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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

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Infoforum Emissionsfreier Lieferverkehr

Infoforum Emissionsfreier Lieferverkehr: Kurier-, Express- und Paket-Dienstleister haben sich mit dem Projektteam Emissionsfeie Innenstadt und Vertretern der IHK zu Dortmund über ein Mikrodepot am Ostwall ausgetauscht.

Infoforum Emissionsfreier Lieferverkehr: Kurier-, Express- und Paket-Dienstleister haben sich mit dem Projektteam Emissionsfeie Innenstadt und Vertretern der IHK zu Dortmund über ein Mikrodepot am Ostwall ausgetauscht.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): IHK/Stephan Schütze

Ein für Dortmund maßgeschneidertes Konzept eines Mikrodepots sowie weitere Möglichkeiten eines emissionsfreien Lieferverkehrs standen im Mittelpunkt eines Infoforums Emissionsfreier Lieferverkehr, bei dem sich am 11. Februar 2020 rund 40 Akteure in der IHK zu Dortmund ausgetauscht haben.

"Nach den Zielen der IHK soll ein emissionsfreier Lieferverkehr die Mobilität in der Innenstadt nicht einschränken, sondern verbessern. Aus Sicht der Wirtschaft sind unterschiedliche Branchen berührt. Beispielsweise sind der Handel oder die Gastronomie als Empfänger von Lieferungen ganz anders betroffen als die Transportunternehmen. Die IHK motiviert ihre Mitglieder, sich aktiv in den Prozess einzubringen", begrüßt Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, die Teilnehmenden.

"Die Errichtung eines Mikrodepots verstehen wir als Einstieg in einen emissionsfreien Lieferverkehr in Dortmund", ergänzt Andreas Meißner, Leiter des Projektteams Emissionsfreie Innenstadt der Stadt Dortmund.

Im Austausch (v.l.): Dr. Kathrin Konrad, Stadt Dortmund, Moderator Jürgen Anton, Gero Liebig, GLS Germany, und Stefan Peltzer, IHK zu Dortmund.

Im Austausch (v.l.): Dr. Kathrin Konrad, Stadt Dortmund, Moderator Jürgen Anton, Gero Liebig, GLS Germany, und Stefan Peltzer, IHK zu Dortmund.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): IHK/Stephan Schütze

In einer Testphase entsteht ein temporäres Mikrodepot am Ostwall. "Wir sind mit den großen Kurier-, Express- und Paket-(KEP-)Dienstleistern DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS im Gespräch. Die teilnehmenden KEP-Dienstleister liefern mit dem Lkw Pakete, die für die Innenstadt bzw. angrenzende Bereiche bestimmt sind, zum Depot und verteilen sie dort auf emissionsfreie Fahrzeuge, wie z.B. Lastenräder oder E-Fahrzeuge", erläutert Dr. Kathrin Konrad vom Projektteam Emissionsfreie Innenstadt. Der Test soll wichtige Erkenntnisse liefern, um im Projektverlauf das Konzept für ein dauerhaftes Mikrodepot zu entwickeln.

Was motiviert die KEP-Dienstleister, an diesem Projekt mitzuwirken? "Wir wollen einen gesellschaftlichen Beitrag leisten und suchen gemeinsam einen Weg, emissionsfrei dieselbe oder eine noch bessere Dienstleistung zu erbringen", sagt Gero Liebig, Region Manager West von GLS Germany, in der Gesprächsrunde. Stefan Peltzer, Leiter des Referats Mobilität, Verkehr und Logistik bei der IHK zu Dortmund unterstützt die Einschätzung:

"Das Dortmunder Mikrodepotkonzept für den Paketumschlag umfasst zwar nur eine Teilmenge des Aufkommens für die Innenstadt, leistet aber durch seinen Innovationscharakter einen wesentlichen Beitrag, um Emissionen oder Verkehrsmengen zu senken und gleichzeitig den Nutzen für die Beteiligten der Wirtschaft zu steigern."

Ein wichtiger Aspekt ist der kooperative Ansatz des Projektes. In einem offenen Austausch haben die Stadt Dortmund, die IHK zu Dortmund und die fünf KEP-Dienstleister als Projektpartner die Anforderungen an das temporäre Mikrodepot sowie Gestaltungsfragen geklärt.

Gemeinsam für emissionsfreien Lieferverkehr: Teilnehmer des Infoforums Emissionsfreier Lieferverkehr.

Gemeinsam für emissionsfreien Lieferverkehr: Teilnehmer des Infoforums Emissionsfreier Lieferverkehr.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): IHK/Stephan Schütze

"Das Projekt soll nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden, sondern im engen Austausch mit allen Akteuren", sagt Dr. Sebastian Stiehm von agiplan, der die Entwicklung des Mikrodepots mit Fraunhofer IML unterstützt.

An vier Dialoginseln haben die Teilnehmenden vielfältige Hinweise und Anregungen im direkten Austausch mit den Projektverantwortlichen diskutiert. "Die Ideensammlung werden wir nun auswerten und weiterhin im Dialog mit den Beteiligten bleiben", sagt Dr. Konrad.

Wie geht es weiter? Ratsbeschluss, Ausschreibung und Beauftragung eines Generalunternehmens sind für dieses Jahr geplant, so dass das temporäre Mikrodepot Anfang 2021 in Betrieb gehen kann.