser innovativen digitalen Lösung inklusive der baulichen und technischen Lösung an einen externen Anbieter.

Eine entsprechende Regelung zur Bevorrechtigung von E-Taxen wird durch das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) ermöglicht und soll in die Dortmunder Taxiordnung aufgenommen werden. Gleichzeitig soll eine Grenze von 580 Taxi-Konzessionen festgesetzt werden. Diese Zahl der Konzessionen hat sich laut Vertretern der Taxibranche und der Straßenverkehrsbehörde insofern bewährt, als dass sich daraus ein funktionsfähiges Taxigewerbe in Dortmund begründet. Für eine sichere Vergabepraxis soll deshalb die bewährte Grenze festgesetzt werden.

Mehrsprachige Information

Um die Akzeptanz für das Bevorrechtigungssystem zu erhöhen, werden Unternehmen und Taxifahrer*innen in Veranstaltungen und mit mehrsprachigem Informationsmaterial umfassend informiert. Darüber hinaus werden den Taxiunternehmen geeignete Fahrzeuge zur Elektrifizierung ihrer Flotte vorgestellt.

Die Bevorrechtigung von E-Taxen ist eine von 16 Maßnahmen der Umsetzungsstrategie Stadtluft ist (emissions-) frei – Dortmunds Einstieg in eine emissionsfreie Innenstadt. Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen die 16 Maßnahmen des Förderprojektes mit rd. 6,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Stadt Dortmund trägt 1,4 Millionen Euro dazu bei.

Zum Thema

Weitere Informationen zum Förderprojekt Emissionsfreie Innenstadt finden Sie online.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.