Dortmund überrascht. Dich.
Ein Blick in die Ferne

Aktionsplan Soziale Stadt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sebastian Vauken

Aktivitäten / Projekte in den Aktionsräumen Eving/Lindenhorst und Eving/Kemminghausen

Nachgehend aufgeführte Aktivitäten/Projekte werden beispielhaft aufgeführt und beschrieben. Ein besonderer Schwerpunkt in den beiden Aktionsräumen liegt dabei im Bereich „Bildung“ für Kinder und Jugendliche.

Sprachbildung in Eving

In der Broschüre "Durchgängige sprachliche Bildung in Eving - Angebote für alle Altersstufen" wird am Beispiel des Stadtteils Eving deutlich aufgezeigt, dass ein biografisch vernetztes, wohnortnahes Angebot gute Möglichkeiten bietet, von Kindern und Eltern auch wahrgenommen zu werden. Fachleute und Laien haben sich auf den Weg gemacht, um die sprachlichen Potenziale des Stadtteils zu nutzen und zu stärken.

In einem 18-monatigen Kooperationsprozess sammelten verschiedene Netzwerkpartnerinnen seit Sommer 2010 alle Sprachbildungsangebote, die von den Akteuren in Eving beschrieben wurden.

Die Broschüre ist in einer Auflage von 5000 Stück erschienen und gibt einen Überblick über Konzepte qualifizierter Sprachbildungsangebote von der Geburt bis ins Erwachsenenalter im Stadtbezirk. Sie hebt die Bedeutung der Sprachbildung entlang der biografischen Linie unabhängig von Alter, Bildungsstand oder Herkunftsland hervor. Interessierte erhalten das 62-seitige Heft kostenlos bei der Bezirksverwaltungsstelle Eving, der AWO Integrationsagentur und bei der RAA.

Broschüre "Durchgängige sprachliche Bildung in Eving - Angebote für alle Altersstufen" [pdf, 3,8 MB]

Mentoren-Projekt am Heisenberg Gymnasium

Nicht die Herkunft soll über die Bildungschancen entscheiden, sondern die Leistung.
Im Schuljahr 2010/2011 entstand in Kooperation zwischen dem Evinger Heisenberg Gymnasium und der Aktionsraumbeauftragten der Stadt Dortmund für Eving ein immer wieder sich weiterentwickelndes und inhaltlich wachsendes, selbstorganisiertes Mentoring-Programm am Heisenberg-Gymnasium, ein außergewöhnliches Netzwerk zur individuellen Förderung von leistungsstarken Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und Jugendlichen aus den Aktionsräumen Dortmund-Eving, Dortmund-Scharnhorst und Innenstadt–Nord, an dem LehrerInnen des Heisenberg Gymnasium, ehrenamtlich arbeitende Mentoren und Mentorinnen, die Aktionsraumbeauftragte, ein professioneller Coach „Zukunftswerkstatt“ sowie die Stiftung Westfaleninitiative sehr erfolgreich mitarbeiten bzw. ihr Know-How zur Verfügung stellen. Ziel ist es die Jugendlichen zu begleiten, Hilfestellung zu geben bei der Schullaufbahn, der Planung universitärer Bildungsgänge oder einer beruflichen Ausbildung.
Informationen zum Mentoring-Projekt können Sie der PDF-Datei [pdf, 5,8 MB] entnehmen.

Nachbarschaftstreff Fischsiedlung

Für alle Kinder in der Fischsiedlung gibt es seit dem 02.06.2014 ein neues Sozialangebot im Nachbarschaftstreff Am Hechtweg 33.
Der Treff macht montags bis mittwochs, jeweils von 14 bis 17 Uhr, vor allem Kindern von sechs bis zwölf Jahren verschiedene Angebote. Das können Gesellschaftsspiele sein, Bastelangebote, Vorleserunden oder Nachhilfe und Unterstützung bei den Hausaufgaben im Primarbereich bis einschließlich Klasse 7 für die Schülerinnen und Schüler aus der Fischsiedlung sein.

Die Fischsiedlung, in der alle Straßen Fischnamen tragen, liegt zwischen Derner Straße, Osterfeldstraße und An den Teichen. Es gab bisher weder in der Siedlung noch in unmittelbarer Nähe eine Einrichtung, in der sich die Bewohnerinnen und Bewohner treffen könnten. Die Wohnungs-gesellschaft Valbonne Real Estate hat eine Wohnung als Nachbarschaftstreff zur Verfügung gestellt. Das Angebot ist für die Bewohner kostenlos.

Rund 240 Kinder wohnen in der Siedlung – bei nur 800 Bewohnern insgesamt. Das macht einen Anteil von 36 Prozent Kindern an der Gesamtbevölkerung. Der stadtweite Wert liegt bei 16 Prozent. Der Migrantenanteil in der Fischsiedlung liegt bei 70 Prozent.

Das Besondere an dem neuen Nachbarschaftstreff ist, dass sich in einem verwaltungsinternen Arbeitskreis verschiedene Akteure auf Initiative der Aktionsraumbeauftragten dafür stark gemacht haben: das Jugendamt, der Jugendhilfedienst, das Familienbüro, die Fachreferentin für Kinder- und Jugendförderung, das Seniorenbüro, das Stadtbezirksmarketing, das Sozialdezernat, das Wohnungsamt und das Projektbüro des Aktionsplans Soziale Stadt. Träger ist die Stadtteil-Schule, die Kosten von rund 20.000 Euro im Jahr trägt der Aktionsplan Soziale Stadt.

"Trixitt - Die Challenge für Straßenkinder"

Das Projekt "Trixitt – Die Challenge für Straßenkinder", ist eine Anlaufstelle in der Freizeit für Kinder und Jugendliche. Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, die körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern und damit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten. Kindern und Jugendlichen soll die Möglichkeit geboten werden, ihren instinktiven Bewegungsdrang auszuleben, neue soziale Kontakte zu knüpfen oder auch Freundschaften entstehen zu lassen.

Kinder spielen heute immer seltener in öffentlichen Lebensräumen, Bewegungsmangel ist die logische Konsequenz. Mediale Alternativen wie Spielkonsolen, Handys, das Fernsehen und unzählbare Möglichkeiten im Internet sind selbstverständliche Bestandteile des Alltags der heutigen Kindergeneration. Dass die daraus resultierende Bewegungsarmut drastische Folgen für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat, ist wissenschaftlich belegt.

TriXitt soll allen Kindern zur Verfügung stehen: Mädchen und Jungen aller sozialen Schichten und Nationalitäten sowie Vereinsspielern und Hobbykickern. Die einzige Voraussetzung, die alle mitbringen müssen, ist das Interesse an der Sportart Fußball.

Spieltage sind in den Sommer- und Herbstferien dienstags und donnerstags auf dem Rasen-Bolzplatz der Werkstatt über den Teichen (Osterfeldstr. Nähe Fischsiedlung):
10:00 Uhr bis 12:00 Uhr, bei Bedarf bis 14:00 Uhr → 17 Spieltage

Lesebrücke – Okuma Köprüsü

Das Projekt des Dortmunder Türkischen Elternvereins DOTEV richtet sich an Kinder mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 3- 6 Jahren und fördert die Sprach- und Lesekompetenz im Elementarbereich. Das Projekt findet in Kindertagesstätten und Familienzentren in Eving statt. Zweisprachige Lesetandems lesen Kindergeschichten in Deutsch und Türkisch vor und sollen als Vorbilder auch Mütter mit Migrationshintergrund animieren, ihren Kindern Bücher vorzulesen. Das Projekt Lesebrücke wurde erstmalig in 2010 in vier Evinger Tageseinrichtungen eingeführt, wird seitdem fortlaufend durchgeführt und hat sich bestens bewährt.

KLC group - Unterstützungs- und Förderangebote / Hausaufgabenhilfe

Unterstützungs- und Förderangebote / Hausaufgabenhilfe für Kinder an Evinger Grundschulen

Die KLC group bietet unterstützende und individuelle Angebote für die Gestaltung im Ganztag. Schülerinnen und Schüler sollen durch Angebote in den Bereichen Musik, Bewegung, Sport und Medien vielfältig in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden.
Angebote werden an der Graf Konrad, der Herder und der Ketteler Grundschule gemacht.

"Gesunde Kids an Graf Konrad"

... ein präventives Projekt zur gesunden Ernährung von Grundschulkindern
Kinder aus der zweiten Klasse sollen angeleitet werden, sich gesund und trotzdem lecker zu ernähren. Gesunde Lebensbedingungen sind entscheidende Einflussfaktoren in der Entwicklung von Kindern. Der frühzeitigen Anleitung zur gesunden Ernährung kommt deshalb eine besonders große Bedeutung zu.

Eine Ernährungsberaterin unterstützt die Lehrer bei ihrem Projekt und vermittelt den Kindern auf spielerische Art und Weise die positive Wirkung einer richtigen Ernährung auf die Gesundheit und Lebensqualität. Ess- und Lebensgewohnheiten werden thematisiert, es wird erklärt, was hinter Begriffen wie Energie, Nährstoffe und Flüssigkeiten steckt. Gemeinsam mit den Kindern werden verschiedene Zubereitungsformen mit Obst und Gemüse ausprobiert. Der Besuch auf dem Wochenmarkt und beim Lebensmittelhändler um die Ecke ist ebenfalls ein Bestandteil des Projektes.

Die Einbeziehung der Eltern ist für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung der Kinder ein unverzichtbares Element. Die Kinder erstellen daher eine Obst und Gemüsemappe mit vielen tollen Rezepten, die als Anregung von den Kindern mit nach Hause genommen wird. Mit dem Projekt kann es gelingen, dass Eltern und Kinder ihre Lebenswelt nachhaltig gesundheitsfördernd gestalten können.

Sportpatenprojekt

Die Idee des Sportpatenprojektes wurde 2008 im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens zum Aktionsplan Soziale Stadt geboren. Viele einkommensschwache Familien in Eving können die Vereinsbeiträge ihrer Kinder nicht bezahlen bzw. es ist kein Geld Beschaffung bzw. Ersatzbeschaffung von Sportausrüstung (z.B. Fußballschuhe etc.) vorhanden. Durch das Sportpatenprojekt in Eving sollen langfristig sportbegeisterte aber mittellose Kinder und Jugendliche (insb. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund) an einen Sportverein in Eving gebunden werden.

Eine Fragebogenaktion, die von der Aktionsraumbeauftragten initiiert und von Studenten bei allen Evinger Vereinen durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass eine Unterstützung im finanziellen Bereich, durch Ehrenamt, persönlich oder durch Sachmittel erforderlich ist.

Viele Gespräche und großes Bemühen waren zunächst notwendig, einen Verantwortlichen für das Projekt zu finden (z.B. Rechtsform, Einrichtung und Verwaltung des Spendenkontos etc.). Es ist aber gelungen, alle im Sozialraum agierenden Vereine in einer Arbeitsgruppe zum Sportpatenprojekt zu versammeln und ein gemeinsames Engagement in der Sache zu vereinbaren. Eine Lenkungsgruppe, der die Jugendvorstände der Evinger Vereine, der Bezirksbürgermeister und die Aktionsraumbeauftragte angehören, entwickelt die Projektstrukturen weiter und will gezielt Sponsoren für mindestens 35 Kinder- und Jugendliche aus dem Aktionsraum einwerben.

Vereinzelte Spender konnten dadurch mittlerweile gefunden werden. Im Stadtteil wird für das Projekt von den Verantwortlichen bei vielen Gelegenheiten immer wieder geworben (bei öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. Neueröffnung EDEKA, bei Aktivitäten und Veranstaltungen der Vereine etc.). Langfristig sollen somit solide Voraussetzungen für eine langfristige Bindung bedürftiger Kinder und Jugendlicher an die Vereine in Eving geschaffen werden. Durch den Aktionsplan Soziale Stadt war ein Zuschuss als Anschub des Projektes notwendig. Künftig soll die Finanzierung ausschließlich aus Fremdmitteln (Spenden der Paten) sichergestellt werden.

Flyer "Sportpaten für Evinger Kinder" [pdf, 847 kB]

Mama lernt Deutsch

Ein Projekt zur Verbesserung sprachlicher Beteiligungen in Bereichen des Alltags.

Kinder lernen im Kindergarten und in der Schule nur dann gut Deutsch, wenn auch die Eltern deutsche Sprachkenntnisse haben. Das Projekt richtet sich an Eltern (insbesondere Mütter) mit Migrationshintergrund der Graf-Konrad-Grundschule und soll helfen Bildungsängste abzubauen sowie für Bildungsmöglichkeiten sensibilisieren. Es geht insbesondere darum, sich in den konkreten Alltagsbereichen (Kindergarten, Schule, Arzt, Einkaufen, Hausaufgaben, Erziehung u.a.) besser beteiligen zu können. Eltern erwerben wichtige Sprachkompetenzen, die eine Schlüsselqualifikation zur Integration darstellen.

Gesund durch das Jahr mit der Graf Konrad Grundschule Eving

Die Graf-Konrad-Grundschule pflegt mit Kindern, Eltern und dem gesamten Lehrerteam seit vielen Jahren den Brauch des gemeinsamen Essens. Rezepte werden gesammelt, Neues ausprobiert, weiterempfohlen und bei Schulfesten angeboten. Unermüdlich präsentieren Mütter im Elterncafé neue Gerichte. Auch Kinder probieren ihre ersten Rezepte in der Schulküche aus. Sie werden dabei von unterschiedlichen Erwachsenen unterstützt und lernen so, sich selbst richtig zu verpflegen oder andere mit einer kleinen Köstlichkeit zu überraschen. Es wird nicht nur großer Wert auf eine gesunde Ernährung, sondern auch auf die richtige Bewegung und auf sozialen Frieden gelegt. Engagierte Mütter haben wie selbstverständlich die Entstehung des Kalenders mit ihren Vorschlägen und Rezepten begleitet und die dort vorgestellten Gerichte zubereitet.

Netzwerk INFamilie – Märchensiedlung

Das Konzept Netzwerk INFamilie soll sich mit seiner professionellen Struktur, der guten Vernetzung aller Akteure sowie mit seinen klaren Ziele und Vorstellungen auch auf andere Teile Dortmunds ausweiten. Mit der Umsetzung des Konzepts in der Märchensiedlung in Eving wurde begonnen. Die positiven Erfahrungen aus der Nordstadt sollen nun auch in der Märchensiedlung umgesetzt werden. Das Netzwerk setzt soziale Impulse, bietet Dienstleistungen an, koordiniert, entwickelt neue Ideen, initiiert Projekte und führt Bürgerveranstaltungen durch. www.infamilie.dortmund.de

Aktionsplan Soziale Stadt